Dass sich Produktvideos in Onlineshops immer grösserer Beliebtheit erfreuen, berichte ich regelmässig in den beliebten Trends im E-Commerce Referaten.
Am Internet World Kongress dieser Woche in München berichtete der Gründer von Fahrrad.de – übrigens ein Paradebeispiel für den Einsatz von Produktvideos – wie sich die Videos rechnen.
Wie Twive! gestern schrieb, verzeichnet Fahrrad.de bei Produkten mit Video im Schnitt eine um etwa 9% höhere Konversionsrate. Sind keine Bewegtbilder vom Hersteller verfügbar, produziert Fahrrad.de die Videos in eigener Regie. Um die Kosten tief zu halten, wurde eigens ein Video-Producer angestellt, der pro Film rund 2 – 3 Std. aufwendet bis zur Fertigstellung.
Wer nicht selber produzieren kann oder will, für den gibt es bereits einige Plattformen im deutsch-sprachigen Raum die Produktvideos anbieten wie z.B.
Im Rahmen meiner Dozententätigkeit an der FHNW sind Produktvideos im Onlinevertrieb immer ein aktuelles Thema. Das Schulbeispiel stammt jeweils von Fahrrad.de. Meiner Meinung nach kann dies an Authentizität kaum überboten werden:
Die Kernkompetenz der us-amerikanische Firma Blendtec ist auf den ersten Blick klar. Es geht um’s Zerkleinern im Haushalt, genauer gesagt in der Küche. Im Angebot geführt werden Mixer, Mühlen, Raffeln, Schnetzler und Blender. Das Flagschiff ist der “Total Blender”.
Eine ganz originelle, spezielle, aufsehenerregende Art hat diese Firma gewählt zu demonstrieren, wie gut ihre Produkte sind. Auf der Website Will it Blend? testet der “firmeneigene Ingenieur”, was man mit dem “Total Blender” so alles zerkleinern kann.
Nein, nicht Gemüse, Früchte oder Eis werden hier zermalmt, sondern Gegenstände wie Digitalkameras, Golfbälle, Skis, und vieles mehr sowie das populärste Beispiel, ein iPhone:
Es wird darauf hingewiesen, dass der im Video verwendete Blender nur das Einstiegsprodukt sei und natürlich auch: Don’t Try This @ Home! Was wohl die Premium-Modell alles noch zu Kleinholz machen könnten?
Ein hervorragendes Beispiel für virales Marketing, wenn auch die Zerstörung von solchen Gütern etwas fraglich scheint. Aber dies ist wohl der schnellen Verbreitung wenig hinderlich.
Heute halte ich an der Internet-World 2009 in München ein Referat zu zukunftsperspektiven aktueller E-Commerce Trends wie Liveshopping, Masscustomizing, Club-Shopping und wage dabei auch einen Blick in die Glaskugel.
Wer nicht in München dabei sein kann, findet hier die Folien dazu, entweder als PDF-Dokument zum Download oder gleich hier im Browser:
Beim Micro-Blogging Dienst Twitter ist man schon länger auf der Suche nach einem einträglichen Geschäftsmodell – die Kosten drohen aus dem Ruder zu laufen und ein Geschäftsmodell muss dringend her. Die Finanzierung der Infrastruktur und des Betriebes für die über 10 Mio. Nutzer verbrennt viel Geld.
Eine Pressemittelung lässt aufhorchen – ist E-Commerce das lang ersehnte Geschäftsmodell für Twitter? Dass Twitter von einigen Shopbetreiber zur Kommunikation und gar für den Abverkauf erfolgreich eingesetzt wird, haben ich ja schon berichtet.
Im Frühling hat Twitter bereits angekündigt, dass es bis zum Jahresende kostenpflichtige Zusatzdienste speziell für Firmen geben könnte. Nun ist durchgesickert, dass man in Zukunft vor allem verstärkt im E-Commerce-Bereich Fuss fassen möchte und seinen Nutzern unter anderem auch die Möglichkeit bietet, direkt über die Seite Einkäufe zu tätigen. Die New York Times zitiert denn auch Todd Chaffee, Aufsichtsratmitglied und Investor von Twitter, wie folgt:
Der E-Commerce-Sektor, insbesondere Links zu verschiedenen Produkten und vertragsfertige Zahlungsmechanismen, sind eine sehr wahrscheinliche Einnahmequelle für Twitter.
