Oktober 2011


E-Business&E-Commerce 31 Okt 2011 08:30 am

Wer behauptet, seine Kaufentscheide begründen auf rationalen Überlegungen, der irrt sich gewaltig. Denn 70-80% unserer Entscheidungen erfolgen unbewusst.

So Dr. Hans-Georg Häusel, Dipl. Psychologe, Hirnforscher und Vorstand der Gruppe Nymphenburg. Er referierte zum Thema “Brain Brands” am diesjährige Herbstseminar der Schweizer Versandhändler und deren Verband VSV.

Gleich zu Beginn räumte er mit der allgemeinen Annahme auf, dass wir – und unsere Kunden – meinen, wir würden alles kontrollieren. Das Gegenteil sei der Fall, denn wann und was wir kaufen, bestimmen hauptsächlich unsere Emotionen und nicht rationale Grundlagen.

Dies aus einem einfachen Grund; unser Gehirn ist darauf ausgelegt, die Denkleistung auf ein Minimum zu reduzieren, um Gewohnheiten und Routineprogrammen viel Platz zu verschaffen. Dies wurde bereits vor Tausenden von Jahren festgelegt, um das Überleben der eigenen Rasse zu ermöglichen. Und ist bis heute so geblieben.

Und dass der Mensch vom Schimpansen abstammt und nach wie vor einen Grossteil der Gene mit ihm teilt, belegte er einwandfrei an einem erheiternden Beispiel:

Keine Entscheidung erfolgt emotionslos. Für das Gehirn ist alles sinn-, wert- und bedeutunglos, was keine Emotionen auslöst. Emotionen sind denn auch ein Treiber im Verkauf, ob stationär oder online.

Und oft helfen Emotionen auch, einen Wert erst überhaupt zu generieren, eine Geschichte zu erzählen und eine Marke oder ein Produkt erst dadurch mit Emotionen zu laden (Emotional Boosting), so dass der Kunde bereit ist, fast jeden Preis dafür zu bezahlen. Als Beispiel hierzu diente Häusel Starbucks:

Auch ein Apple Computer liesse sich wohl kaum zum aktuellen Marktpreis in einer Rumpelkammer verkaufen – aber er wird zum Bestseller, weil er (auch) an hellen, hippen und durchgestylten Verkaufspunkten angeboten wird. Das Gehirn ist darauf trainiert, so wenig wie möglich zu denken, um energieeffizient arbeiten zu können. Daher entscheidet es oft vom Kontext abhängig. Und diesen Kontext gilt es, mit Emotionen zu laden.

Insbesondere im E-Commerce sehen wir uns nach wie vor der Herausforderung gegenüber, ohne direkten Kontakt mit dem Kunden virtuel Emotionen zu schaffen. Dies kann auf unterschiedlichste Arten erfolgen, muss jedoch unabdingbar mit dem Produkt, der Leistung und der Zielgruppe übereinstimmen.

Und die Zielgruppen zu kennen und wie die potentiellen Kunden “ticken”, ist eine der grössten Herausforderungen, wo vor allem auch die Erkenntnisse aus der Neurowissenschaft gute Dienste erweisen. Häusel definierte dafür das sogenannte „Limbic System“ in welchem er versucht, die komplexen Zusammenhänge und Erkenntnisse aus der Hirnforschung auf drei Säulen zu verteilen; Balance, Dominanz und Stimulanz.

Mehr dazu in unserem Beitrag in der aktuellen Marketing + Kommunikation zum Thema “Neuro-Marketing und Emotionen beflügeln den E-Commerce” – und demnächst in diesem Blog.


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E-Business&E-Commerce 29 Okt 2011 05:00 pm

René Marius Köhler, Gründer und Geschäftsführer von Fahrrad.de / Internetstores AG, vermochte bereits an der K5-Konferenz in München die Zuschauer begeistern durch seine smarte, offene Art. Der Erfolg gibt ihm Recht und seine zahlreichen Onlineshops im In- und Ausland wachsen fulminant.

Gründerszene gab er erneut ein längeres Video-Interview und erlaubte dabei Einblicke in die aktuelle Entwicklung wie auch Strategie. Zudem gibt es einen Blick hinter die Kulissen in die Lager- und Logistikprozesse.

