Dezember 2010


E-Business&E-Commerce 31 Dez 2010 07:42 pm

Zu Beginn des sich nun zu Ende neigenden Jahres haben wir für uns die E-Commerce Trends 2010 definiert.

Hier ein kurzer Rückblick; was hat sich bewährt, was ist eingetreten und wo lagen wir so ziemlich daneben:

  1. Click & Collect / Multi-Channelling
    Wir nennen es zwischenzeitlich “Multichannel Fulfilment” um einer Verwechslung mit dem Multichannel-Marketing vorzubeugen. Vor allem bei den traditionellen Händlern, die noch über ein Verkausnetz verfügen, stand und steht die kanalübergreifende Bedienung immer noch weit oben auf der Agenda. 2010 konnte man beobachten, wie reine Onlinehändler sich auch im stationären Handel versuchten, stationäre Händler 2010 den Onlinevertrieb lancierten und wer schon in beiden Kanälen präsent war, sich auch den mobilen Kanal erschloss. Dieser Trend der ganzheitlichen Betrachtung und Pflege der Kundenbeziehung wird sich auch im neuen Jahr fortsetzen.
  2. Shop-Optimierungen; Conversion-Rate, Usability und Neuromarketing
    2010 war hoffentlich das Jahr in dem das Bewusstsein geschärft wurde, dass Shop-Optimierung kein Projekt ist, sondern ein ständiger Prozess. Das Definieren, Erheben, Analysieren und Massnahmen ableiten von KPIs in der gesamten Onlinevertriebs-Wertschöpfung ist eine zentrale Aufgabe jedes E-Commerce Managers. Aber nicht nur das; wer sich rein auf diese Kennzahlen konzentriert,wird neue Trends verpassen und Mehrwerte nicht beachten, die sich a-priori (noch) nicht rein über KPIs messen lassen (“kill the KPIs“).
  3. Augmented Reality und Location Based Services
    Einige lustige und spannende Ansätze im Bereich von Augmented Reality haben wir 2010 gesehen. Wir sind aber noch nicht über den Status der Spielerei hinausgekommen. Es scheint, als liesse sich diese – immer noch für viele – verblüffende Technologie erst sehr eingeschränkt kommerziell nutzen. Versuche unternommen haben beispielsweise die iApp von Atelier Pfister, die das Platzieren von Designermöbeln im eigenen Wohnraum ermöglicht. Auch die iPhone-Anwendung von SI-Style mit dem Shop-Finder ist vielversprechend.
  4. Shop-Suche: Suchen, Filtern, Finden, Kaufen
    Die Relevanz einer ausgeprägten und guten Shop-Suche haben die meisten E-Commerce Plattformen erkannt und teilweise auch schon umgesetzt. Funktionen wie Type-Ahead, Fehlertoleranz wie auch Facetten- und Filtersuchen sind bei den meisten Betreibern angekommen. Von den wirklich spannenden Disziplinen wie Guided-Navigation gab es auch im vergangenen Jahr ein paar gute Schweizer Beispiele wie Interhome, Alpha oder den Denner Wineshop. Bereits warten aber neue Herausforderungen auf die Shopbetreiber, denn Google erhöht mit neuen Features wie Instant, Preview oder auch die visuellen Suchen (z.B. boutiques.com) ständig die Benutzererwartung.
  5. Quo Vadis Social Commerce
    Das haben wir uns zu Beginn des 2010 auch gefragt. Wir sind der Meinung, dass Social Commerce kein Megatrend ist, sondern zu unserem ursprünglichsten Verhalten gehört. Die Herausforderung liegt darin, dieses Verhalten auf die neuen Medien- und vor allem Absatzkanäle transformieren zu können. Und das bleibt auch 2011 eine spannende Herausforderung, insbesondere im Zusammenhang mit dem nächsten Trend.
  6. Social Graph und Social Network Integrationen
    Allen voran Facebook aber auch Twitter haben einen regelrechten Siegeszug im nun zu Ende gehenden Jahr hingelegt. Im April lancierte Zuckerberg den Facebook “I Like” Button, der sich in Windeseile nebst Newssites v.a. auch in Shopping-Sites etablierte. Fortan wurden Artikel geliked, Sortimente in die Facebook-Timeline übernommen und in den Social-Media Kanälen weiter diskutiert. Klicke ich “I Like” bei einem Shopartikel, sehen das meine Freunde. Und wenn von denen auch nur wenige Prozente diesen auch mögen, verzeichnen die E-Commerce Plattformen einen unglaublichen Skalierungseffekt in der Verbreitung Ihrer Artikel in den Social Graphen – dem persönlichen Beziehungsnetz jedes einzelnen potentiellen Kunden. Der Jeans-Hersteller Levis war einer der ersten, der das Potential erkannte, und sich diese neue Funktion zu nutze machte. Weitere folgten. Fast jeder Player präsentiert seit diesem Jahr seine Produkte auch auf Facebook. Die meisten kommunizieren Sonderangebote und Schnäppchen. Andere wie der Schweizer Kontaktlinsen Spezialist Linsenmax verkauft bereits erfolgreich vollintegriert in Facebook.