Und weiter schreibt die NYT:
Die Entwicklung der vergangenen Monate habe deutlich gezeigt, dass sich das Blogging-Portal ohnehin bereits stark in diese Richtung bewegt habe. “Viele Leute nutzen Twitter, um sich Kaufempfehlungen von anderen Usern zu holen”, stellt Chaffee fest. Da Online-Shopping inzwischen ein starkes Thema auf der Plattform geworden sei, wäre die Schaffung einer direkten Produktkaufmöglichkeit lediglich der nächste logische Schritt. “Das kommerzielle Suchgeschäft lässt sicher extrem gut zu Geld machen”, ergänzt Chaffee.
Dell nutzt Twitter schon länger sehr erfolgreich im Direktverkauf. Der texanische built-to-order Computer-Pionier hat gem. eigenen Angaben über USD 3 Mio. aus Angeboten eingenommen, die über den Micro-Blogging dienst veröffentlicht wurden. Das Unternehmen ist seit 2007 auf Twitter aktiv und hat zwischenzeitlich über 11′000 Follower.
Twitter hat denn auch zwischenzeitlich die Meldung der NYT wieder dementiert und es als Brainstorming eines Investors abgetant.
Potential hat Twitter meiner Meinung nach im E-Commerce-Bereich durchaus – ich sehe es jedoch nicht als Transaktionsplattform per-se, geschweige denn als Zahlungsplattform. Jedoch als Empfehlungs-, bi-direktionale Kommunikations- und Community-Plattform – als ergänzende Massnahme im E-Commerce Bereich heute.
Und morgen? Vielleicht als Micro-E-Commerce-Plattform – jedoch mit mehr als 140 Zeichen.
Twitter ist derzeit wieder in allen Medien, weil sich u.a. über den Microblogging-Dienst der Widerstand im Iran organisiert. Twitter macht aber auch in vielen anderen Bereichen des Social-Networkings Furore, nicht erst, seit man den Promis (freiwillig) auf den Fersen sein kann.
Auch im E-Commerce scheint Twitter Tritt zu fassen. Es gibt schon länger einzelne Aktionen, die exklusiv über Twitter angekündigt werden. Auch die Liveshopping-Anbieter nutzen Twitter erfolgreich zur Interaktion mit ihrer Community.
Koordinierter geht’s seit einigen Wochen im Onlineweinhandel zu und her. Über den Hashtag #twittersalesday bieten oft Winzer aktuelle Angebote feil und nutzen diesen sehr direkten und schnellen Kanal zu ihren potentiellen Kunden. So schrieb unlängst auch der Weinratgeber-Blog:
Gerade heute wieder konnte man auf Twitter vom Weingut St. Antony ein Weinpaket zum Vorzugspreis kaufen, das über folgenden Tweet angeboten wurde:
Bestellung erfolgt via Tweet unter bekannten oder mit einer Mail in der man die Lieferanschrift mitteilt ausserhalb von Twitter unter Nennung des Keywords Twittersalesday.
Es lohnt sich also, Twitter generell auf seinem Schnäppchen-Radar zu haben und inbesondere, wenn man auf der Suche nach guten Weinangeboten ist.
Das neue deutsche Bundesgesetz zur Internet-Zensur hat bereits und wird noch hohe Wellen werfen. Experten sindsicheinig, dass dieses weder technisch effektiv umsetzbar ist noch die Ursache wirklich bekämpft. Alle sind sich jedoch einig, dass v.a. Kinderpornografie auf Schärfste zu verurteilen ist – nur wie man den Zugang dazu verhindern kann, dazu gehen die Meinungen weit auseinander.
Einer der originelleren Diskussionsbeiträge stammt von Rob Vegas, der damit sicher auch für die virale Verbreitung des neuen “Spitznamens” der deutschen Familienministerin Ursula von der Leyen, die massgeblich am neuen Gesetz beteiligt ist, Vorschub leistet. Wikipedia ist auf jeden Fall schon aktualisiert.
