Februar 2011
Monats-Archiv
E-Business
28 Feb 2011 09:47 am
Meetings, Incentives, Conferencing, Exhibitions – MICE-Veranstaltungen im Onlinecheck
Events und Veranstaltungen planen, Infos und Lokalitäten suchen: Wer Meetings, Incentives, Conferencing, Exhibitions oder kurz MICE-Veranstaltungen organisiert, findet im Web zahlreiche Tools dazu. Wir haben überprüft, welche Lösungen es aktuell gibt und wie überzeugend diese sind.
In der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Marketing + Kommunikation haben wir verschiedene Services und Tools genauer angeschaut und informieren zu folgenden Themen:
- Mit MICE-Buchungsplattformen Kosten sparen wie beispielsweise www.celebration-finder.ch oder www.eventlokale.ch
- MICE-Events weltweit organisieren
- 3D-Online-Meeting-Planer
- Überblick der grössten Kongressplätze der Schweiz
- Messeplätze in der Schweiz: offline top – online Flop
Der ganze Artikel in der aktuellen Marketing + Kommunikation (PDF-Download) sowie weitere Artikel rund um das Thema Onlinevertrieb.
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E-Business&E-Commerce
27 Feb 2011 07:02 pm
Redcoon – machte sich die Braut schön für Media Markt?
Über die bis heute eher erfolglos verlaufenen Bemühungen von Media Markt im online Geschäft Fuss zu fassen, wurde ja schon des öfteren berichtet.
Nun soll es gemäss der heutigen FAZ doch eine neue Marke richten, die neben Media Markt und Saturn online positioniert werden soll. Niemand geringerer als die (mittlerweile minderheitsbeteiligten) Besitzerfamilien sind es leid, online ständig zu den Verlierern gezählt zu werden.
Egal, so kann es jedenfalls nicht weitergehen, haben die Media-Saturn-Eigner beschlossen: Erstmals seit Menschengedenken sinken in Deutschland, pro Quadratmeter gerechnet, die Umsätze der Elektromärkte. Über Jahre haben sie, mit teils rüden Methoden, die Konkurrenz an die Wand gedrückt, gegen die jungen Wettbewerber aus dem Netz jedoch haben sie kein Mittel.
Äusserst erfolgreich unterwegs ist Redcoon.de, der im Vorjahresvergleich bis zu 35% Umsatzwachstum vermeldet und laut FAZ täglich 2’000 Neukunden gewinnt. Das ärgerliche daran für Media Markt; beim Redcoon Gründer und Geschäftsführer Reiner Heckel handelt es sich um einen ehemaligen Media Markt Manager.
Ein internetaffiner Unternehmer soll dafür verpflichtet werden, notfalls will ihn Media-Saturn mitsamt Laden vom Markt wegkaufen. Der Preis dafür scheint zweitrangig, Hauptsache, es geht rasch. „Lieber einfach und schnell als kompliziert und vielleicht nie“, bestätigt ein Sprecher der Familie Kellerhals dementsprechende Pläne.
Nun hat sich gerade vergangene Woche redcoon.de ein Redesign für den Webshop gegönnt. Einige Stimmen auf Twitter meinten, etwas gar rot. Nun ja, rot würde ja sehr gut farblich passen.
Die Frage liegt nahe, ob Redcoon.de die neue Onlinemarke der Media Saturn Holding wird?
Kein Wunder, dass die Media-Saturn-Strategen „Redcoon“ als eines der ersten Übernahmeziele ausgemacht haben. Verhandelt wird über einen Einstieg, so ist zu hören, beschlossen ist noch nichts. Offiziell kommentiert wird sowieso nichts.
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E-Business&E-Commerce
27 Feb 2011 09:34 am
Deutscher Versandhandelsverband im Rekordrausch
Die Zahlen im deutschen Versandhandel sind vielversprechend, Online legt weiter gewaltig zu. Wer den gestrigen Beitrag noch nicht gelesen hat, für den legt der BVH nun ein euphorisches Video nach.
