April 2010


E-Business&E-Commerce&Mobile / Tablets 27 Apr 2010 05:08 pm

Über die Möglichkeiten welche Augmented Reality v.a. bei der Anprobe im E-Commerce bietet haben wir bereits mehrfach berichtet (Trends 2010, Produktpräsentationen 2010).

Einen anderen Ansatz wählt die iPhone App von Silhouette. Mit der Kamera ein Bild von sich aufnehmen und danach verschiedene Brillen und Ausführungen probieren – ganz einfach über den Touchscreen. Und so gehts:

    1. Bild aufnehmen oder auswählen
    2. Bild kalibrieren; linkes und rechtes Auge sowie das am besten sichtbare Ohr markieren
    3. Brillen Modell, Fassung, Tönung etc. auswählen
    4. Anprobieren
    5. Bild versenden
    6. oder kaufen

      Das Konzept ist leider nicht ganz zu Ende gedacht. Der “Buy eyeware” Button führt lediglich auf eine Händlerauswahl. Hat man sich über die Kontinenten-, die Länder- und Städteauswahl hindurch gekämpft landet man auf einem profanen Kontaktformular - ohne gesammelte Informationen. Immerhin ist der zu adressierende Händler schon ausgewählt …immerhin.

      Aber genau hier liegt doch das ganz grosse Potential solcher Anwendungen begraben! Der nahtlose Übergang von der Anprobe, dem Kaufentscheid bis zum Händler und zum Kaufabschluss. So ist das ganze nur ein Rohrkrepierer und eine Spielerei, wenn auch eine interessante.

      Und so sieht der Selbstversuch aus:


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      E-Business&E-Commerce 27 Apr 2010 08:30 am

      Als einen E-Commerce Trend 2010 identifizierten wir den Einsatz des Social-Graphen im Onlineshopping. Also den Einsatz meines persönlichen Beziehungsnetzes beim Internet-Einkauf. Wie sich das in Shopping-Anwendungen umsetzen lässt, zeigt das Beispiel des Onlineshops für Naturkosmetik hautbalance.de

      hautbalance.de - über den Social Graph macht gemeinsames Einkaufen mehr Spass.

      hautbalance.de - über den Social Graph macht gemeinsames Einkaufen mehr Spass.

      Damit bekommen Bewertungen und Kommentare einen komplett neuen Stellenwert. Anstatt mich von Beurteilungen von mir nicht bekannten anonymen Personen inspirieren zu lassen, haben die Meinungen meiner Freunde eine ganz andere Qualität.

      Der Usability-Blog berichtet wie folgt über diese neuen Funktionen bei hautbalance.de die am unteren Fensterrand jederzeit zur Verfügung stehen:

      “Hier kann man Freunde per E-Mail, Facebook, Twitter, etc. einladen und sofern man zeitgleich online ist, über ein Chatfenster kommunizieren und sich gegenseitig Produkte vorstellen bzw. sich darüber austauschen.

      Das Verknüpfen mit Freunden geht sehr einfach und das Chatfenster kann ausgeblendet werden, wenn man sich mal gerade nichts zu sagen hat. Alle der verfügbaren Funktionen finden sich stets am unteren Seitenrand. Das Konzept “ShopTogether” besticht also durch die Integration verschiedener Netzwerke, vielfältige Funktionen und einfache Bedienung. Ein Besuch lohnt sich.”


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      E-Business&E-Commerce&Mobile / Tablets 22 Apr 2010 09:39 am

      Bereits verfügen einige Schweizer Onlineshops und Preisvergleichsanbieter über eigene iPhone Applikationen und erzielen darüber bereits stolze Umsätze.

      Nachfolgend eine kurze Übersicht der aktuellen iApps. Wer weitere kennt oder zusätzliche Angaben zu Herstellern machen kann, bitte im Kommentarfeld vermerken. Ich werde die Liste gerne erweitern.