Jochen Krisch von Exciting-Commerce veröffentlichte heute einen ausgezeichneten Beitrag zur Frage, ob nach der Pleite von Arcandor nun die Zukunft des deutschen Versandhandels beginne. Ich möchte diesen den Schweizer Lesern nicht vorenthalten, weil einerseits deutliche Parallelen zum Schweizer Markt bestehen, anderseits die deutschen Player einen wichtigen Beitrag zum Schweizer Versandhandel beisteuern.
(Nachdruck mit freundlicher Genehmigung.)
Die Pleite von Quelle ist nur der letzte Beweis: Der deutsche Versandhandel befindet sich in einem absolut desolaten Zustand. Im Denken noch tief in den 70er Jahren verankert, hat er in den vergangenen fünfzehn Jahren den internationalen Anschluss vollends verloren und konnte in keinem einzigen der neuen Zukunftsmärkte Fuß fassen.
Gut zu erkennen beispielsweise am Markt für rein elektronische Handelskonzepte (Online/Mobile/TV), dem wachstumstreibenden Marktsegment schlechthin. Laut bvh-Zahlen hat dieses Segment 2008 ein Marktvolumen von 7,8 Mrd. Euro erreicht und macht inzwischen knapp 28% des gesamten Versandhandelsmarktes aus (dieser Wert wird sich unseren Schätzungen zufolge bis 2017 in etwa verdoppeln.)
Hier kommt die Primondo-Gruppe (durch HSE24 und Myby) auf einen Marktanteil von 5%, die Otto-Gruppe (durch MyToys und Jungstil) auf 1%. Neckermann ist in diesem Zukunftssegment überhaupt nicht vertreten.
Stattdessen bestimmen diesen Markt neben den internationalen Playern (Amazon, Ebay, QVC) unabhängige, börsennotierte Versender wie Delticom, Getmobile oder Zooplus sowie Elektronikversender wie Redcoon oder Notebooksbilliger und eine Fülle von Klein- und Kleinstversendern sowie Startups wie Brands4Friends, Preisbock & Co.
Noch bitterer sieht es für den deutschen Versandhandel im übrigen aus, wenn man nur zukunftsrelevante Geschäftsmodelle in Betracht zieht und sämtlche Shop- & Katalog-Konzepte, die auch online zunehmend härteren Zeiten entgegen gehen, komplett aus und vor lässt.
Die Dominanz und die angestammte Marktmacht von Otto, Quelle und Neckermann hat in Deutschland dazu geführt, dass kaum neuartige Geschäftsmodelle entstehen konnten. So finden diese inzwischen samt und sonders ihren Weg aus den USA bzw. zunehmend auch aus Frankreich zu uns.
Der Kampf des deutschen Handels- und Touristikkonzerns Arcandor hat heute ein dramatisches Ende genommen; Arcando stellt den Insolvenzantrag. Im Nachgang zum Mutterkonzern beantragen auch Quelle, Primondo und Karstadt Gläubigerschutz wie es in der heutigen Presseerklärung heisst.
In der Schweiz ist der Name Arcandor dem Publikum weniger bekannt – bekannt sind jedoch seine Tochtergesellschaften und Handelsmarken wie Thomas Cook, Quelle, Karstadt u.a. Bis jetzt sind Thomas Cook, einige Spezialversender von Primondo und der Homeshopping-Sender HSE24 nicht betroffen.
In wie weit auch die Ableger in der Schweiz betroffen sind, ist zum heutigen Zeitpunkt noch nicht bekannt. Die Verantwortlichen versichern, dass sich für die Kunden vorerst nichts ändert. Sämtliche Bestellungen würden ausgeführt und auch das Rückgaberecht habe unverändet Bestand, so die NZZ heute. Für die Kunden soll sich vorerst also nichts ändern.
Was bedeutet Insolvenz? Zitat NZZ: “Eine Insolvenz muss nicht das Ende für den Konzern und die Arbeitsplätze bedeuten. Ein Insolvenzverwalter kann etwa Verträge mit Lieferanten schneller und einfacher kündigen, um günstigere Vereinbarungen zu erreichen. Entlastung bringt auch das Insolvenzgeld: nicht das Unternehmen, sondern der Bund zahlt die Löhne und Gehälter – bis zu einer Laufzeit von drei Monaten. Arcandor könnte sich durch einen Insolvenzplan von seinen Verbindlichkeiten befreien.“
Der im Kanton Zug domiziliete Metrokonzern meldete bereits Interesse an 60 Karstadt-Warenhäusern an. Die restlichen Filialen könnten an Ketten wie Media-Markt oder Saturn gehen.