Für uns in der Schweiz besonders interessant, wie deutsche Player den Schweizer Markt sehen und welche strategische Relevanz er für diese hat.

René Köhler meint im Video ab 13:23 dazu:

“Österreich und die Schweiz ist irgendwie so ein No-Brainer. Das kannst Du irgendwie mitnehmen weil gleiche Sprache. Auch wenn die Schweiz am Ende überhaupt kein No-Brainer ist, da die gesamte Zollthematik super komplex ist.

Aber der Schweizer dankt’s Dir, weil der liebt dich. Weil der kriegt sonst nur Sachen zu extrem hohen Preisen. Der kauft ganz gern bei Dir ein.

Ein weiterer von vielen Wakeup-Calls für Schweizer Anbieter. Da sind noch zahlreiche Markteintritte zu erwarten in allen Branchen. Die Logistiker und Zoll-Dienstleister stehen schon länger bereit und Zollschranken stellen keine Hindernisse mehr dar – grösstes Hinderniss bleibt der starke Franken, aber für die Schweizer. Die neu lancierten Shops einiger Key-Player der vergangenen Monate liefern alle direkt aus Deutschland.

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E-Business&E-Commerce 29 Okt 2011 01:34 pm

Gestern Freitag ist thelook.com offiziell gestartet. Mit der PKZ-Gruppe ist ein weiterer prominenter Schweizer Modeanbeiter online, nachdem im Frühjahr bereits Charles Vögele und früher Schild neben weiteren Anbietern mit dem Multi-Channel gestartet sind.

Laut eigenen Angaben bietet man auf der Hybris-Plattform über 2‘000 Artikel und 150 Marken. Unter dem Onlineportal thelook.com werden die zur PKZ-Gruppe gehörenden Labels PKZ, Feldpausch, Blue Dog und Burger in Sachen E-Commerce zusammen gefasst. Neben kostenlosem Versand und ebensolchen Retouren (oder in jeder Filiale der PKZ-Gruppe) gibt es 21 Tage Rückgaberecht, 100% Geld-Zurück-Garantie und den Kauf gegen Rechnung.

Der Shop wirkt aufgeräumt, jedoch hat man an Emotionen gespart. Hingegen wirkt die Produktdarstellung gelungen, XXL-Grossansichten und bei den meisten Produkten ein Video das nicht nur zeigt, wie das Produkt getragen wird, sondern auch wie es kombiniert werden kann. Die Suchfunktionen brauchen den Vergleich mit aktuellen Plattformen nicht zu scheuen und wirkt zielgerichtet umgesetzt. Passende Filter übernehmen gleich ab Navigations-Level 2.

Bei den meisten Produktdetails gibt es zusätzlich den Look mit Verweisen zu den anderen vom Model getragenen Artikeln , wobei die Funktion noch zu versteckt plaziert wird. Durchaus ein vielversprechender Versuch, die Kompetenz aus dem Fashionverkauf auch in den Onlinekanal zu bringen. Das eigentliche Cross-Selling wird dann über bekannte Recommendation-Engines am unteren Seitenrand realisiert.

Die eigentlichen Looks aber, die von Modeexperten zusammen gestellt werden, versprechen noch einiges an Potential, sind sie denn auch der Namensgeber der gesamten Plattform. Hier ist die Erwartungshaltung heutiger Nutzer höher und die einzelnen Looks sind zu wenig interaktiv umgesetzt.

Gerade der Fashionbereich setzt hier Massstäbe mit Plattformen wie Stylight und dem Heartbeath, der vor allem Frauenherzen höher schlägen lässt. Oder das Zusamenstellen von Looks wie es Plattformen wie stylefruits oder das internationale Polyvore bieten. Gerade für einen Anbieter wie die PKZ-Gruppe wäre das ein geeignetes Konzept, als Shopbetreiber von diesen Mechanismen profitieren zu können – und v.a. auch im 2.0 Zeitalter die Looks auch von den Anwendern kreieren zu lassen und damit durch die Involvierung die Vielfalt des Angebots zu zeigen.

