Irrationalität im E-Commerce als grosse Unbekannte?
Die deutsche Web Arts AG untersucht derzeit wissenschaftlich, was im Gehirn des Konsumenten beim Online-Shopping passiert. Denn die Differenzierung im E-Commerce erfolgt zunehmend über qualitative und weiche Faktoren, beispielsweise über den Branding-Effekt oder emotionale Aktivierungen.
Aber wie ist dieser irrationale Aspekt beweisbar? Zusammen mit der Forschung wird versucht, die Wirksamkeit emotionaler Aktivierung zu belegen und die Erkenntnisse im E-Commerce zu nutzen. Denn auch Usability-Tests zeigen frappant, dass bis zu 90% der User eine Website – oder einen Onlineshop – verlassen rsp. Transaktionen abbrechen, bevor funktionale Barrieren auftreten.
Die neurologische Forschung soll zur Optimierung der Konversion im E-Commerce helfen und Antworten auf die Frage liefern, wie das Unterbewusstsein den online Kaufprozess beinflusst. Denn nach wie vor weist der Grossteil der deutschen Onlinehändler eine Konversionsrate zwischen 2 und 4% auf (in der Schweiz dürfte diese minimal höher liegen). Einige wenige Shops schwingen oben aus, wie die Studie “Konversionsraten deutscher Onlineshops” des Hightext-Verlags (2009) zeigt.
Erste Ergebnisse der neurologischen Untersuchung von Web Arts liegen als Whitepaper vor und können als PDF heruntergeladen werden.
Verwandte Beiträge:
- Konversionsraten in Onlineshops bleiben auf tiefem Niveau
- Shop-Optimierungen; Conversion-Rate, Usability und Neuromarketing – E-Commerce Trend 2010
- Der Einfluss von Produktvideos auf Konversionsraten im Onlineshop
- Die 7 Ebenen der Konversion
- Fashion, Styles und Mode – Online so beliebt wie noch nie


September 17th, 2009 at 10:56
Finde das sehr interessant, Danke für den Post. Jetzt wäre aber interessant zu wissen, wie man des vermeidet, dass nicht “90% abbrechen bevor funktionale Barrieren auftreten”. Die Zahl ist ja enorm!
September 17th, 2009 at 11:16
Ja, die Zahl ist wirklich enorm und quantitative Erhebungen führen je länger je mehr nicht mehr nur zum Ziel. Dieser neurologische Ansatz im E-Commerce ist neu und man darf gespannt sein, auf die ersten Resultate.
Dezember 28th, 2009 at 17:05
[...] Homburg beschäftigt sich intensiv mit Konversionsraten in Onlineshops und bezieht dabei auch Forschungsergebnisse aus der Neurologie mit [...]