In den vergangenen Monaten durfte ich verschiedentlich über aktuelle Trends im E-Commerce referieren und zahleiche Beispiele aus dem In- und Ausland präsentieren.

Bei zwei der heissesten Trends gab es in der Deutschschweiz bisweilen keine Vertreter – hier waren uns die Romands voraus:

  • Live-Shopping:
    Während sich in Deutschland bereits mehrere Dutzend Liveshops den Markt streitig machen, ging in der Deutschschweiz mit DayDeal.ch erst diese Woche der erste Shop dieser Art offiziell an den Start. Die Romandie hingegen ist hier mit QoQa bereits seit den Anfängen des Hypes prominent vertreten.
  • Shopping-Clubs / VIP-Shopping:
    Auch hier sind uns die Romands voraus: Arthur Dauchez’ eboutic.ch ist seit Herbst 2007 erfolgreich, während man sich in unseren Gefilden gerade Mal per E-Mail (!) um eine Einladung für das neue Portal fashionfriends.ch bewerben kann. Start soll Anfang März sein, nachdem sich heute die Tamedia mit einer Minderheitsbeteiligung am neuen Shopping-Club ihren bunten Strauss an Online-Engagements erweitert hat.

Dass uns die Romands bzgl. Shopping-Clubs voraus sind ist dadurch zu erklären, dass der Trend “vente privée” ursprünglich aus Frankreich stammt. Aber beim Liveshopping kommt der Einfluss aus den USA (woot!) und hat u.a. in Deutschland so richtig eingeschlagen.

Aber was machen die Romands anders – sind sie risikofreudiger oder haben sie einfach die bessere Nase für Trends?

Thomas Lang

Geschäftsführer und Inhaber der Carpathia Consulting GmbH, der unabhängigen und neutralen Unternehmensberatung für E-Business und E-Commerce. Autor von zahlreichen Fachartikeln und -studien, Dozent für Onlinevertriebskanäle sowie Referent an Konferenzen zum Thema E-Commerce.

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