  7. Videos: Präsentationen, Demonstrationen und Shoppingerlebnisse
    Dieser Trend hat sich noch nicht in dem erwarteten Masse durchgesetzt. Es gibt den einen oder anderen Shop, der mit Videos experimentiert, wie beispielsweise Weltbild Schweiz oder auch Brack, der auf Unboxing-Videos setzt. Bei den Schweizer Playern ist aber bei keinem eine echte Videostrategie zu erkennen noch hat man sich an Video-Verkaufskonzepte gewagt. Das Potential ist nach wie vor hoch, aber auch der Respekt vor den Produktionskosten.
  8. E-Commerce Currencies
    Eines der spannenden Themen auch im Jahr nach der Finanzkrise bleiben die Währungen.Facebook experimentierte bereits länger mit seiner eigenen Währung “Facebook Credits”, die bis anhin nur im Gaming-Bereich eingesetzt wird. Bereits sind die Facebook-Credits bei US-Grossverteilern in Form von Geschenkkarten physisch und stationär käuflich. Und obwohl es weiterhin von Facebook selber dementiert wird,  gehen wir davon aus, dass diese Credits früher oder später auch für den Handel von Gütern genutzt werden können. Nicht zuletzt auch, weil kürzlich Facebook verlauten liess, nun auch intensiver auf den E-Commerce setzen zu wollen und entsprechende Kampagnen für die Credits bereits früher lancierte.
  9. Groupon – Gutscheine von und für die Community
    Man ist fast geneigt zu sagen, dass 2010 als Jahr des Grouponfiebers in die Geschichte eingehen wird. Gropon entpuppte sich als das am schnellsten wachsende Unternehmen überhaupt. Unzählige Klone buhlten um die Gunst der Käufer und deren Sales-Mitarbeiter klapperten die KMUs massenweise ab auf der Suche nach dem nächsten Deal. In der Schweiz sind mittlerweile drei Plattfomen aktiv: DeinDeal startete im März, wenig später folgte CityDeal das kurz darauf von Groupon selber übernommen wurde. Und seit einigen Wochen ist auch ein Schweizer Ableger von DailyDeal aktiv. Das Groupon-Fieber gipfelte darin, dass deren Gründer vor einigen Tagen gar ein Übernahmeangebot von Google über astronomische USD 6 Mrd. ausschlugen. Groupon dürfte sich aber mittelfristig zu Tode laufen, so dass dringend neue Verkaufskonzepte gefragt sind. Gut möglich, dass sich Groupon auch hierzulande zur Händlerplattform mausert für die KMU-Anbieter. In den USA laufen bereits einige Tests.
  10. Mobile Commerce and beyond – third, fourth and fifth Screen
    Der letzte prognostizierte Trend hat dann auch so richtig eingeschlagen. Zum einen ist – im Gegensatz zu Deutschland – der Mobile Commerce in der Schweiz stark im Aufwind aufgrund anderer Rahmenbedingungen (Smartphone Dichte, Flatrate-Angebote, Anzahl Telcos, die das iPhone 3 vertreiben konnten u.a.m.). Bereits sind zahlreiche Shopping-Apps verfügbar, einige davon auch mit dem erklärten Ziel, über den mobilen Kanal auch Frequenz in den stationären Handel zu bringen. M-Commerce verzeichnet denn auch den grössten Zuwachs an Neukunden im Kanalvergleich. Noch mehr Möglichkeiten für den Distanzhandel bieten die Tablet-PCs. Das iPad hat hier an Ostern 2010 für einen regelrechten Boom gesorgt und wird den E-Commerce verändern, oder zumindest bereichern und erweitern. Tablets können neue Käuferschichten erschliessen und ermöglichen die Produkt- und Sortimentspräsentation in neuen Situationen; nicht im Arbeitszimmer am Desktop sondern gemeinsam im Wohnzimmer auf dem Sofa. Man darf behaupten, das iPad wird den E-Commerce partiell revolutionieren, wenn es weiterhin so spannende Shopping-Apps wie diejenige von Net-a-Porter zu Tage fördert.