Ich kann mir den Vergleich jedoch nicht ganz verkneifen, dass mich die Machart des Videos etwas an unsere Messepräsentation von 2009 an der topsoft erinnert:
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E-Business&E-Commerce
26 Feb 2011 11:44 pm
Online dominiert und wächst weiter stark – die definitiven Zahlen des deutschen Versandhandels
Deutschland hat gemäss den aktuellen Zahlen des Bundesverbandes Versandhandel (BVH) über EUR 30.3 Mrd im Distanzhandel ausgegeben, wie wir bereits berichtet haben. Der Onlineanteil kletterte dabei auf 60.4%.
Kollege Jochen Krisch hat drüben bei Exciting Commerce diese Zahlen nun genauer analysiert, insbesondere die Rolle der reinen E-Commerce Konzepte mit derjenigen des Versanhandels analysiert und unter die Lupe genommen.
Nachfolgenden Beitrag übernehmen wir mit freundlicher Genehmigung von Jochen Krisch.
Anfang der Woche hat der Versandhandelsverband bvh die endgültigen Marktzahlen für 2010 herausgegeben. Inzwischen gibts auch die zugehörigen Charts mit den Einzelwerten und damit die aktualisierte Darstellung der bvh-Zahlen nach (Zukunfts-)Segmenten:

Marktentwicklung des deutschen Versandhandels - ein Szenario von Exciting Commerce
Die Gesamtumsätze für 2010 haben sich nochmals erhöht von geschätzten 29,9 Mrd. auf 30,3 Mrd. Euro, wobei die Zusatzumsätze ausschließlich den neuen Versendern zugute kamen.
Der bvh erkennt in seiner Interpretation der Zahlen “praktisch keine Verlierer”, dabei kämpfen die Katalogversender weiter um ihre Existenz. Ihr Anteil sank in nur fünf Jahren von einstmals 67% (2006) nach der Quelle-Pleite von 2009 auf nun nur noch 51%. Und darin sind die Online-Umsätze schon enthalten.
Für alle neuen Versender sind die Zahlen natürlich ein Fest. Das (gelbe) Exciting Commerce Segment ist seit letztem Jahr das umsatzstärkste Marktsegment. Die neuen Player kratzen an der 10 Mrd. Marke und treiben den Gesamtmarkt weiter nach oben.
Für 2011 rechnet der bvh mit einem Marktwachstum der Versender von 30,3 Mrd. auf 31,9 Mrd. Euro. Alleine das Online-Segment soll um 15,5% wachsen.
Anmerkung: Bei den fortgeschriebenen (grauen) Werten handelt es sich um ein Best-Case-Szenario für die Katalogversender (bzw. um ein Worst-Case-Szenario für die Onliner). Im Real-Case-Szenario gehen wir weiter davon aus, dass Otto & Co. das Geschäftsjahr 2015 nicht mehr erleben werden – und aufgrund ihrer strukturellen Defizite bis dahin ähnlich wie Quelle vom Markt verschwunden sind.
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E-Business&E-Commerce
21 Feb 2011 11:37 pm
Protexa baut aus und führt Dachmarke mywear24.ch ein
Die Protexa Online AG, mehr bekannt unter ihrem Label underwear24.ch, ist seit über 10 Jahren aktiv im Schweizer E-Commerce. Neben dem Onlineshop für Unterwäsche wird seit mehreren Jahren auch parallel dazu ein Shop für Sportbekleidung unter sportswear24.ch geführt.
Mit der Neulancierung eines weiteren Shops im Bereich Fashion (fashionwear24.ch) und der Migration auf eine neue Shopplattform wurde die Dachmarke mywear24.ch eingeführt. Alle 3 Shops sind neu unter dieser Domäne erreichbar. Damit wurde eine neue Struktur geschaffen, die den weiteren Ausbau begünstigen wird. Man darf gespannt sein, was die 3 innovativen Pioniere aus der Innerschweiz weiter planen.

mywear24.ch - neue Dachmarke von underwear24, sportswear24 und fashionwear24
Nachtrag: Weitere Domänen sind bereits reserviert.
