November 2010
Monats-Archiv
E-Business&E-Commerce
29 Nov 2010 11:00 am
Social Commerce – Handel im Wandel
Malte Polzin, CMO der Competec-Gruppe zu der u.a. Brack und DayDeal gehören, hat kürzlich an verschiedenen Veranstaltungen die Mechaniken und Möglichkeiten von Social-Commerce vorgestellt.
“Insbesondere das Thema „Online to Offline Commerce“ mit den Tools der Location based Services fand sehr interessierten Anklang. Mit dem Start von Facebook Deals auch nun ein ernstzunehmendes Thema mit entsprechenden Hebeln in der näheren Zukunft. Der Stationäre Handel würde gut daran tun, diese Chance auch zu fassen und nicht wieder einen Trend, nur weil er virtuell ist, zu verschmähen und damit eine gewaltige Chance zu verpassen.”
Danke Malte, dass wir hier Deine interessante Präsentation ebenfalls publizieren dürfen (Originalbeitrag).
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E-Business&E-Commerce
25 Nov 2010 08:15 pm
Weihnachtsgeschenke werden grösstenteils online gekauft
Die Adventszeit steht vor der Tür und das Weihnachtsgeschäft dürfte auch für die E-Commerce Betreiber hierzulande wiederum erfolgskritisch werden. Schweizer Onlinehändler vermelden allgemein eine gutes Jahr bis jetzt mit Zuwachsraten weiterhin im tiefen 2-stelligen Prozentbereich. Die kommenden Wochen werden aber zeigen, wie erfolgreich das E-Commerce Jahr 2010 wirklich war.
Auch im vergangenen Jahr kam es zu grossen Advents-Rallye, waren es 2009 noch einige neue Shops, die lanciert wurden, dürften wir in diesem Jahr die eine oder andere neue mobile Shopping App sehen.
In diesem Zusammenhang eine aktuelle Studie der Deutschen Bank. Diese befragte 1000 Internet-Nutzer über deren Gewohnheiten zum Geschenkeinkauf.
“In diesem Jahr kaufen 86 Prozent der internetaffinen Deutschen ihre Weihnachtsgeschenke online. Mehr als die Hälfte (57 Prozent) ihres gesamten Weihnachtsbudgets geben sie beim Online-Shopping aus.”
Nicht zu erstaunen vermögen die geäusserten Vorteile des Onlineshoppings, aber man liest sie immer wieder gerne:
- 46% schätzen das stressfreie und bequeme Einkaufen
- 20% sehen Vorteile im direkten Preisvergleich
- 13% erhoffen sich Schnäppchen
Mehr als die Hälfte (57%) will dieses Jahr gleich viel Geld wie im Vorjahr ausgeben, während knapp 20% das Budget reduzieren wollen. Rund ein Viertel will jedoch 2010 mehr ausgeben.
Und schliesslich gibt die Studie noch einen Blick darauf, welche Online-Einkäufe die Deutschen in diesem Jahr unter den Christbaum legen:
“Insbesondere Bücher (63 Prozent), CDs und DVDs (52 Prozent) sowie Unterhaltungselektronik (39 Prozent) werden bevorzugt per Mausklick gekauft. Vor allem Männer schenken Unterhaltungselektronik. Jeder zweite Mann, aber nur jede vierte Frau kauft diese online. Bücher stehen hingegen bei Frauen mit 70 Prozent auf der Online Shopping-Liste, bei Männern sind es 57 Prozent.”
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24 Nov 2010 03:14 pm
Schweizer Messen und die Messeplätze im Online-Check
Keine grössere Branche kommt ohne eine eigene Begegnungsmesse aus. Zwar investieren die grossen Schweizer Messeplätze in den nächsten Jahren über CHF 670 Mio., aber wie überzeugend sind die heutigen Online-Services?
In der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Marketing + Kommunikation haben wir uns die Messen und Messeplätzen bzgl. deren Online-Aktivitäten und Social-Media Aktionen genauer angeschaut. Folgende Erkenntnisse und Fragestellungen stehen im Vordergrund:
- Messeplätze in der Schweiz: offline top – online Flop
- CHF 670 Mio. Expansionskapital bis 2020 – und online?
- Wie überzeugend sind die Online-Services der Messen?
- Verschlafen die Messen die heutigen Trends?
Der ganze Artikel in der aktuellen Marketing + Kommunikation (PDF-Download)
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E-Business&E-Commerce
23 Nov 2010 11:42 am
myswisschocolate.ch geht in Sachen Mass-Customizing einen Schritt weiter
Vor einigen Monaten haben wir bereits über den Schweizer Mass-Customizing Anbieter myswisschocolate.ch berichtet, wo man sich seine ganz individuelle Schweizer Schokolade zusammen stellen kann.
Vor kurzem stellte Sven Beichler sein Verkaufskonzept am Social Media Gipfel in Zürich vor und demonstrierte, wie sein Geschäftsmodell hauptsächlich über Social-Media Kanäle wie Facebook und Twitter getrieben wird. Im Bernetblog gibt es eine hervorragende Zusammenfassung hierzu.
Nun geht das innovative Team von myswisschocolate.ch einen Schritt weiter und lässt nicht nur den Inhalt von seinen Kunden individuell konfigurieren, sondern auch die Verpackung!
Sven spricht dabei von einer Weltneuheit; erstmals könnten auch für Kleinstauflagen ab einem Stück mittels einem speziellen Druckprozess individuelle Verpackungen realisiert werden. Über einen einfachen Fotoupload im Warenkorb lässt sich die Vor- und die Rückseite der “Schoggi-Verpackung” ebenfalls mass-customizen. Leumund hat ebefalls bereits über seine Erfahrungen hiermit berichtet.