      Shop / Plattform
      Hersteller Bemerkung
      buch.ch Nicht bekannt Nach eigener Werbung sind über 5 Mio. Artikel online. Die typische iPhone Navigation erstreckt sich jedoch nur über die Top-Seller. Es scheint, als kombiniere die App die iPhone typische Navigation mit Webinhalten.

      Checkout geht über die Website.

      Comparis.ch

      Preisvergleich

      Comparis AG Bewährte Preisvergleichsfunktionen mit zusätzlichen mobile Features wie

      1. Fotosuche: Foto von CD, DVD, Game, oder Buch-Cover erkennt das Produkt und liefert Preise
      2. Barcode- und ISBN-Nummern-Eingabe liefert die Preisvergleiche
      coop@home Movento GmbH, St. Gallen 12‘000 Artikel des täglichen Bedarfs auch mobil verfügbar. Gelungene und Zweckmässige Lösung, jedoch teilw. längere Ladezeiten.

      Synchron mit der Webapplikation, gleiche Logins, Einkaufslisten etc. Checkout und Zahlung direkt in der Applikation.

      Flaschenpost.ch Realisiert auf privater Basis / Freelancer Über 8’000 Weine von über 50 Weinhandlungen aus rsp. in einer Hand. Unterteilt in Special-Kategorien wie Raritäten, Top-Seller etc. oder dann das gesamte Sortiment (wobei das Scrollen durch 8’000 Zeilen den Genuss etwas schmälert).

      Bei diesem grossen Sortiment leidet die Performance etwas und die Suche könnte Fehlertoleranter sein. Aber insgesamt guter Eindruck.

      LaRedoute.ch Nicht bekannt Produktbilder-Zoom. Benutzt zur Auswahl von Grösse oder Farbe leider nicht die von Apple gewohnten Elemente (Select-Boxen mittels Rotationslisten). Sehr unübliche Mobile-Usability bei Registrierung.
      LeShop.ch iEffects AG, Zürich 8’000 Artikel mit total 12’000 Positionierungen. Erster Shop, der Web und Mobile synchronisiert. Daher ist es nicht nur eine sehr schnelle Applikation, sondern kann auch offline genutzt werden.

      Warenkörbe lassen sich von mobile zum Web synchronisieren und dort vervollständigen. Checkout und Payment direkt in der Applikation möglich.

      Nespresso.ch Apocope SA, Paris
      Einfache Applikation für das Ordern von Kaffee-Kapseln etc. Synchron mit Webshop; alte Bestellungen können auch mobil wieder ausgelöst werden.

      Checkout und KK-Payment direkt in der Applikation.

      SBB.ch SBB Informatik mit Beteiligung von include7, Zürich Fahrplanauskunft, GEO-Daten inkl. Billettkauf und Bar-Code Zug-Tickets für das iPhone-Display. Checkout und Payment direkt in der App.
      toppreise.ch Eigenentwicklung von Schlimm & Hoermann GbR, Betreiberin von toppreise.ch Sehr performante Preisvergleichs-App mit den vom Web bekannten Features inkl. Bookmarks und Preisvergleichs-Grafiken.

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      E-Business&E-Commerce 19 Apr 2010 01:51 pm

      Dass auch Onlineshops mit Newslettern Neuigkeiten, Sonderangebote und anderes ankündigen sollen, das liegt auf der Hand. Dieses Medium ist etabliert und vor allem die bestehende Kundschaft kann damit optimal “bei Laune” gehalten werden.

      Und wie sieht es mit Neuabonnenten aus? Wer sich einfach nur für das Sortiment eines Shops interessiert und regelmässig über Neuigkeiten informiert werden möchte, der sollte sich doch auch einfach einen Newsletter abonnieren können – oder?

      Ich habe das heute bei coop@home versucht, der Nummer 2 im Schweizer Onlinelebensmittelhandel. Nach längerem Suchen, wo der Newsletter denn zu abonnieren sei, hab ich’s endlich  gefunden; gut versteckt in der Fusszeile.