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Social Media als Transaktions-Initiator und -Konsolidierer – E-Commerce Trend 2011
Aus der Serie: Carpathia E-Commerce Trends 2011
Es wäre vermessen zu behaupten, dass die Social Media Kanäle ähnliche Umwälzungen* im E-Commerce bringen als gerade auf politischer und v.a. demokratischer Ebene in Nordafrika. Ich bemühe den in der Tat abstrusen Vergleich nur um zu zeigen, wie verankert, verbreitet und akzeptiert diese Kanäle in der Bevölkerung sind. Aber auch wie kritisch und wie behutsam man damit umgehen muss. Gerade auch in unseren Breitengraden. Der Austausch zwischen den Benutzern, die Koordination und die Kommunikation verlagert sich auf diese sozialen Plattformen – ja es ist geradezu “normal”, sich darüber auszutauschen.
Und dieser Austausch wird auch den E-Commerce betreffen. Die potentiellen Käufer sind dort, die Interaktionen und die Vernetzung akzeptiert und etabliert. Kaufentscheide, Shopevaluationen und Produktbewertungen werden vermehrt im sozialen Umfeld stattfinden. Sie werden sich von den eigentlichen Shopplattformen entfernen. Shopbetreiber tun gut daran, sich daran zu orientieren und ihre Angebotskompetenz auch dort anzubieten, wo der Markt ist – wo das Gespräch ist.
Oder zumindest, dort Hilfestellungen anzubieten für den Kaufentscheid und die Vernetzung der Käufer zu fördern. Das heisst jedoch nicht, jede E-Commerce Plattform eröffnet einfach morgen sein Facebook-Outlet, das wäre zu kurz gegriffen. Darauf haben die Käufer nicht direkt gewartet, das führt zur befürchteten Banalisierung.
Vielmehr gilt es, die Macht den Käufern zu überlassen und ihnen Unterstützung zu bieten. Unterstützung, über Produkte zu diskutieren, Sortimente mitzubestimmen, Käufergruppierungen zu formen und vieles mehr. Die User sind nicht mit Artikeln zu bombardieren, sondern mit Ideen, mit Emotionen, mit Sehnsüchten (frei nach Antoine de Saint-Exupery).
So kann Social Media zum Transaktions-Initiator werden und nicht zur primären Transaktions-Maschine. Oder zur Konsolidierungs-Plattform wo man sich über gekaufte Artikel austauscht, diese bewertet und auch weiterempfiehlt. Hollr und Blippy sind hier zwei Ansätze, die in eine solche Richtung gehen.
Dass nun Facebook den E-Commerce fördern will, ist aus deren unternehmerischer Sicht natürlich nur nachzuvollziehen. Nicht zuletzt wegen ihrer eigenen Währung. Und dass einige bereits direkt auf Facebook verkaufen, dafür bringt man auch Verständnis auf. Aber es würde dem Grundgedanken der Social Media Plattformen widersprechen, dass dort eine komplette Kommerzialisierung stattfinden würde. So schnell wie alle Shops da wären, so schnell wären die Anwender weg. Schafft es ein Anbieter jedoch, nicht direkt zu verkaufen oder lediglich mit dedizierte Aktionen mit plattform-spezifischen Mehrwerten, so dürfte ihm ein viel grösserer Erfolg beschieden sein.
Fazit: Auf Facebook verkaufen heisst nicht, sein Sortiment in die Social-Media Kanäle zu kippen, sondern kompetent und geschickt mit den Usern zu interagieren, seine Sortiments-Kompetenz zu stärken und durch die Schaffung von Mehrwerten die Umsätze plattformübergreifend zu generieren.