myswisschocolate.ch - Fotoupload für die Konfiguration der Verpackung.
Und so sieht das fertige Exemplar aus, dass uns zu Testzwecken kostenlos zur Verfügung gestellt wurde:

myswisschocolate.ch - individuelle Verpackung mit individuellem Inhalt
Ein weiterer innovativer Schritt eines jungen Schweizer Startups, der wohl gerade zur Weihnachtszeit im richtigen Moment kommt.
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E-Business&E-Commerce
22 Nov 2010 10:00 am
Die Relevanz von Suchmaschinen für Onlineshops
Die aktuelle W3B-Studie von Fittkau & Maaß befragte wiederum rund 103’000 deutschsprachige Internetnutzer. Laut der Internet World Business finden rund 28.2% der Nutzer über Suchmaschinen zum Onlineshop-Angebot. Das ist der zweit höchste Wert. 42.5% aller Besucher steuern den Shop direkt an aufgrund einer früheren Bestellung oder des Bekanntheitsgrades.

Zugriffsquellen zu Onlineshops gem. W3B-Umfrage von Fittkau & Maass
Das Thema Suchmaschinen muss für jeden Webshop ganz oben auf der Traktandenliste stehen. Die in der Studie ausgewiesenen 28.2% sind meines Erachtens eher tief ausgelegt. Vor allem in hoch kompetitiven Märkten mit vergleichbaren Standardgütern spielen Suchmaschinen eine eminent wichtige Rolle. Dies sowohl in der Disziplin Optimierung (SEO) wie auch der bezahlten Textanzeigen (SEM).
Die Studienresultate blenden auch aus, dass nur wer über einen starken Brand verfügt, mit einem so hohen Anteil an direkten Zugriffen rechnen kann. Und ein Brand baut sich nicht über Nacht auf, sondern ist begleitet durch verschiedene längerfristig ausgelegte Aktivitäten, unter anderem auch Suchmaschinen-Optimierung.
Nachfolgend die Zugriffsquellen eines repräsentativen Onlineshops aus der Schweiz, der die Dominanz von Suchmaschinen noch viel prägnanter zeigt. Knapp 45% der Besucher kommen über Suchmaschinen; davon mehr als die Hälfte aus den organischen Listings:

Zugriffsquellen auf repräsentativen Schweizer Onlineshop
In diesem Zusammenhang möchte ich wieder Mal auf unser “Onlineshop Performance Workshop” [PDF] Angebot hinweisen.
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E-Business&E-Commerce
20 Nov 2010 11:51 pm
boutiques.com – Des Kaisers neue Kleider?
Visuelle Suchen sind eine der spannendsten aktuellen Entwicklungen im E-Commerce. Gerne werden als Vorzeige-Beispiele Nike-ID oder Reisenthel herumgereicht. Diesen Sommer hat der Suchmaschinen-Gigant Google den auf visuelle Suchen spezialisierten Anbieter Like übernommen, nachdem man sich über mehrere Jahre hinweg immer wieder füreinander interessierte.
Nun hat Google Boutiques.com lanciert, das stark von der technischen Innovation von Like.com getrieben wurde. Was darf der Kunde da erwarten, wenn Kaiser Google eine E-Commerce Plattform für Fashion lanciert. Jochen Krisch hat es bereits auf den Punkt gebracht:
Boutiques ist sicherlich technisch brilliant, schön anzusehen und featuremäßig reich gesegnet, aber eben ohne klares Nutzerkonzept. Wer bitte soll so einer Seite verfallen?
Ich würde hier gar das “schön anzusehen” in Frage stellen. Technisch sicher einwandfrei gemacht und ein visuelles Suchvergnügen aus der funktionalen Sicht. Aber bereits die – bedingt durch das Business-Modell – bunt gemischten Produkbilder-Styles versprühen den Hauch eines emotionslosen Gemischtwarenladens:

Suchresultate bei boutiques.com - buntes Gemisch an Produktaufnahme-Typen
Zum einen versucht Google, ähnlich den Metaplattformen wie Polyvore & Co., soziale Komponenten zu integrieren. Aber niemand hat wohl nochmals auf eine proprietäre Plattform gewartet, auf der man Likes und Dislikes verteilen kann, sich gegenseitig folgen und favorisieren kann. Dieser Zug ist abgefahren, dieser Bereich wird dominiert von Facebook und Twitter. Unverständlich, dass deren Integration so vernachlässigt wurde.
Was zudem erstaunt ist, wie schlecht Suchmaschinen optimiert diese Plattform ist, wenn man sich nur mal so eine Produktdetailseite bzgl. URL, Meta-Title, CSS-Auszeichnungen von Produkt-Titel, -Informationen und mehr betrachtet. Oder zynisch bemerkt, benötigt das eine Plattform aus dem Hause Google selber gar nicht (…)?
Fazit: Boutiques.com ist nur eine etwas bunter bebilderte Meta-Suchmaschine im Fashionbereich. Google zeigt uns nicht, wie man Fashion verkaufen könnte. Google zeigt uns aber, wie man intuitiv und intelligente Produktsuchen technisch realisieren kann. Das man hierzu den Fashionbereich wählte, hat nahe liegende Gründe – war jedoch nicht zwingend.
Ähnlich wie in Hans Christian Andersens Märchen “Des Kaisers neue Kleider” muss etwas nicht unbedingt gut sein, nur weil es von Google kommt.

Visuelle Suche und auf visuellen Vergleichen basierende Stype-Empfehlungen bei boutiques.com
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Dank integriertem Kreditkartenmodul Luxemburgerli bequem via iPhone bestellen
Seit wenigen Wochen ist die iPhone App von Sprüngli verfügbar mit der man sich bequem die tägliche Ration Luxemburgerli ordern kann.

Sprüngli iPhone App
Die App ist einfach und straightforward gehalten. Es gibt nur eine Verpackungsgrösse in welcher es gilt, die 6 Reihen mit verschiedenen Luxemburgerli-Geschmackssorten zu füllen. Es wird allerdings voraugesetzt, dass der Konsument über das Sortiment Bescheid weiss; mehr als die Namen der Geschmacksrichtungen verrät die iApp nicht. Keine Hintergründe oder genaueren Produktdarstellungen und -beschreibungen.
Mit wenigen Klicks geht’s durch die Empfänger- und Absenderadressen. Hier kann jeweils auf die iPhone Kontakte zugegriffen werden. Die Kontaktkoordinaten werden in die iApp übernommen.
Spannend an der Sprüngli App ist v.a. die Zahlung. Die “Luxemburgerli App” ist der Pilot der neuen iPhone Payment Library von Datatrans, einem der drei Schweiz Payment Service Provider. Das integrierte Zahlungsmodul erlaubt die in-App Kreditkartenzahlung nach modernsten Kreditkarten- und Sicherheitsstandards ohne die Payment-App von Apple (und die horrenden Gebühren) unterstützen zu müssen.
“Die Anwendung erfüllt höchste Sicherheitsanforderungen und berücksichtigt die beiden 3D-Secure Transaktionsverfahren Verified by VISA und MasterCard SecureCode – mit entsprechenden Kommissionsvorteilen für den Online-Händler. Das Angebot an Zahlungsarten wird laufend ergänzt. Demnächst implementiert werden PostFinance Card, PayPal und weitere Zahlungsarten.”
Die Payment-Library wird Entwicklern und Publishern kostenlos von Datatrans zur Verfügung gestellt. Neben Sprüngli verwendet bereits die iApp der Europäischen Reiseversicherung sowie demnächst Starticket und weitere das neue mobile Payment-Gateway.
“Nebst zahlreichen Vorteilen für den Shop-Betreiber bietet das Modul auch Vorteile für den einzelnen iPhone-Benutzer. Jeder Prozessschritt ist mit ausgeklügelten Retry- und Roll-Back Funktionen abgesichert, so dass Fehlbuchungen auch bei schlechter Netzabdeckung vermieden werden können. Und analog zu Einkäufen über iTunes können die Informationen zum eingesetzten Zahlungsmittel vom Benutzer optional hinterlegt – und damit der Kaufprozess bei Folgebestellungen wesentlich vereinfacht werden.”