      Aber weit gefehlt – es gibt kein reines Newsletter-Abonnement. Ich muss gleich ein Kundenkonto eröffnen, damit ich überhaupt “Werbung” empfangen darf. Selbstverständlich mit allen Pflichtangaben inkl. Geburtstdatum – und das notabene nur für ein Newsletter-Abonnement.

      Gastzugänge gelten als eine Best-Practice im erfolgreichen Checkout und vermindern die Abbruchrate. Was coop@home hier aber beim Newsletter-Abonnieren anstellt, ist absoluter Over-Kill.


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      E-Business&E-Commerce 16 Apr 2010 11:17 am

      Am Kongress der Internet-World habe ich am vergangenen Dienstag zum Thema “Moderne Produktpräsentationen in Onlineshops” referiert.

      Markus Bokowsky, Geschäftsführer von Bokowsky + Laymann, einer Agentur für Marketing in Computer-Mediated Environments, die seit 1996 Internet-Präsenzen und E-Business-Anwendungen für Organisationen und Unternehmen konzipiert und realisiert, hat basierend auf dieser Präsentation einen tollen Blogbeitrag verfasst.

      Wiedergabe des Blogbeitrages erfolgt mit freundlicher Genehmigung.

      Auf der soeben zu Ende gegangenen Internet World gab der Schweizer E-Commerce-Consultant und Geschäftsführer der Firma carpathia, Thomas Lang, Einblicke in die Anforderungen moderner erfolgreicher Onlineshops. Die Zeit ökonomischer, aber emotionsloser Produktdarstellung ist vorbei, so Lang: Produkte müssen auch Online inszeniert werden, Emotionalität sei gefragt. Wie kann dies erreicht werden? Lang zeigte sechs erfolgversprechende Ansätze auf, die sich natürlich nicht alle für jeden Shop eignen, für jeden aber sollte etwas dabei sein.

      Visual Search
      Menschen sind es zunehmend gewohnt, sich nicht über Kategoriebäume zum gewünschten Produkt zu hangeln, sondern auch innerhalb des Shops die Suche zu verwenden. Eine gut funktionierende interne Suche mit Features wie “Type Ahead” oder “Did you Mean” sollte daher heute selbstverständlich sein. Der nächste Schritt werden visuelle Suchen sein, so Lang, wie sie beispielsweise bei nike.com bereits zu sehen sind.

      Zoom und 3-D-Ansichten
      Beides fast so alt wie der E-Commerce selbst; dank großer Bandbreiten, schneller PCs und großer Monitore heute aber endlich vernünftig einsetzbar. Natürlich ist das haptische Erlebnis online nicht ersetzbar, dann sollte wenigstens das Visuelle so gut wie möglich umgesetzt werden. Und die Vorteile, die das Medium gegenüber dem stationären Handel bietet, wollen auch ausgespielt werden. Ein 50-Zoll-Monitor lässt sich im Onlineshop bequem mit der Maus drehen und die HDMI-Anschlüsse auf der Rückseite inspizieren. “Versuchen Sie das mal im Elektromarkt, wo er im Regal an der Wand steht”, so Lang. Scheuen sollte man sich auch nicht vor vielen Fotos und genauen Detailaufnahmen. Wenn der Kunde zoomt, dann will er auch deutlich mehr sehen als auf dem Ursprungsfoto.

      Produktkonfiguratoren
      Auch wenn 3-D-Drucker – einer der Megatrends der kommenden Jahre – für die meisten Produkte noch keine zufrieden stellende Qualität liefern, Mass Customization ist doch in vielen Branchen schon heute möglich. Die Möglichkeiten gehen da weit über die bekannten Beispiele wie T-Shirts hinaus. Nachfolgend ein Beispiel von trashic.ch.

