In der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Marketing + Kommunikation haben wir uns den beliebten C2C-Plattformen gewidmet, den Auktionsplattformen. In der Schweiz dominieren Ricado und eBay diesen Markt.
“Heute wird auf Online-Auktionsplattformen so viel gehandelt, dass der Jahresumsatz – nur schon von ricardo.ch – bereits denjenigen des Einkaufszentrums Glatt in Wallisellen bei Zürich übertrifft.”
Gemäss der Statistik der Schweizer Versandhändler in Zusammenarbeit mit der GfK beläuft sich der Umsatz der Schweizer Auktionsplattformen auf CHF 850 Mio. im vergangenen Jahr.
“Flohmärkte, Kleinanzeigen oder «Garage-Sales» haben seit der Gründung von eBay.com 1995 Konkurrenz erhalten. 15 Jahre später könnte man von einer kompletten Ablösung sprechen: Der führende Schweizer Auktionsmarkt ricardo.ch verzeichnete alleine im Mai 2010 680’000 erfolgreiche Abschlüsse, 25% mehr als im Vorjahr.”
Weitere Facts aus dem Artikel:
Rolle von PayPal bei eBay
Mobile Funktionen und die Pläne der Major-Player
Offline Tools für Power-Seller
Erweiterung von Auktions- zu Shop-Plattformen
Der ganze Artikel in der aktuellen Marketing + Kommunikation (PDF-Download)
Immer wieder bin ich erstaunt, wenn ich im E-Commerce eine Transaktion abschliesse. Die Shops sind aufwändig gemacht und für Suchmaschinen bis an ihre Grenzen optimiert, strotzen teilweise vor Emotionen und Social Commerce Funktionen, beherrschen Cross- und Upselling meisterhaft, verfügen über ausgeklügelte Produkt-Suchen und -Präsentationen und vermeiden tunlichst jegliche Hürden im Checkout-Prozess und offerieren durchwegs adäquate Zahlungsmittel.
Und dann? In der Inbox eine Bestellbestätigung, in der Regel als Text-Mail – nüchtern, emotionslos und langweilig. Aber warum? Nach dem Kauf ist vor dem Kauf!
Meine Hypothese: Die Öffnungsrate der Bestellbestätigungs E-Mail liegt um ein Vielfaches höher als diejenige jedes meisterhaft gestalteten Newsletters.
Die Bestellbestätigungs E-Mail kommt situativ im richtigen Moment, der Kunde wartet gar darauf und wird sie aufmerksam lesen. Etwas besseres kann einem E-Commerce Player ja gar nicht passieren, als auf einen hoch-affinen Mail-Empfänger zu treffen, der zudem bereits das Vertrauen des Shopbetreibers gewonnen hat.
Also, warum liebe Onlineshop-Afficionados…
…präsentiert Ihr nicht nochmals ein Sonderangebot in dieser E-Mail?
…rückt Ihr nicht erneut Eure USPs ins richtige Licht?
…lockt Ihr nicht mit einem Gutschein bald wieder in den Onlineshop?
…gestaltet Ihr diese Nachricht nicht genau so aufwändig und emotionsvoll wie Eure Newsletter oder Produktpräsentationen?
..weist Ihr nicht auf Eure tollen Social-Media Aktivitäten hin?
…integriert Ihr keine Cross- oder Upselling Möglichkeiten – eine bessere Personalisierung ist kaum möglich?
…bietet ihr nicht die Möglichkeit, die aktuelle Bestellung noch zu ergänzen bei gleichbleibenden Portokosten in den nächsten X Stunden?
…offeriert ihr nicht noch einen “Hammer-Deal” auf einem Produkt, das im Checkout aus dem Warenkorb entfernt wurde – Remarketing ist ja ohnehin auf dem Speiseplan?
Die Möglichkeiten sind fast grenzenlos und hoch-effizient – davon bin ich überzeugt. Und langweilt uns bitte nicht weiterhin mit Bestellbestätigungen so wie heute. Mehr Ideen gefällig? Wir hören gerne zu und liefern präzisen Input und auch mal unkonventionelle Ideen – Anruf oder E-Mail genügt.
Eine nicht repräsentative Zufalls-Auswahl von persönlichen Onlineshop-Bestätigungen der vergangenen Monate:
Christian Leu, besser bekannt als A-Blogger und A-TwittererLeumund, hat mich vor einigen Wochen gebeten, einen Blog-Post zu Social Commerce in der Schweiz zu verfassen. Diesem Wunsch bin ich gerne nachgekommen und es sind schnell einige Zeilen zusammen gekommen, die den Rahmen eines einzelnen Beitrages gesprengt hätten.