iPhone Payment-Library von Datatrans
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05 Nov 2010 10:51 pm
Wenn Onliner auch stationär werden
In der Schweiz gibt es den einen oder anderen Pure-Internet-Player der sich vom reinen Onlinegeschäft verabschiedet und auch stationär präsent wird. Die Gründe hierzu sind manigfaltig, sich an ausgewählten Standorten auch vor Ort der potentiellen Käuferschaft zu präsentieren.
- Stationäre Präsenz zur Vertrauensbildung und als Branding
- Show-Room zur Demonstration der Produkte
- Frequenzbringer und Erschliessung neuer Kundengruppen
- Strategische Positionierung gegenüber der Konkurrenz
- Produkt-Abholungen, -Rückgaben und Reparaturen ohne Logistiker
- Fundgrube, Restseller und Retouren Verkauf
- Multi-Channel-Fulfilment
Geschenkidee.ch eröffnete bereits vor ca. mehr als 5 Jahren kleinere Ladengeschäfte an Standorten in Zürich und St. Gallen welche m.W. heute nicht mehr existent sind. Digitec verfügt heute über ein Filialnetz an 5 Standorten in der Schweiz und Fashionfriends eröffnete im Frühjahr 2010 einen Outlet in Luzern.

nettoShop.ch Kundencenter Volketswil
Seit einigen Wochen verfügt nun auch nettoShop.ch über ein Kundencenter in Volketswil/ZH. Ich war heute per Zufall in der Nähe und habe mir das vor Ort angeschaut. Das Ladenlokal ist sehr modern und ansprechend eingerichtet – erinnert fast mehr an einen Apple Store als an eine Niederlassung eines Online-Discounters. Die Einrichtung selber wirkt edel und nicht gerade “extrem netto”
Herausfordernd ist sicher der Standort, der in Sichtdistanz zur Saturn-Niederlassung liegt. Aber hierzu bietet man mit der entsprechenden mutigen Aussenbeschriftung durchaus Paroli, die jedem E-Commercler das Herz höher schlagen lässt:

nettoShop.ch - besser online shoppen
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01 Nov 2010 08:30 am
In eigener Sache: Daniel Ebneter verstärkt die E-Business-Profis von Carpathia
Ab dem 1. November 2010 verstärkt Daniel Ebneter das Team der Carpathia Consulting GmbH in Zürich. Als Partner wird er sich hauptsächlich E-Business-Projekten widmen. Zusätzlich wird er als Dozent in verschiedenen Weiterbildungskursen an der FHNW und der HSLU tätig sein.
Daniel Ebneter hat an der Universität Bern Physik, Mathematik und Informatik studiert (lic. phil. nat.) und an den Fachhochschulen Bern und Fribourg das Executive MBA-Programm “Integrated Management” absolviert. Er verfügt über 15 Jahre E-Business-Erfahrung in Industrie, Handel und Medien. Seine Spezialgebiete sind integrierte Geschäftsprozesse, E-Commerce, Online Marketing und Social Media.
carpathia:e-business.competence ist seit über 10 Jahren die führende unabhängige und neutrale Unternehmensberatung für E-Business und E-Commerce der Schweiz und berät zahlreiche renommierte Schweizer Unternehmen in diesen Bereichen. Im Frühjahr 2010 hat sie die erste Schweizer Online-Shopstudie mitpubliziert (http://www.onlineshopstudie.ch).
Mehr über Daniel Ebneter:
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