      Videos
      Die Einbeziehung von Bewegtbild in Webauftritte zog sich wie ein roter Faden durch das Programm der diesjährigen Internet World. Es herrschte die einhellige Meinung vor, dass Video große Vorteile bringt. Im Online-Shopping-Bereich wird von einer möglichen Steigerung der Conversion Rate um bis zu 30 Prozent berichtet. Thomas Lang zeigte darüber hinaus aber noch andere Formen, Video zugunsten des eigenen Umsatzes einzusetzen. Es muss dabei nicht einmal auf der eigenen Website zu finden sein. Freakige, aber authentische Produktvorführungen auf YouTube wie z.B. von winelibrary.tv oder das bekannte “Will it Blend” von Tom Dickson sind Beispiele, wie man auch ohne großen technischen Aufwand beachtliche Reichweite erzielen kann.

      Drittsysteme
      Die Einbeziehung von Drittsystemen muss aber nicht bei Videoplattformen aufhören. Metaplattformen wie smatch.de oder Stylefruit werden an Bedeutung gewinnen. Lang ermuntert dazu, diese Angebote zu nutzen und keine Angst zu haben, die Produkte aus dem eigenen, geschützten Markenkontext zu “entlassen”. Durch Social Networks und den dadurch vermutlich zunehmenden Social Commerce wird sich der Trend zu Umsätzen außerhalb des Shops auf der eigenen Website sicherlich noch verstärken. Eine immer wichtigere Rolle wird hierbei der Social Graph spielen.

      Augmented Reality
      Begonnen hat Augmented Reality im Web, seinen Siegeszug wird es aber auf mobile Devices antreten. Gute Beispiele, wie sich Augmented Reality in Shops integrieren lässt, sind z.B. glassesdirect.co.uk. Hier lassen sich auf ein hochgeladenes Foto die verschiedenen Brillen des Shops montieren; oder aber diverse Modeshops, in denen der User als sein eigenes Supermodel fungieren kann (z.B: mvm.com). Wohin die Reise im mobilen Bereich gehen wird, zeigen Ikea oder demnächst auch die Deutsche Post mit neuen Augmented Reality Apps für iPhone & Co. Couponing ist erst der Anfang, mobile Devices werden auch im E-Commerce stark an Bedeutung gewinnen.


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      E-Business 14 Apr 2010 09:31 pm

      Am 13.4. veröffentlichten wir den Beitrag “10 einfache Tipps zur Vermeidung von Warenkorb Abbrüchen” – eine Übersetzung und Erweiterung eines lesenswerten Beitrages von Elastic Path aus den USA. Dieser Inhalt musste jedoch nachträglich nun entfernt werden. Nach Abklärungen rsp. nach der unmissverständlichen Aufforderung durch Elastic Path dürfen deren Blogpostings nur mit max. 1 Absatz wiedergegeben werden.

      Die ansonsten als innovativ geltende Elastic Path scheint hier jedoch eine mehr als eigenwillige Auslegung von Web 2.0 zu haben, wie sie jüngst nur von Verlegern alter Schule noch aufrecht erhalten wird. Irgendwie scheint man bei Elastic Path den Unterschied zwischen Sharing und Stealing nicht begriffen zu haben. Und auch nicht, dass sie mit Beiträgen wie in diesem Blog einen Mehrwert in Form einer Übersetzung sowie Anreicherung durch eigene Gedanken und zusätzliche Verweise erzielen. Der Beitrag verlinkte notabene mehrfach auf das Original zurück und sorgte dafür für potentiellen Mehrtraffic.

      Der nachfolgenden (leicht gekürzten und konsolidierten) Korrespondenz ging eine E-Mail Anfrage meinerseits an die Autorin voraus mit der Bitte um das Einverständnis (idR. eine reine Formsache), den Beitrag zu zitieren und die wichtigsten Erkenntnisse zu übersetzen. Selbstverständlich unter Nennung der Quelle und (mehrfacher) Verlinkung zum Originalbeitrag:

      I’m sorry, there seems to be a misunderstanding. You may not translate the entire post, only up to one paragraph as a quotation (maximum), with a link back to our site.Please modify this post, thanks.