*) Man darf sich den etwas weit hergeholten Vergleich ggf. dennoch erlauben, dass via Social Media Kanäle sich auch die Käufer demokratisieren und sich von den herkömmlichen Modellen verabschieden. Den Modellen, bei denen das Sortiment “von oben diktiert” wurde. Den Modellen, wie man sie vom herkömmlichen Versandhandel kennt. Den Modellen, die für einen Verkäufer-Markt stehen und die Käufer wenig bis gar nicht involvieren oder gar ignorieren. Wie wurde das kürzlich an einer Versanstaltung genannt? Genau, die “Buy or fuck-off” Shops. Halt doch etwas wie im “alten Ägypten”?
Anmerkung: Es läge mir fern, die aktuellen und dramatischen Ereignisse in Libyen, Jemen, Bahrain und anderswo sowie die damit zusammenhängenden menschlichen Tragödien zu verharmlosen. Wir verfolgen dies mit grosser Betroffenheit. Obige Hypothese stellt eine Trend-Beschreibung dar, die oft unterschätzte Macht der Social Media Kanäle und deren Einfluss auch auf den Onlinevertrieb. Es geht um den Kern der Sache, wie Social Media mobilisieren kann.
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E-Business&E-Commerce
20 Feb 2011 02:59 pm
Geballte Ladung E-Commerce im März
Der Monat März bringt eine geballte Ladung E-Commerce für Interessierte – es ist schon fast schade, dass hier die Termine nicht besser koordiniert wurden:
3. März E-Commerce Forum, Zürich
Halbtägiges Intensivseminar; wendet sich hauptsächlich an Einsteiger und KMUs. Organisiert vom Payment Service Provider Six Multipay AG.
3. März Aiciti Networking Event, Zürich
Networking Abendveranstaltung zum Thema “Social Media im E-Commerce”; wendet sich an Fachexperten aus Onlinevertrieb und Marketing / Kommunikation. Organisiert von Aiciti und Digicomp.
8. März Schweizerischer Marketingtag 2011, Luzern
Ganztätige Veranstaltung zum Thema “Wertvoll oder wertlos? Marketing für das Marketing”, u.a. mit Praxisbeispielen aus dem E-Commerce; wendet sich an Entscheidungsträger aus Marketing und Kommunikation. Organisiert von Swiss Marketing.
10. März E-Commerce Summit, Zürich*
Halbtätiges Fachseminar mit Praxisbeispielen zum Thema Multichannel; wendet sich an Shopbetreiber und IT-Verantwortliche. Organisiert von UNIC und Hybris.
15. März E-Commerce Konferenz, Zürich*
Ganztätige Konferenz mit Fachreferaten; wendet sich an Shopbetreiber und Entscheidungsträger aus Geschäftsleitung und Marketing. Organisiert vom Internet-Briefing.
Reduzierte Teilnahmegebühr für Blogleser (CHF 425.- statt 580.-): Bei der Anmeldung “Gast von Thomas Lang” vermerken
20./21. März Live Shopping Days, Berlin*
Zweitätige Konferenz rund um neue Verkaufskonzepte, disruptive Onlinevertriebsmodelle und mehr; wendet sich an Fachexperten, Investoren, Start-Ups und alle, die über neue Visionen im E-Commerce diskutieren und selbige mitgestalten wollen. Organisiert von Exciting Commerce / Exciting Future.
29. März St. Galler Internettag, Zürich*
Ganztägige Konferenz mit Vorstellung der HSG Studie Internetnutzung / Onlinehandel 2010 und hochkarätigen Podiumsgesprächen und Fachforen; wendet sich an Shopbetreiber und Entscheidungsträger aus Geschäftsleitung. Organisiert vom Gottlieb Duttweiler Lehrstuhl für Internationales Handelsmanagement an der Universität St. Gallen.
