August 2009
Monats-Archiv
E-Business&E-Commerce
28 Aug 2009 09:30 am
ERP-Systeme – das Getriebe im E-Commerce
Sie gehen oft vergessen, wenn heute über neue E-Commerce-Trends und -Geschäftsmodelle geschrieben wird. Die Systeme, die das gesamte Fulfillment orchestrieren. In der Regel sind das Anwendungen, die zur Gattung der ERP-Systeme zählen, die sog. Enterprise Resouce Planning Applikationen.
Während die Shop-Systeme die Produkte ins rechte Licht rücken, für die optimale Indexierung in den Suchmaschinen sorgen und auch selber ein ausgeklügeltes Sucherlebnis bieten, die Kommunikation mit und v.a. auch zwischen den Usern ermöglichen und Checkout-Optionen und Zahlungsmethoden anbieten, die von den Benutzern bedienbar und akzeptiert sind, sorgen die Umsysteme für die effiziente Abwicklung der Aufträge.
Erst ERP-Anwendungen ermöglichen den betriebswirtschaftlichen Erfolg im Onlinevertrieb. Unabhängig, ob Pure-Internet-Player oder Multi-Channel-Anbieter, Produktsortimente müssen gepflegt, Lieferanten und Lager bewirtschaftet und v.a. Aufträge und Debitoren angelegt werden. “Kommerz” entsteht v.a. auch erst dort, wo Umsätze erzielt werden, was die Organisation der Zahlungsströme voraussetzt. Debitoren-Kontrolle, Forderungsmanagement, Mahnwesen und die Koordination der Gutschriften aus den unterschiedlichen Zahlungsmethoden wie Rechnungen, Kreditkarte, Nachnahme oder Drittsysteme wie Paypal und vieles mehr.
Wie man “aus Fremden Freunde macht und wie Freunde zu treuen Kunden werden” hat Seth Godin in seinem Standardwerk beschrieben. Aus Kunden werden aber erst Stammkunden, wenn das Fulfillment stimmt. Kein Käufer wird jemals wieder in einem Shop einkaufen, wenn die Lieferung falsch ist oder gar verschleppt wird, die Zusammenarbeit mit dem Logistikpartner nicht klappt, die Belege irritieren, die Rechnungen nicht korrekt sind oder gar irrtümlich gemahnt werden.
Die Kundenloyalität nachhaltig beeinflussen auch die After-Sales-Services wie z.B. der Umgang mit Retouren und Reparaturen. Es muss nicht weiter erwähnt werden, dass die Wirtschaftlichkeit von Onlineanbietern unmittelbar von der Effizienz der nachgelagerten Prozesse abhängig ist.
Wenn also von erfolgreichen E-Commerce Playern die Rede ist, dann sind nicht nur die (für die Zielgruppe sichtbaren) Shopsysteme alleinig dafür verantwortlich. Einen sehr grossen Anteil am kommerziellen Erfolg haben v.a. auch die ERP-Systeme, die für die effiziente Abwicklung der Aufträge besorgt sind.
Doch welche ERP-Systeme eigenen sich besonders gut für den Onlinevertrieb? E-Commerce ist eine vielschichtige Disziplin – auch aus diesem Grunde organisiere ich erstmals im Rahmen der grössten ERP- und Business-Software-Messe topsoft einen eigenen E-Commerce Track mit vier spannenden Referaten.
E-Commerce Track an der topsoft in Winterthur, Donnerstagmorgen 24. September 2009 – Messe-Eintritt und Referate sind übrigens kostenlos!
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E-Business&E-Commerce
27 Aug 2009 09:00 pm
Alle Studien zu E-Commerce auf einen Blick
Die Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) veröffentlichte in diesen Tagen in Zusammenarbeit mit dem Payment-Service Provider Datatrans eine Übersicht über die aktuellen Studien zum Thema E-Commerce.
Dabei werden die Studien einerseits nach einem einheitlichen Raster kurz beschrieben, anderseits in folgende 3 Rubriken eingeteilt:
- Studien, die primär den Schweizer B2C E-Commerce unter die Lupe nehmen
- Studien, die europa- oder weltweit ausgerichtet sind und Ergebnisse für die Schweiz explizit ausweisen
- Eine Auswahl an grösseren Studien, die keine Daten speziell für die Schweiz ausweisen, jedoch inhaltlich auch auf die Schweiz angewandt werden können, wie z.B. Trendstudien u.a.