Ab Montag 3. Januar 2011 publizieren wir in diesem Blog die Carpathia E-Commerce Trends 2011 – bis dahin wünschen wir allen Lesern einen Guten Rutsch und einen erfolgreichen Start ins neue Jahr – “es herzlichs guets Nois“.

Vorankündigung: Mobile- und E-Commerce Konferenz am 15. März 2011


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E-Business&E-Commerce 24 Dez 2010 12:50 pm

Diese Woche verkündet der Medienkonzern Ringier, dass er ein Joint-Venture mit Qualipet startet, dem Marktführer im Schweizer Zoofachhandel (76 Fachmärkte). Damit setzt Ringier seine E-Commerce Strategie fort und betritt einen äusserst lukrativen Markt, der bezüglich Onlinevertrieb in der Schweiz bis anhin eher vernachlässigt wurde.

“Ziel der beiden Unternehmen ist es, mit www.qualipet.ch die grösste digitale Plattform der Schweiz für Produkte des Tierfachhandels aufzubauen – mit Online und Mobile Shopping, Kleinanzeigen, Service, Ratgeber und einer attraktiven Community-Adresse für alle Tierfreunde.”

Ein Blick zu unseren nördlichen Nachbarn zeigt denn auch, wie erfolgreich man alles um das Haustier online vermarkten kann. In Deutschland ist dies ein Milliardenmarkt – die Schweiz ist zwar rund zehnmal kleiner – aber auch bekannt dafür, bezüglich (nicht nur) Tieren eher grosszügig im Geldausgeben zu sein.

Im aktuellen Onlineshop von Qualipet liegt einiges an Potential brach. Wie man erfolgreich im Heimtiermarkt verkaufen kann, zeigen die beiden deutschen Vorzeigebeispiele fressnapf.de und zooplus.de

Moderner Onlineverkauf im Heimtiermarkt - fressnapf.ch

Moderner Onlineverkauf im Heimtiermarkt - fressnapf.ch

Ringier bereichert mit seiner Online-Strategie die Schweizer E-Commerce Entwicklung einmal mehr und der Eintritt in diesen interessanten Markt darf als durchaus sinnvoll taxiert werden.

«Ringier baut seine Aktivitäten im Bereich e-Commerce mit diesem Joint Venture weiter aus. Qualipet ist klarer Marktführer und war von Anfang an unser Wunschpartner in diesem Segment», sagt Marc Walder, CEO Ringier Schweiz und Deutschland.


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E-Business&E-Commerce 22 Dez 2010 08:17 am

Das sich die sozialen Netzwerke vermehrt vom Kommunikations- zum Verkaufskanal wandeln, haben wir bereits prognostiziert. Nun lässt eine Meldung von Businessweek aufhorchen:

“The social network is teaming up with startups, vendors, and even giant Internet rivals to turn Facebook pages into online shopping outlets fueled by recommendations from friends who “like” to buy”.

Facebook will nach eigenen Angaben die über 500 Mio. User in Onlineshoppers wandeln. Die Voraussetzungen dazu sind hervorragend.

Die Plattform ist etabliert und geniesst Vertrauen. Das soziale Umfeld jedes potentiellen Käufers findet sich ebenfalls bereits im selben Netzwerk, was dem Social-Commerce grundsätzlich freie Bahn bereitet. Mich mit Freunden über Produkte austauschen, gegenseitig Artikel empfehlen, zu sehen, was Mitglieder meines Social-Graphen kauften usw.

“Facebook is adding e-commerce features to attract users, keep them logged-on longer, and generate higher advertising sales. The effort may turn the company into an online shopping alternative to retailers such as eBay, says Sucharita Mulpuru, an analyst at Forrester Research. “It’s not natural to go to Facebook to shop—yet,” says Mulpuru, whose firm is based in Cambridge, Mass. “But it’s not a long step.”

Zugegeben, noch sind sich User nicht gewohnt, bei Facebook einzukaufen. Aber wer hätte vor 5-10 Jahren gedacht, er würde heute Früchte oder Jeans bei Amazon kaufen – oder gar bei Google?

Bereits verkaufen einige Shops erfolgreich direkt in und über Facebook oder haben das eigene Shopsortiment ziemlich nahe eingebunden. Auch Big-Player wie eBay und Amazon verbinden ihre Plattformen mit Facebook. So zieht letzterer beispielsweise seit diesem Juli einen Teil seiner Produktempfehlungen aus dem Präferenzen, die er dem Social Graph der User entnimmt.