Wir haben uns dann entschieden, den Beitrag in eine 5-teilige Serie zu splitten, die bei ihm nachgelesen werden kann:
Die Beiträge sind als Einführung ins Thema für eine breite Leserschaft gedacht. Im Nachhinein betrachtet ist nun aufgeteilt als Serie v.a. der Beitrag über Crowd-Sourcing relativ dünn ausgefallen. Hierzu sicher bald mehr auf diesem Kanal.
Vor einigen Wochen berichtete das Wissensmagazin Galileo auf Pro7 in einem knapp 14-minütigen Beitrag, wie Amazon funktioniert. Genauer gesagt, wie es ein E-Commerce Riese wie Amazon schafft, die Logistik zu organisieren und die verschiedenen Produkte einer von Tausenden täglichen Bestellungen in einem Paket zusammenzuführen.
Endlich ist dieser Beitrag auch auf Youtube verfügbar. Ein interessanter Blick hinter die Kulissen, nicht nur für an E-Commerce Interessierte.
Die iPhone App von SI Style (App-Store Link) wartet mit Fashion News und einem Style- / Shop Finder auf. Zudem kann der Anwender in der App seinen eigenen Style pflegen, die bevorzugten Fashion-Artikel aus der SI Style sammeln und sich so sein eigenes Fashion-Profil anlegen.
SI Style iApp Shopping-Radar
Spannend (für mich zumindest) ist der Shop-Finder der Augmented Reality und Location Based Services integriert. Abhängig vom aktuellen Standort werden in der horizontalen Haltung des iPhones die nächsten Shops auf einem Radar angezeigt.
Wird das iPhone vertikal gehalten, greift die App auf die Kamera zu und blendet die aktuellsten Shops auf das aktuelle Strassenbild. Derzeit wird erst auf die Shops generell hingewiesen und in welcher Richtung / Distanz sich diese befinden. Das Potential in diesem Bereich ist natürlich ungemein grösser, wenn die stationären Geschäfte ebenfalls ihre eigenen Sonderangebote und personalisierten Coupons in die App einspielen können.
SI Style: Shopfinder an der Zürcher Bahnhofstrasse
Die App erlaubt zudem, mit den genannten Hilfsmitteln die eigene Shopping-Tour zusammenzustellen. Wie bereits erwähnt, gibt Ringier richtig Gas im mobilen Bereich. Vanilla und SI-Style haben beide grosses Potential, überschneiden sich jedoch v.a. im Store-Locator (und wohl bald auch im Couponing) Bereich.
Während die SI-App mehr auf die lokalen Stores und die Integration von Augmented Reality setzt, ergänzt Vanilla das Shopping-Vergnügen mit der mobilen Payment Anwendung. Gut möglich, dass diese Apps in naher Zukunft verschmelzen werden.
Der Schweizer Online-Lebensmittel-Pionier LeShop wächst weiter stark. Bis und mit 3. Quartal 2010 wurden Waren im Wert von CHF 110 Mio. gehandelt, was einer Zunahme gegenüber der Vorjahresperiode von 15% entspricht gem. heute veröffentlichter Pressemitteilung.
Der Anteil an Bestellungen, die über die mobile iPhone App getätigt werden, beträgt mittlerweile 5%. Im 1. Quartal waren dies noch 3%. Die App wurde seit Veröffentlichung Anfangs Jahr über 168’000 Mal heruntergeladen und zählt zu den beliebtesten Schweizer Apps in der Kategorie Lifestyle.
«Wir erwarten einen Umsatzanteil von mobilen Bestellungen von über zehn Prozent in den nächsten zwei Jahren. Unsere werktätigen Kunden schätzen das bequeme Einkaufen unterwegs, im öffentlichen Verkehr oder bei Wartezeiten.»
Christian Wanner, Geschäftsführer und Mitgründer von LeShop.ch
Der durchschnittle Einkauf online bei leshop.ch beträgt mit CHF 234.30 mehr als das siebenfache vom stationären Laden (CHF 32.-). Über ein Drittel des Umsatzes werden weiterhin mit Frischprodukten erzielt.
Warenkorb bei LeShop.ch
Im laufenden Jahr wird ein Umsatz von CHF 150 Mio. angepeilt (2009: CHF 132 Mio.). Der Neukunden-Zuwchs war leicht rückläufig. Die ersten 3 Quartale im Vergleich mit der Vorjahresperiode:
1. – 3. Quartal
2009
1. – 3. Quartal
2010
Entwicklung
09/10
Umsatz (Mio. CHF)
96 Mio.
110 Mio.
+ 14 Mio. (+15%)
Durchschnittlicher
Bestellwert (CHF)
225.50
234.30
+ 8.80 CHF (+4%)
Anzahl Neukunden
30’800
28’300
- 2’500 (-8%)
LeShop.ch Entwicklung der Verkaufszahlen 1998-2010