Diese hervorragende Übersicht wird nach Angaben der FHNW laufend nachgeführt und steht als online Nachschlagewerk zur Verfügung. Anderseits kann sie auch als PDF-Dokument bezogen werden.
Die derzeit aktuelle Übersicht zum kurz nachschlagen:
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25 Aug 2009 12:00 pm
Multichannel auch bei Bewertungen
Die aktuelle Ausgabe der Internet World Business informiert über eine sehr spannende Entwicklung in den USA; der intelligenten Verknüpfung von Offine-Einkaufserlebnis im stationären Handel mit Online-Bewertung und -Loyalität.

Kassenbon von Borders mit Einladung zur Online-Servicebewertung.
US-amerikanische Retailketten nutzen vermehrt die Kassenbons zur Kundenbinung. Die Bons laden die Kunden ein, das Einkaufserlebnis oder die Produkte online zu bewerten, beispielsweise bei Borders oder Macys.
Den Kunden wird für die Bewertung ein nomineller Gutschein oder Rabatt beim nächsten Einkauf offeriert – einlösbar online oder offline.
Diese Verbindung der verschiedenen Absatzkanäle ist insofern sehr intelligent, da nicht nur wichtige Kundendaten erhoben werden können, sondern die Klientel wird gleichzeitig auch auf das Online-Angebot aufmerksam gemacht. Zudem stärkt dieses Kundenbindungsprogramm die Loyalität, denn die Kunden fühlen sich ernst genommen und können sich über das Erlebnis äussern.
Zahlreiche weitere Trends sind auch an der heute startenden Suisse-EMEX Messe in Zürich zu erfahren. Ich referiere am Donnerstag 27. August zu diesem Thema auf der E-Business Experten-Bühne.
Persönlich treffen können Sie mich während der Messe (25. – 27.8.) jeweils am Nachmittag am E-Business Consulting Point in der Halle 4.
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24 Aug 2009 09:30 am
Kreditkarten-Institut betreibt Onlinemarktplatz
Mit mymarket.ch betreibt die Aduno-Gruppe einen Onlinemarktplatz für diverse Schweizer Onlineshops die damit zu einem zusätzlichen Distributionskanal kommen.
Die Aduno-Gruppe entstand 2006 durch den Zusammenschluss der Viseca Card Services AG und der Aduno SA, diese wiederum ging aus dem Acquiring-Geschäft der Cornèr Bank hervor.
Der Marktplatz ist funktional gestaltet und erlaubt ein Angebots- und Shop-übergreifendes einkaufen. Das Sortiment ist strukturiert und die verschiedenen Anbieter bleiben vorerst im Hintergrund. Wer das jeweilige Produkt anbietet, ist auf der Detailseite ersichtlich. Das Filtern der Suchresultate wird unterstützt mit Einschränkungen nach Preis oder nach dem jeweiligen Originalhändler der Ware.
Das Angebot der einzelnen Händler kann zusätzlich im “Shop in Shop” Konzept der Site besucht werden, wobei dort der Weg zurück zum gesamten Markplatz etwas unglücklich gelöst wurde; “Shop verlassen” scheint mir da nicht wirklich intuitiv genug und suggeriert, dass ich gleich die Vertriebsplattform verlasse.
Mymarket.ch bietet den Händlern verschiedene Leistungspakete an. Gemäss den Beschreibungen handelt es sich dabei nicht um integrierte Shops, d.h. das Sortiment muss hochgeladen werden und wird damit fortan dezentral und redundant gepflegt. Zudem ist davon auszugehen, dass die Bestellungen per E-Mail avisiert werden.
Clever an der Lösung ist selbstverständlich, dass damit ein händlerübergreifender Warenkorb realisiert werden kann. Es erstaunt dabei nicht, dass unter den knapp 100 registrierten Händlern auch einige prominente Namen wie Blacksocks, PCP, K55, Schuler, Rhomberg oder auch Waser Büro zu finden sind. Ich mutmasse, allesamt auch Kreditkarten-Kunden der Aduno.