Verkaufen ist das eine im E-Commerce, zahlen und das Fulfilment das andere. Zumindest zur Zahlung ist Zuckerbergs Plattform mit den Facebook-Credits hervorragend aufgestellt. Und ich bin sicher, dass auch in Sachen Fulfilment man sich mittel- bis langfristig die Felle nicht davon schwimmen lässt und da Amazon Paroli bieten möchte.


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E-Business&E-Commerce 20 Dez 2010 01:26 pm

Eigentlich sind wir davon ausgegangen, dass sich die grosse E-Commerce Weihnachts-Rallye 2010 darin manifestiert, dass zahlreiche neue Onlineshops lanciert werden. Nun scheint es aber so, dass das Übernahmefest im grossen Stil verkündet wird.

Vor allem die grossen Player scheinen die verpassten Innovationen mit kräftigen Zukäufen wettmachen zu wollen. So ist die heute publiziert Übernahme nur die neuste (und wohl nicht die letzte) einiger E-Commerce Akquistionen:

Bonanza-Stimmung bei den E-Commerce Übernahmen (Bildquelle: freemooviesonline.com)

Bonanza-Stimmung bei den E-Commerce Übernahmen (Bildquelle: freemooviesonline.com)


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E-Business&E-Commerce 17 Dez 2010 10:35 am

Die Umsatzzahlen im Schweizer Handel stagnieren. Wachstum verzeichnet eigentlich nur noch der Onlinehandel und dies im attraktiven zweistelligen Prozentbereich. Wird dieser Boom anhalten und wie wird sich der E-Commerce in der Schweiz 2011 verändern?

In der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Marketing + Kommunikation haben wir das E-Commerce Jahr 2010 aus Schweizer Sicht resumiert und einen Ausblick ins kommende Jahr gewagt. Dabei stehen folgende Themen im Mittelpunkt:

  • Mobile Lösungen (Mobile-Commerce, Couponing  und Location Based Services)
  • Weiter Entwicklung des “Sofa-Commerce” oder neue Nutzungsmöglichkeiten für Table-PCs wie iPads & Co.
  • Nutzung von YouTube als attraktiven Verkaufskanal
  • Wandel von Social Media vom Kommunikations- und Verkaufskanal

Der ganze Artikel in der aktuellen Marketing + Kommunikation (PDF-Download) sowie weitere Artikel rund um das Thema Onlinevertrieb.

Wie auch 2010, werden wir in den ersten Wochen des neuen Jahres unsere E-Commerce Trends 2011 vorstellen.

http://blog.carpathia.ch/2010/01/22/e-commerce-das-sind-die-trends-2010/

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E-Business&E-Commerce 14 Dez 2010 07:00 am

Nachfolgenden Beitrag übernehmen wir in grösseren Teilen mit freundlicher Genehmigung von Jochen Krisch – Original bei Exciting Commerce

E-Commerce-Debakel kostet Media-Saturn-Chef den Posten

Das E-Commerce-Debakel des Jahres 2010 kommt von Media-Saturn. Der Elektronikhändler hat es weder geschafft, ein eigenes E-Commerce-Angebot hochzuziehen (“Online-Start auf unbestimmte Zeit verschoben”), noch, die längst überfälligen Übernahmen einzufädeln (vgl. dazu Amazon). Sondern im Gegenteil 2010 weiter Marktanteile an die Online-Konkurrenz verloren. Während die Online-Händler bvh-Schätzungen zufolge um mehr als 20% zulegten, gingen die Umsätze in den Media-Saturn-Märkten zurück.

Laut Pressemitteilung zeigte sich der Aufsichtsrat offenbar zunehmend unzufrieden mit der Umsetzung einer im Grundsatz beschlossenen Internet-Handelsplattform. Die Einrichtung stosse auf Schwierigkeiten und Widerstände, da die rechtlich selbstständigen Media-Markt- und Saturn-Geschäfte ihre Preise selbst festlegen. Den einheitliche, womöglich niedrigere Preise im Internet würden den örtlichen Märkten schaden, deshalb gibt es in den Regionen eine Ablehnungsfront.

Obwohl die Geschäfte super laufen, verlieren die Media- und Saturn-Märkte zunehmend Marktanteile an die Online-Versender:

“Media-Saturn steht international vor einem Rekordergebnis für 2010. In Deutschland sank der Umsatz zwar, der Gewinn stieg jedoch.”