Auswirkungen auf den E-Commerce
Vor allem die klassischen Versandhändler bekunden schon länger grosse Mühe mit den neuen Onlinevertriebskanälen und sind nur erschwert in der Lage, sich den dramatisch veränderten Bedingungen zu stellen.
Wie Exciting-Commerce kürzlich berichtete, beschreibe die FAZ die aussichtslose Lage des deutschen Versandhandels exemplarisch, der sich zunehmend in einer Zwickmühle befindet (“Amazon und Ebay bestimmen die Regeln im deutschen Versandhandel”):
“Zwar steht Quelle nach dem PWC-Gutachten im Internet-Versand auf Platz drei in Deutschland, noch vor Otto und Neckermann, die nur noch zu 49 Prozent zu Primondo gehört. Doch die eigentlichen Internetanbieter Amazon und Ebay bestimmen angesichts ihrer Dominanz mittlerweile die Regeln im Versandgeschäft.
Damit nicht genug: Immer mehr stationäre Einzelhandelsketten vertreiben ihre Produkte zunehmend online. Dazu gehört der Weltbild-Verlag ebenso wie Tchibo oder Esprit. Primondo, insbesondere Quelle, gerät an vielen Stellen zwischen die Fronten. Denn es fällt dem Unternehmen wie Karstadt schwer, sich klar zu profilieren; vor allem in den gesättigten Märkten Deutschland, Österreich und Schweiz.”
Weiterhin starkes Wachstum im Schweizer Online- und Distanzhandel. Zu den Gewinnern gehörden diejenigen Versandhändler, die dem Online-Handel eine hohe Priorität zukommen lassen. Textilien sind nach wie vor vorne, jedoch haben Produkte des täglichen Bedarfs wie z.B. Lebensmittel die höchsten Zuwachsraten verzeichnet.
Der Verband des Schweizerischen Versandhandels VSV hat zusammen mit der GfK erstmals eine Gesamtmarkterhebung für den Online- und Distanzhandel in der Schweiz durchgeführt:
Im Jahre 2008 wurden über Internet oder Kataloge für 4.65 Mrd. CHF Waren an den Privatkunden (B2C) verkauft. Im Bereich Geschäftskunden (B2B) wurden rund 1 Mrd. CHF umgesetzt.
Gewinner im Jahre 2008 waren wiederum diejenigen Unternehmen, welche dem Online-Handel hohe Priorität einräumen und neue Internet-Kunden gewonnen haben. Der Online-Handel ist 2008 um 17 % gewachsen.
Online – Offline
Quelle: VSV Jahresstatistik 2002 - 2008
Die detaillierte Befragung der im VSV organisierten Distanzhandelsunternehmen zeigt, dass 41 % der Bestellungen mittlerweile online aufgegeben werden, während die anderen 59% immer noch per Telefon oder Bestellkarte erfolgen.
Gegenüber dem Vorjahr sind die Online-Bestellungen wiederum um 17 % gewachsen. Das Wachstum der Branche ist also durchwegs dem Online-Handel zu verdanken, der Katalog spielt aber immer noch eine tragende Rolle.
Entwicklung einzelner Sortimentsgruppen B2C
Stark nachgefragt werden weiterhin Textilien, Heimelektronik, Bücher und Food. Textilien machen mit rund 1 Mia CHF Umsatz immer noch den grössten Anteil im Distanzhandel aus, wobei hier 2008 nur ein geringes Wachstum zu verzeichnen war. Im
Verhältnis zum gesamten textilen Detailhandel macht der textile Versandhandel rund 9 % aus!
Sehr interessant ist, dass in der Schweiz der Bereich Food- und Genussmittel im Distanzhandel eine spezielle Rolle einnimmt. Formate wie Nespresso, LeShop oder Coop@home können Ihre Umsätze kontinuierlich steigern und machen diesen Bereich zum Gewinner des Jahres 2008.
Entwicklung B2B
Die B2B Versender konnten 2008 ein Umsatzwachstum von 4.3% realisieren und glänzen mit einem Internet-Bestellanteil von 49 %. 2009 werden somit voraussichtlich erstmals über 50 % der Bestellungen via Internet aufgegeben.
