Femina – oder wie schlage ich eine Marke tot
Ein negatives Lehrstück aus dem Offline-Marketing.
Über die unsäglichen und ökologisch bedenklichen Verpackungen der Cailler-Produkte von Meister Nouvelle wurde ja bereits in der Presse vielfach geschrieben. Ebenfalls über Aufstieg und Fall der Nestlé Direktorin Nelly Wenger.
Der “Schaden” bei der Praliné-Linie Femina geht jedoch noch viel weiter. Haben Sie sich mal umgeschaut in Ihrer Familie, wie viele leere Femina-Schachteln seit Jahren dort Verwendung finden? Grossmutter bewahrt ihre Fotos darin auf, die Tante das Bastelmaterial für die Kinder, der Onkel das Schreibmaterial usw.
Diese Schachteln sind waren Kult. Cailler erreichte damit einen Status in der Gesellschaft wie kaum ein anderes Produkt. Kostenlose Werbung und Präsenz alleweil.
Und heute? Alles futsch! Die neuen PET-Verpackungen sind kompletter Unsinn, die Pralinen lassen sich kaum rausklauben und der Abfallberg ist immens.
Am Beispiel Femina wurde mehr als eine Marke kaputt gemacht – man ist fast geneigt zu sagen, ein Stück Geschichte wurde geopfert. Ein Lehrstück für die Marketing-Ausbildung.
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Januar 5th, 2007 at 14:46
Also meine Grossmütter und Tanten haben alles in Schuhkartons aufbewahrt, die Femina-Schachteln waren wohl zu klein.
Januar 5th, 2007 at 19:09
Das kommt wohl auf die Schuhgrössen an