Die Media-Saturn-Gruppe (PDF) betreibt in Deutschland 375 Elektromärkte, die im Schnitt 24,3 Mio. Euro Umsatz machen. In der Schweiz gibt es 20 Fachmärkte mit einem deutlich höheren durchschnittlichen Umsatz pro Standort (EUR 31.3 Mio).  Insgesamt setzt die Gruppe in der Schweiz EUR 626 Mio um (Deutschland EUR 9.1 Mrd. – alle Zahlen 2009).

Laut bvh-Prognose (vom Juli) wachsen die Umsätze der Online-Elektromärkte 2010 “um mehr als 20%” – von 1,4 Mrd. Euro (2009) auf geschätzte 1,7 Mrd. Euro. Die Umsatzprognosen von Notebooksbilliger, Redcoon und Cyberport für 2010 untermauern diesen Trend.

In der Metro-Gruppe ist das Online-Geschäft nicht nur bei Media-Saturn die Achillesferse. Passend dazu auch der Artikel in der FTD (“Metro entdeckt das Internet”)


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E-Business&E-Commerce 13 Dez 2010 11:00 am

Unsere deutschen Nachbarn werden 2010 erstmals mehr als EUR 30.3 Milliarden im Versandhandel ausgeben, so die aktuelle Hochrechnung für das Jahr 2010 vom Bundesverband des Deutschen Versandhandels (bvh). Dabei wächst der Onlineanteil überproportional:

“Ein besonderer Anstieg ist weiterhin bei den Onlineumsätzen im Internet zu verzeichnen, allein in diesem Jahr wird dort ein Umsatz von 18,3 Mrd. € erwartet. Damit erreicht der E-Commerce einen Umsatzanteil von 60,4 Prozent. Noch im Vorjahr lag der Umsatz bei 15,5Mrd. € bei einem Anteil von 53,3 Prozent. Auch die Internet-Pure-Player verzeichnen ein Plus zum Vorjahr von 15,2 Prozent und steigern ihren Umsatz von 5,19 Mrd. Euro auf 6,2 Mrd. Euro.”

Der BVH musste damit seine Hochrechnung für 2010 um EUR 400 Mio. nach oben korrigieren, ging er doch im Juli noch von einem Gesamtumsatz von EUR 29.9 Mrd aus.

Gem. der Hochrechnung des BVH zeigt sich diese Dominanz des Onlinehandels auch im aktuellen Weihnachtsgeschäft, wo rund EUR 3.6 Mrd. rein online umgesetzt werden sollen. Auch in Deutschland wird das Christkind damit mehrheitlich über´s Web einkaufen.


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E-Business&E-Commerce 12 Dez 2010 04:27 pm

Im Frühjahr 2010 durften wir die R. Nussbaum AG in Olten unterstützen bei der Konzeption der E-Commerce Strategie sowie bei der Realisierung ihres neuen Onlineshops begleiten. Sehr schnell zeigte sich, dass E-Commerce auch im B2B Umfeld ein strategischer Erfolgsfaktor ist.

Der Onlineshop verschliesst sich denn auch nicht wie manch andere B2B-Plattform sondern demonstriert die Fachkompetenz öffentlich. Lediglich die Preise sowie die individuellen Kundenkonditionen bleiben den registrierten Usern vorbehalten. Der Onlineshop wird auch als wichtige Produktinformationsquelle intern und extern genutzt und soll demnächst in diesem Bereich weiter ausgebaut werden.

Roy Nussbaum, Delegierter des VRs, sagte heute im grossen Interview mit der Zeitung Sonntag, dass die R. Nussbaum AG schneller als der Markt wächst und online im zweistelligen Prozentbereich zulegt.

Interview mit  Roy Nussbaum, Delegierter des VRs von www.nussbaum.ch in der Zeitung Sonntag vom 12-Dez-10

Interview mit Roy Nussbaum, Delegierter des VRs von www.nussbaum.ch in der Zeitung Sonntag vom 12-Dez-10


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E-Business&E-Commerce&Mobile / Tablets 08 Dez 2010 12:05 pm

Während  unsere nördlichen Nachbarn dem Mobile-Commerce noch  nicht den grossen Stellenwert beimessen, sind wir hier in der Schweiz doch einiges voraus. Nicht nur bestellen die Eidgenossen bereits seit Jahr(en) Zugbillette mobil, auch zahlreiche Onlinehändler setzen auf den mobilen Kanal.  Dieser Übersicht sind weitere Shopping Apps beizufügen, u.a. von Atelier Pfister, Distrelec, Sprüngli sowie die Mobile Lösungen von Vanilla und der Shopfinder von SI-Style.