Pure-Play oder Multi-Channel? Das Bonmot von Jochen Krisch:Wer wachsen will, macht Pure Play, wer nicht verlieren will, Multi-Channel“  wird gerne herumgeboten. Jedoch wäre es vermessen zu raten, ein etablierter stationärer Anbieter wie die PKZ-Gruppe solle auf Pure-Play setzen und das stationäre Geschäft aufgeben. Wie viel Macht aber Pure-Play hat und wie es bereits in den vergangenen 2 Wochen den Schweizer Markt überrollt hat, zeigt der Markteinsteig von Zalando Mitte des Monats. Der wie man hört, doch schon bei dem einen oder anderen Fashionanbieter empfindlich zu spüren war.

Disclaimer: Carpathia war Beta-User der Plattform und unterzog diese in der letzten Umsetzungsphase einem Experten-Review. Zudem wurde eine entsprechende Empfehlung abgegeben, die in den Grundsätzen nicht weit von diesem Bericht abweicht.


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E-Business&E-Commerce 28 Okt 2011 01:22 pm

Der günstige Euro-Kurs fordert Tribut  – so das Fazit einer Kurzumfrage bei den Teilnehmern des E-Commerce Leader Panels im Oktober 2011.

E-Commerce Leader Panel Schweizer UmfrageDieses Panel von 23 Schweizer E-Commerce Anbietern ist von der Fachhochschule Nordwestschweiz ausgewählt worden und veröffentlicht jährlich einen E-Commerce-Report – die jüngste Ausgabe des Reports stammt vom Frühling 2011.

Gemäss der Kurzumfrage suchen die Schweizer Konsumenten gezielt nach günstigeren Einkaufsmöglichkeiten im Ausland, trotz erhöhten Anstrengungen wie kürzliche Wechselkurs-Anpassungen bei den Schweizer Onlineshops. Jeder der befragten Shopbetreiber bejaht den Einfluss des stark gefallenen Euro-Kurses. Der gefühlte Einfluss auf die Kundschaft variiert aber stark, die Mehrheit schätzt ihn zwischen 10 – 40% ein:

Vor allem bei internationalen Anbietern wurde beobachtet, dass Schweizer Kunden versuchen beim ausländischen Angebot desselben Anbieters in Euro einzukaufen. Sie zeigen somit, dass sie sich vom Schweizer Angebot ungerecht behandelt fühlen – damit haben z.B. auch Firmen wie Jura, Nike und Adidas zu tun, die im Visier der Weko sind. Zu kämpfen hat insbesondere die Reisebranche, da ausländische Unternehmen keine Hürden wie Zollkosten und Porto einkalkulieren müssen.

Umfrage E-Commerce Leader Panel SchweizerDennoch sehen fünf Mitglieder des Leader-Panels den Euro-Kurs als interessante Chance und beurteilen die Lage positiv. Als Gründe sehen sie vor allem den E-Commerce per se, wegen der höheren Flexibilität bei der Preisgestaltung und der entsprechenden Produkt-Bewerbung. Dies erfordert aber schnellere Wechselkurs-Anpassungen, wodurch 12 von 22 Befragten sogar in Betracht ziehen, ihre Waren vermehrt im Ausland zu beschaffen – nicht nur diejenigen, die von der Frankenstärke negativ betroffen sind.

Acht hingegen sehen sich eher im Nachteil, da sie trotz schnellern Preisanpassungen mit den tiefen ausländischen Preisen nicht Paroli bieten können.

Dank der Kursberuhigung der Nationalbank wird sich das Preis-Niveau mit der Zeit sicherlich etwas einpendeln. Die betroffenen Anbieter hoffen jetzt natürlich aufs Weihnachtsgeschäft, um die Verluste wieder wettzumachen. Schwierige Zeiten haben auch ihre Vorteile, muss man sich doch wieder vor allem qualitativ um seine Kunden kümmern und das Niveau insgesamt erhöhen.

Nachtrag: Nicht alle Branchen sind jedoch davon gleichermassen betroffen, vgl. hierzu auch unser Interview mit Radio DRS vom August dieses Jahres.

Der Quick-Poll als PDF-Download.

(via mpolzin.com)


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E-Business&E-Commerce 24 Okt 2011 11:47 pm

Heute abend wurde der Onlineshop von Freitag neu gelaunched und damit ein neues Zeitalter im online Vertrieb der beliebten Taschen eingeläutet. Der alte Shop hatte einige Jahre auf dem Buckel und war in Flash-Technologie umgesetzt – nicht nur aufgrund der iOS-Geräte nicht mehr zeitgemäss. Der neue Shop soll nun auf Hybris basieren, analog dem bereits im vergangenen Jahr lancierten Shop für die Reference-Kollektion basiert erneut auf Hybris, nachdem im vergangenen Jahr die Reference-Kollektion auf Magento lanciert wurde. Diese wurde nun ebenfalls auf die Hybris-Plattform integriert.