      I must be firm on our policy but also explain the reason why we have it. The blog posts I write are property of my employer. I receive a salary to write for Get Elastic by Elastic Path Software.

      When another site takes what I have worked hard to create and what Elastic Path has paid me for, and reprints it, translates it or, as in the case of your posting, paraphrases my ideas, this is not fair to my employer.

      I hope you understand that I am not trying to be unreasonable, but out of respect for my employer I have made this policy as I do get many inquiries for reprint and translation and have turned them all down also, with the concession that one paragraph may be quoted, with a link back to my article as a form of Web 2.0 sharing of ideas.

      I hope this clears up my policy, that this is the stand I have to take in respect for my employer and I appreciate your willingness to comply.

      Aber als Arbeitgeber kann man sich so loyale Mitarbeiter/Innen eigentlich nur wünschen ;-)


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      E-Business&E-Commerce 13 Apr 2010 12:00 pm

      Get Elastic veröffentlichte gestern die “10 No-Brainers: How to Reduce Shopping Cart Abandonment” – eine auf den ersten Blick ganz simple Sammlung an Selbstverständlichkeiten. Erste Reaktionen waren dann auch; “was soll das – ist ja alles bekannt, wissen wir alles”.

      Ach so, dann ist ja alles klar? Aber was auf den erste Blick auf der Hand liegt wird immer noch von (zu) vielen Shops sträflich vernachlässigt.

      Nachfolgend die 10 Punkte in die deutsche Sprache übersetzt, angereichert mit einem kurzen eigenen Kommentar. Der Originalbeitrag beinhaltet weitere interessante Links zu Studien und Forschungsergebnissen.

      Nachtrag 14. April 2010
      Da Elastic Path es trotz erneuter Anfrage untersagt, Blogpostings (partiell) zu übersetzen und wiederzugeben mussten wir den Inhalt für die Leser dieses Blogs entfernen.


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      E-Business&E-Commerce 12 Apr 2010 08:30 am

      Aus der Serie E-Commerce Trends 2010:

      Die Finanzkrise hat es unweigerlich vor Augen geführt was es heisst, nur von einer Leitwährung oder einem globalen Finanzsystem abhängig zu sein. Der belgische Finanzexperte Professor Bernard A. Lietaer propagierte unlängst den Einsatz von Komplementärwährungen zur Stabilisierung der Geldmärkte. In eine ähnliche Richtung gehen auch Bestrebungen von globalen Netzwerken wie Facebook, eigene Währungen zu schaffen, die innerhalb des Netzwerkes wie auch Netzwerk übergreifend eingesetzt werden können.

      Wenn in der nahen Zukunft vermehrt kommerzielle Transaktionen in diesen Netzwerken stattfinden werden, gewinnen solche Komplementärwährungen an Bedeutung. Güter werden erworben und Services erstanden, bezahlt mit solchen Webwährungen. Diese können wiederum auf manigfaltigste Weise erworben werden – initial auch im Umtausch gegen reale Währungen.

      Damit kann auch der kommerzielle Aspekt des Onlinehandels innerhalb der Netzwerke durch komplementäre Währungen beschleunigt werden, wobei die Auswirkungen auf die staatlichen Steuersysteme heute noch ungewiss sind. Beschleunigung nicht zuletzt auch durch den internationalen Handel und den Wegfall von Währungsumrechnungen. Auch werden die klassischen Zahlungssysteme – die wir ja zumeist vom Old-Commerce geerbt haben – möglicherweise an Bedeutung verlieren.

      Gesetzlich in den USA (noch) verboten ist jedoch der Retour-Tausch von virtuellen Währungen in harte Währungen. Facebook experimentiert bereits länger mit den hauseigenen Facebook-Credits, die bis jetzt vornehmlich bei Spielen für virtuelle Währungen eingesetzt werden. Neu wird seit einigen Wochen in einer Closed-Beta Phase getestet, die Credits auch ausserhalb der Gaming-Welt einzusetzen. Wer sich Facebook-Credits kauft, wird jedoch gleich zu beginn bestraft. Auch Mark Zuckerbergs Imperium macht dabei gerne die hohle Hand und lässt sich die Services analog zu Apple mit fürstlichen 30% belohnen.