30./31. März Swiss Online Marketing, Zürich*
Zweitägige Messe zum Thema Online Marketing mit zahlreichen Social Media Praxisbeispielen aus dem E-Commerce; wendet sich an Fachexperten und Entscheidungsträger aus Marketing und Kommunikation. Organsisiert von Spring Expositions SA
*) Beteiligung rsp. Teilnahme von Carpathia Consulting GmbH
(Danke an Malte für die Inspiration)
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18 Feb 2011 02:48 pm
Online-Zahlungsausfälle bei Kreditkarten so tief wie noch nie in Deutschland
Basierend auf 8 Mio. Transaktionen hat die Deutsche Bank Tochter Card Services den E-Retail Report 2010 veröffentlicht. Laut diesem sind im vergangenen Jahr so wenig Kreditkarten-Zahlungen wie noch nie beanstandet worden. Das Zahlungsausfallrisiko beläuft sich auf 0.1725% oder anders gesagt; auf 10’000 Kreditkarten-Transaktionen werden gerade mal 17 Stück beanstandet.
Weitere Erkenntnisse des deutschen Reports, die sinngemäss für die Schweiz adaptiert werden können:
- Zwei von drei Käufen werden per Kreditkarte beglichen, Visa bleibt führende Marke
- Kreditkarte kommt am häufigsten bei Warenkorbwerten zwischen 10 und 100 Euro zum Einsatz, Maestro vergleichsweise oft bei solchen unter zehn Euro
- Anbieter haben weniger unter Zahlungsausfällen der Finanz- und Wirtschaftskrise und auch weniger unter Betrugsversuchen als andere Branchen zu leiden. Nur rund sieben von 10.000 Transaktionen platzen.
- Der Einsatz der Sicherheitstechnologie 3-D Secure senkt die allgemeine Chargeback-Quote noch weiter.
- Sicherheitstechnologie „Verified by Visa“ ist im Vergleich zum Vorjahr wirksamer als „MasterCard Secure Code“.
- Frauen weisen im Vergleich zu Männern eine geringere Chargeback-, aber höhere Erfolgsquote auf.
Hinweis: Maestro ist in der Schweiz nach wie vor als Online-Zahlungsmittel nicht verfügbar weil deren Besitzer Mastercard sich das Geschäft mit den (zu) hohen Kommissionen nicht versauen will das nicht aktiv fördert. Beliebteste Debitkarte ist die Postcard der Postfinance.

Verteilung des Zahlverhaltens nach Zahlart in allen Shops © Deutsche Card Services GmbH
Wichtige Anmerkung: Diese Ergebnisse sind vor der Tatsache zu interpretierten, dass die Deutsche Card Services als Herausgeberin des Reports selber im Kreditkarten-Geschäft tätig ist.
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Location Based Coupons und Informationen – E-Commerce Trend 2011
Aus der Serie: Carpathia E-Commerce Trends 2011
Die Smartphone Dichte in der Schweiz ist eine der höchsten in Europa, wenn nicht gleich in der Welt. Gemäss neusten Zahlen sind 787’000 iPhones in der Schweiz in Betrieb, das ist die Hälfte aller Smartphones. Kein Wunder also, ist der Mobile Commerce hierzulande schon sehr weit fortgeschritten.
Etwas anders verhält es sich hier mit den Coupons und den Location Based Informationen. Ein Grund mehr, dieses Thema nach 2010 in anderer Form zum Trend-Thema zu ernennen. Zwar hat Ringier mit Vanilla (Coupons, Loyalität und Payment) wie auch mit SI-Style (mobile Shopping-Führer) Ansätze zu den Location Based Services geliefert, aber so richtig mobil abheben konnte das noch nicht.
Anders als bei unseren nördlichen Nachbarn, wo sich mehrere mobile Coupons Anbieter tummeln und auch mit grossen Networking-Plattformen kooperieren, ist das Thema bei uns noch nicht wirklich heiss. Das Coupon-Geschäft hat mit den Groupon klonen seit vergangenem Frühjahr gerade mal so richtig Fuss gefasst. Aber mobil? Noch nicht wirklich.
