Fashionfriends macht derzeit Furore; einerseits wird diese Woche ein stationäres Outlet in Luzern eröffnet, anderseits weist der Clubshopping-Anbieter heute in seinem Newsletter prominent daraufhin, dass die Kunden bitte nichts zurücksenden sollen.
Die selbe Nachricht wurde kürzlich im clubeigenen Blog verbreitet. Hat man hier evtl. die Schwierigkeiten im Verkauf von Fashion unterschätzt und sitzt auf zu viel Ware, die man nun im Outlet versucht los zu werden?
Retouren-Quoten von ca. 40% sind (leider) nicht nur im traditionellen Bekleidungs-Versandhandel üblich, sondern auch bei Online-Fashionshops. Dass dies bei niedrigen Margen einem Anbieter fast das Genick brechen kann, scheint logisch. Die Anstrengungen von fashionfriends mit den Informationen in Blog und Newsletter vermitteln fast einen etwas hilflosen Eindruck.
Wo bleibt das Interesse des Kunden? Versteht man sich bei den Schweizer Clubshops nicht mehr als Dienstleister?
Besonders ärgerlich ist, dass man Schuhe nicht mehr zurücksenden können soll. Damit agiert fashionfriends.ch ziemlich gegen den aktuellen Trend. Gerade kürzlich hat der deutsche Händler Zalando sein Rückgaberecht auf 100 Tage erhöht; der us-amerikanische Primus in Sachen Schuhe Zappos ist mit 365 Tagen - notabene einem vollen Jahr – immer noch wegweisend.
Etwas “grosszügiger”, jedoch mit 7 Tage Rückgaberecht nicht wirklich fortschrittlich, zeigt sich der der andere Schweizer Clubshop eboutic.ch aus Lausanne.
Dass auch die europäische Konkurrenz sich nicht gerne mit Retouren herumschlägt ist schon andernorts aufgefallen, zuweilen zeigt man sich auch äusserst kreativ, Waren nicht ins eigene Lager zurücknehmen zu müssen.
Eine deutliche Sprache, wie es um den Kundenservice am Beispiel des deutschen Shoppingclubs Brands4Friends steht, zeigen die über 200 Kommntare in deren Blog. Man ist fast geneigt von Service-Wüste zu sprechen.
Also, liebe Mode-Freunde bei fashionfriends.ch; wie wäre es mit einem tollen Kundenservice, etwas mehr Beratung und kundenfreundlichen Entscheidungshilfen? Dann könnte sich die Retouren-Quote auch auf ein erträgliches Niveau zurückbilden, anstatt das ganze mit Paragraphen durchsetzen zu wollen. Einfach mal im Interesse des Kunden.
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