Auktionsplattformen (C2C) – hohe Transaktionsvolumen
Einen wesentlichen Anteil am Online-Handel haben mittlerweile die Auktionsplattformen von ricardo.ch und ebay. Auch wenn die privaten Auktionen weniger werden und die professionellen Anbieter diese Marktplätze immer mehr für sich beanspruchen, ist diese Form des Online-Handels nicht mehr wegzudenken.
Im Jahre 2008 wurden über Auktionsplattformen für rund 800 Mio CHF Waren verkauft. Schätzungsweise die Hälfte
dieser Transaktionen wurde von professionellen Händlern realisiert, der Rest dürfte im so genannten C2C zwischen Privatpersonen realisiert worden sein.
Ausblick und Trends
2009 dürfte der Online- und Distanzhandel Wachstum verzeichnen können, welches über demjenigen des stationären Handels liegt. Die steigende Preissensitivität und die Transparenz des Internets werden diesen Trend stützen und den Kunden noch mehr ins Internet führen.
Ebenso erwartet der VSV, dass weitere Unternehmen aus dem stationären den Schritt in den Online-Handel aber auch das Kataloggeschäft wagen müssen. C&A, H&M aber auch Media Markt haben diese Schritte andernorts bereits vollzogen, der Schweizer Kunde darf gespannt sein, welche Schweizer Anbieter diesen Schritt auch wagen
werden.
Mulit-Channel Anbieter werden die Gewinner der nächsten Jahre sein. Im Weiteren dürften immer mehr hochspezialisierte Shops mit kleinem aber ausgewähltem Angebot entstehen. Das Internet demokratisiert den Handel – jedermann ist heute ein Händler. Ebay und ricardo sind günstige Einstiegsportale um den Traum des eigenen Handelsunternehmens zu realisieren.
Immer wichtiger werden für den Online-Anbieter die Markenbekanntheit und das Kundenvertrauen. Nur wer bekannt ist, gut bewertet wird und über ein seriöses Geschäftsmodell verfügt, wird überleben. Die Internet-Generation sortiert und selektiert schnell und demokratisch.
Nach England gilt die Schweiz als zweitentwickelster Online-Lebensmittelmarkt der Welt. Pro Kopf wurden hierzulande im vergangenen Jahr EUR 15.- für Lebensmittel online ausgegeben – in England waren dies gar EUR 54.-. Danach nehmen die Ausgaben aber rapide ab. Die Niederlande verzeichneten noch eine Pro-Kopf-Ausgabe von EUR 7.-, Spanien und Frankreich je EUR 5.- und die USA EUR 2.-
coop@home auf dem iPhone
Nun gehen wir einen Schritt weiter. Diese Woche veröffentlichte Coop die iPhone Applikation für ihren virtuellen Lebensmittel-Laden. Ab sofort steht coop@home auch mobil zur Verfügung und der Onlinekauf von Obst & Gemüse, Tiefkühlkost, Wein aber auch Blumen und Geschenken ist unterwegs via iPhone möglich.
Gemäss Medienmitteilung können mit der neuen Applikation rund 12′000 Produkte des täglichen Bedarfs nun auch in der mobilen Coop-Filiale bestellt werden.
Die Umsetzung ist nicht schlecht gelungen. Das Navigieren geht zwar schnell, ist jedoch teilweise über mehrere Hierachie-Ebenen herunter bis zum Produkt etwas langwierig. Bei dieser Sortimentsgrösse und dem grössenmässig limitierten Interface jedoch kaum anders lösbar.
Das Login ist das selbe wie im Webshop; es stehen damit auch die selben Einkaufslisten mobil zur Verfügung. Die Produktsuche zeigt die gleichen Schwächen wie der Webshop, so werden u.a. keine Schreibfehler korrigiert etc.
Produktübersicht und Click für den Warenkorb
Das Füllen des Warenkorbes geht sehr einfach und folgt der bereits aus dem Appstore bekannten Usability mit Klick auf den Preis und nachfolgendem Klick zur Übernahme in den Warenkorb (resp. zur Installation der App im Store). Die Detailseite zu den einzelnen Produkten zeigt umfangreiche Informationen zum Artikel.
Den Lebensmittel-Laden für die Westentasche gibt’s zum kostenlosen Download für iPhone und iPod-Touch im iTunes Appstore.