Dabei wäre das Potential ungemein gross, interessierten und potentiellen Kunden abhängig von ihrem aktuellen Aufenthaltsort und möglichen Interessen massgeschneiderte Coupons und Informationen auf das Smartphone zu übermitteln. Bislang gibt es erste Versuche im spielerischen Umgang in Verbindung mit den LBS-Diensten Foursquare oder Gowalla. Goldbach Interactive hat kürzlich eine entsprechende Kampagne für Caffe Spettacolo und k Kiosk via Foursquare lanciert und schreibt dazu:
“Communities wie Foursquare sind für Marketingabteilungen deshalb attraktiv, weil sie potenzielle Kunden dort erreichen, wo diese sich gerade befinden. Foursquare kann dabei sowohl zur Kundenbindung, als auch zur Neukundengenerierung am Point-of-Sale eingesetzt werden. Für 2014 prognostizieren Analysten von Jupiter Research solchen Diensten ein Marktvolumen von 12.7 Millarden US-Dollar.”
Das ist die Marketing-Seite der Medaille – viel mehr interessiert uns die kommerzielle Seite. Hier warten wir weiter auf eidgenössische Angebote.
Welcher Anbieter springt hier auf den Zug mit lokalen Angeboten auf und verbindet sie mit mobilen Services?
Machen erste mobile Groupon-Applikationen das Rennen oder warten wir in der Schweiz auf Facebook, das mit den Facebook Deals und den Facebook Places über die beiden wichtigsten Ingredienzen für ein erfolgreiches mobiles Couponing verfügt? In Deutschland ging man vor 2 Wochen an den Start. In der Schweiz warten wir noch auf die Lancierung.
Ich hoffe, auch die Schweizer Händler sind in den Startlöchern, denn das könnte dem mobilen Couponing und den Location Based Services den lange ersehnten Schub bescheren. Und davon werden wir 2011 noch viel hören.
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11 Feb 2011 01:59 pm
Charles Vögele ernüchternd – bringt aber Street View Ansätze in den Onlineshop
Bereits vor einigen Tagen wurde angekündigt, dass der Schweizer Modehändler Charles Vögele mit einem Onlineshop starten wird. Nachdem der Start um einige Tage in einen VIP-Preview umgewandelt wurde, verkauft Charles Vögele seit dieser Woche ein limitiertes Modesortiment online.
In einem ersten Kurzreview stellen wir fest, dass vor allem auf der Startseite sehr viel Potential vergeben wird. Die Umsetzung ansonsten ist solide, jedoch nicht spektakulär und wirkt teilweise nicht fertig. Auch bei der Navigation hat man sich kaum an modernen Onlineshopping-Konzepten orientiert und setzt auf klassische Web-Navigation.

Diagonal Problem; Navigation und Artikelzoom
Auf Seiten Technik und Usability offenbaren sich noch einige Schwachstellen. Wer zum Beispiel auf der Detailseite des Artikels, der auf der Startseite präsentiert wird, die horizontale Navigation bedienen will, läuft in das von Mega-Dropdowns bekannte Diagonal-Problem. Navigations-Bedienung kommen sich mit der Zoom-Funktion in die Quere.
Hinsichtlich Suchmaschinen-Optimierung scheinen noch gar keine Massnahmen vorgenommen zu sein. Auch die Suche lässt noch zahlreiche Wünsche offen und wird wohl heutigen Benutzererwartungen so noch wenig gerecht. Fast schon ironisch die 404-Meldung, die generell auf Wartungsarbeiten verweist und offenbart, dass der Start wohl für 2010 geplant war. Es ist zu hoffen, dass hier noch einiges nachgebessert wird.
Der Checkout gefällt und hier kommt auch der Multi-Channel Fulfilment Ansatz ins Spiel – Lieferung per Post nach Hause oder Abholung in der nächsten Filiale.
Den spannendsten Ansatz bieten jedoch die Kollektionsübersichten. Wer die Kategorie Damen aufruft, wähnt sich schon fast in Streetview. Mit den aus der Google Anwendung bekannten Funktionen kann man bequem durch die Models und ihre Stylesets navigieren. Ein Ansatz von visuellem Browsing, der mir bis anhin nicht bekannt war. Ich finde diese Umsetzung sehr spannend und freue mich, wenn das noch intensiviert wird. Denn auch hier liegt noch einiges an Potential brach.

Ähnlich wie bei Streetview durch die Models navigieren.
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