      2010 wird in diesem Bereich weitere Innovationen bringen und den Weg aufzeigen, wo hin es gehen wird mit alternativen Währungen. Diese werden die herkömmlichen Währungen nicht ersetzen sondern ergänzen und durch sozial motivierte Faktoren den Geldfluss beschleunigen. Nicht das Halten von Geld sondern das ständige Reinvestieren wird belohnt. Den Durchbruch selber werden wir wohl noch nicht so schnell sehen, aber 2010 dürfte einige entscheidende Entwicklungen in diesem Bereich bringen.


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      E-Business&E-Commerce 08 Apr 2010 10:59 pm

      Heute machte die Migros, der grösste Schweizer Detailhändler, gleich mit zwei E-Commerce Meldungen auf sich aufmerksam.

      LeShop.ch mit Rekordumsatz

      Der zum Migros Genossenschaftsbund gehörende Schweizer E-Commerce Pionier LeShop.ch vermeldete für das 1. Quartal 2010 einen Rekordumsatz. Gegenüber dem Vorjahr stieg der Quartalsumsatz um 13% auf CHF 38 Mio. Gleichzeitig stieg das Transaktionsvolumen mit Lebensmitteln um 7% auf CHF 232.70 pro Bestellung.

      Besonders erfreulich entwickelten sich die Umsätze über die im Januar lancierte iPhone Applikation. Bereits werden 3% des Umsatzes über den mobilen Zugang erwirtschaftet.

      CEO Christian Wanner in der Pressemitteilung:

      Das Einkaufen via Mobiltelefon steht kurz vor dem breiten Durchbruch. Heute steht die Technologie mit der nötigen Nutzerfreundlichkeit zur Verfügung und Smartphones sind mit bezahlbaren Abos sehr verbreitet. In drei Jahren könnten zehn Prozent aller LeShop-Bestellungen mobil erfolgen». Eine Kundenumfrage zeigt: Die mobilen Einkäufe ergänzen den grossen Wocheneinkauf, sie ersetzen ihn nicht.

      Umsatzentwicklung bei leshop.ch 1998-2010

      Umsatzentwicklung bei leshop.ch 1998-2010

      Neuer Merchandising Onlinestore

      Ebenfalls heute lancierte die Migros einen neuen Merchandising Store www.m-stars.ch. Zahlreiche Eigenmarken der Migros gehören in der Schweiz zum Alltag und geniessen eine hohe Identifikation. Viele von uns sind mit diesen Labels aufgewachsen. Nachdem Ende der 90er Jahre die Billig-Marke M-Budget zum Kult wurde, versucht man mit diesem Shop an den vergangenen Erfolg anzuknüpfen, wie persönlich gestern schrieb:

      Mit dem Startschuss von www.m-stars.ch soll nun die vergangene Erfolgsgeschichte aufgenommen werden, ohne dass allerdings die bisherige Betonung des M-Budget-Designs im Vordergrund steht. Das Grün-Orange wird durchaus noch zu finden sein, doch setzt M-STARS auf neue Sujets, die generell in der Migros-Welt zu finden sind oder waren. Bekannte Eigenmarken – wie Einmalzin oder Mirador – , als auch die Dachmarke der Migros werden in zeitgemässer und überraschender Form umgesetzt und richten sich an Jugendliche und Junggebliebene.

      Onlineshop für Migros-Fans

      Onlineshop für Migros-Fans


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      E-Business&E-Commerce 08 Apr 2010 04:07 pm

      Für den “Onlinekurs Onlineshops” der Schweizer Post habe ich Red & Antwort gestanden. Publiziert wurde das Gespräch heute “nach alter Schule” – direkt in die Inbox der knapp 20’000 Teilnehmer in diesem Kurs.post_interview


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