mymarket.ch Händerliste ohne Händlernamen
Aduno scheint hier seinen Kreditkarten-Merchants eine zusätzliche E-Commerce Plattform zu bieten; für die einen ein idealer Einstieg in den Onlineverkauf, für die anderen eine – notabene nicht integrierte – Erweiterung ihres Absatzkanales. Auf jeden Fall ist mymarket.ch für Aduno sicher auch ein Marketing-Instrument, um Onlinehändler für Kreditkartenverträge an Aduno zu binden, denn dort gibt’s den Onlineshop gleich dazu.
“Lustig” ist denn auch die Kontaktliste der verschiedenen Händler gelöst, die leider deren Namen nicht anzeigt, so dass das ganze etwas zu einem Ratespiel oder Mail-Adressen-Entziffern wird.
Ach ja, fast übrflüssig zu sagen, dass als einziges akzeptiertes Zahlungsmittel ausschliesslich die Kreditkarte zur Verfügung steht.

mymarket.ch - Zahlungsmethoden "Credit Cards only"
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E-Business
15 Aug 2009 05:47 pm
Bald “Kiss Goodby” den Prämienvorteilen bei Online-Krankenkassen?
Die Medien pfeifen es wie Spatzen von den Dächern, uns steht ein heisser Prämienherbst bevor. Wie könnte es sein, die Rede ist von den Krankenversicherern (die sich überhaupt nicht gerne als Krankenkassen bezeichen, doch das ist ein anderes Thema).
Heute lancierte nun auch die Sanitas mit Sanitas Compact eine reine Onlinekasse wie schon früher andere Versicherungen auch. Grund dazu ist die sog. “Jagd nach guten Risiken” – also Versicherungsnehmer, die vornehmend über digitale Kanäle mit den Anbietern kommunizieren, demnach nicht alt jünger sind und damit mutmasslich weniger Gesundheitskosten verursachen.
Neu ist diese Entwicklung nicht – spannend ist sie trotzdem. Heute ziehen Argumente wie Online-Gesundheitsberatung, Web-Administration uvm. auch in dieser Branche. Genau solche Argumente, welche ich bereits vor 7 Jahren in einem pfannenfertigen Konzept inkl. klickbarem Prototypen lancierte, damals mit mässigem Erfolg. Heute zeugt nur noch Archive.org von diesem Vorhaben, das wir mit dem Label vimeca.com (virtual medi care) versahen.
Die Entwicklungen bei den Versicherern hinken der Finanzbranche leider gut und gerne ein knappes Jahrzehnt hinterher. Um die Jahrtausendwende waren es die Onlinebankings, die nicht nur den technologischen Weg ebneten sondern auch die Akzeptanz bei den Anwendern aufbauten. Heute wäre ein Bankbetrieb ohne die Online-Administration – sprich u.a. die Erfassung von Zahlungs- und Börsenaufträgen durch die Kunden selbst – nicht mehr bewältigbar.
Die Krankenversicherer stehen nun in etwa genau an der Stelle bzgl. Verlagerung von Onlineprozessen an die Kunden, wo die Banken ca. 2002 waren – diese sind mittlerweile bereits viel weiter. Sie verlangen heute (wieder) für gänzlich durch die Kunden erfasste Transaktionen überhöhte Gebühren. Dort sind die Gebührenvorteile passé – die Prämienvorteile bei den Billigkassen wird man wohl auch mittelfristig “kiss goodbye” sagen können.
(Ursprünglich publiziert im Internet-Briefing Blog)
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13 Aug 2009 04:53 pm
Schweizer Online Immobilienmarkt
Für die Fachzeitschrift Marketing + Kommunikation (M+K) publizierte ich in der aktuellen Ausgabe Nr. 08/2009 eine Übersicht über den Schweizer Online-Immobilienmarkt (PDF-Download).
Der Marktführer Homegate stellt im Anschluss an diese Publikation die Konkurrensituation (aus seiner Sicht) zur Verfügung, welche ich im Einverständnis mit Homegate gerne einer breiteren Öffentlichkeit zur Verfügung stelle:
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