Auch das Schweizer E-Commerce Leaderpanel zog im Rahmen des E-Commerce Reports 2010 das Fazit: “Auf höherem Leistungsniveau in eine mobile Zukunft“.

Diese Tage lancierte nun ExLibris als wohl grösster Schweizer Onlinehändler von Büchern, Musik, Filmen etc. seinen mobilen Verkaufskanal. Dabei steht nicht nur fast das gesamte Sortiment von mehreren Millionen Artikeln zur Verfügung, sondern der mobile Kanal verbindet auch den stationären Handel. Pro Artikel ist ersichtlich, ob dieser nur online oder auch in der nächsten Filiale verfügbar ist. Dabei wird die geographisch nächste Filiale inkl. aktuellem Bestand präsentiert. Die Wahlfreiheit liegt damit beim Kunden.

Online oder in der Filiale? Der Kunde entscheidet situativ.

Online oder in der Filiale? Der Kunde entscheidet situativ.

Artikel-Verfügbarkeit in allen Filialen

Artikel-Verfügbarkeit in allen Filialen in geographischer Nähe.

“Dank typeahead-sensitiver Textsuche, Fotosuche oder Barcodescanning können Artikel rasch gefunden werden und die Nutzer können jederzeit und an jedem Ort die Preis-attraktivität und Verfügbarkeit eines vorliegenden Produktes einfach und schnell vergleichen. Dank integriertem Filialfinder erfährt man sofort, wo sich die nächste Ex Libris-Filiale befindet, ob der gewünschte Artikel verfügbar ist und bekommt dank Google-Maps den Weg dahin angezeigt.”

Realisiert wurde die iApp von youngculture. Integriert sind verschiedene Module weiterer Schweizer Anbieter und Startups wie Kooaba (Cover-Fotosuche), Mirasense (Barcode-Scanner) sowie die mobile Kreditkartenlösung von Datatrans.

Artikelempfehlungen über verschiedene Kanäle.

Artikelempfehlungen über verschiedene Kanäle.

Artikel Empfehlungen erfolgen via traditionelles E-Mail wie auch Social Media Kanäle. Auf dem iPad ist die Darstellung auf den grösseren Screen leicht adaptiert. Eine eigene iPad Variante ist geplant wie auch eine Android-Version.

Ich bin gespannt, wir grosse die angestrebte Wechselwirkung sein wird und wie viele Kunden die mobile Shopping-App in den stationären Handel verbringen mag.

Interessenbindung: ExLibris ist ein Kunde von Carpathia und wir haben konzeptionell an dieser Shopping iApp mitgearbeitet.


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E-Business&E-Commerce 07 Dez 2010 09:39 am

Was unsere Volksverteter derzeit in Bern veranstalten ist ein Trauerspiel sondergleichen. Der Nationalrat hat gestern entschieden, die Buchpreisbindung auch wieder auf die Onlinehändler auszudehnen. Und – bitte sitzen! – soll dies auch für ausländische Händler gelten. Unsere Parlamentarier glauben also, sie könnten internationalen Playern wie Amazon & Co. die Preise vorschreiben und nennen das ganze auch noch liberal!

“Der Nationalrat annullierte kurzerhand die ständerätlichen Beschlüsse zugunsten eines etwas liberaleren Büchermarkts.”

Was das Volk aber meint, das eigentlich vertreten werden soll, kann man drüben bei Twitter nachlesen:

Tweets zum Thema Buchpreisbindung

Tweets zum Thema Buchpreisbindung

Die Schweizer sollen also staatlich verordnet überhöhte Preise zahlen, um kleine Buchhandlungen zu schützen – also quasi ein gesetzlicher Artenschutz? Wogegen wohl die Online-Buchhändler mit ihren mehrere Millionen Artikel umfassenden Sortimente Nachhaltigeres zur Wahrung des Kulturgutes tun.

Ja lieber Oskar Freysinger, ein Buch ist wirklich keine Raviolibüchse – aber schon Mal etwas vom Long-Tail gehört? Nein, damit meine ich nicht Ihre Frisur, sondern das Standardwerk von Chris Anderson. Melden Sie sich, ich schenke es Ihnen gerne! Aber beeilen Sie sich bitte, ich mag es nicht zu überteuerten Preisen online kaufen.


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