Der Freitag-Shop war seit jeher eine Herausforderung für sich selbst, denn die aus alten LKW-Blachen gefertigten Taschen waren alles Unikate – jeder Artikel musste einzeln aufwändig fotografiert werden und war er mal verkauft, verkamen auch die Aufnahmen zur Makulatur. Daher erstaunte es, dass bereits der alte Shop sehr fortschrittliche 360-Grad Ansichten präsentiert. Bessere Produktpräsentationen für den Einmal-Gebrauch als manch ein anderer Onlineshop mit Jahressortiment.

Der neue Shop wirkt gelungen und die Benutzerführung ist einfach und intuitiv. Die zahlreichen Filter in den Produktkategorien sind sehr schön umgesetzt und hervorragend auf die Produkte abgestimmt. Denn anders als bei Fashion ist die Farbe bei LKW-Blachen rsp. Auschnitten davon nicht unbedingt eindeutig. Daher sind Bezeichnungen wie “dunkel”, “farbig” oder “sonnig” sehr gut und kreativ gewählt.

Auch schön die Wortwahl – man spricht neu nicht mehr von Produkten, sondern von Unikaten, was Freitag Taschen ja per-se auch sind. Wichtig die Merkliste, welche wiederum prominent platziert wurde. Noch nicht bemerkt habe ich die Social-Commerce Komponente “Voyeur Shopping” die mir anzeigt, wenn jemand anders mein Objekt der Begierde bereits als Favoriten gespeichert hat – ein nicht ganz zu vernachlässigender Druckerzeuger bei einem Sortiment mit Einzelstücken.

Als Verfechter von Videos kann ich meine Begeisterung für die Anwendungsvideos kaum zurückhalten. Sie bestätigen einmal mehr, dass man in Produktbeschreibungen noch so lange erklären kann, wie viel da rein geht und was für tolle Features das Produkt besitzt – ein Video bringt es in weniger als 1 Minute so auf den Punkt, das kaum Fragen offen bleiben.

Auch der Checkout läuft flüssig. Als negativ zu beurteilen sind die Conversionskiller Zwangs-Registrierung und, dass keine Zahlung gegen Rechnung angeboten wird. In der heutigen Zeit eigentlich ein Muss. Zudem sind die AGB im Checkout nicht verlinkt (noch anderswo ständig sichtbar, bspw. im Footer), rechtlich nicht ganz unproblematisch.

Schade, dass mit dem Relaunch auch der beliebte – wenn auch immer gut versteckte – F-Cut über die Klinge springen musste. Obwohl schon “uralt” (2003 Gewinner des Best of Swiss Web) nach wie vor ein hervorragendes Beispiel für Mass-Customizing.

Verantwortlich für den nach einem ersten Test wirklich gelungenen Shop sind die Information Architects für Konzeption und Namics für Umsetzung in enger Zuammenarbeit mit Freitag.

Disclaimer: Obwohl ob dem vielen Lob der Eindruck entstehen könnte; nein, Carpathia war in keiner Weise an diesem Projekt beteiligt – ich wurde jedoch während dem Walk-Through Test persönlich zum “Shopping-Opfer;-)


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E-Business&E-Commerce 19 Okt 2011 08:38 pm

Gestern reagierte der VSV (Verband Schweizer Versandhändler) auf einen interessanten Artikel zum Onlineversand von Medikamenten auf dem Portal von 20 Minuten Online.

Laut dem Onlineportal würden Konsumenten bis zu 30% sparen, wenn diese – notabene rezeptfreie – Medikamente online bestellen. Der Apothekenverband, sozugen der Denkmalschützer der im Volksmund bekannten Apothekerpreise, wittert umgehend Missbrauch, was den VSV zum erfreulich pointierten Rundumschlag gegen Verbände bewog, die sich gegen alles Neue zum Schutze ihrer Pfründen wehren:

Im Gegenteil, der Online-Händler zur Rose könnte besser als jeder andere Apotheker aufgrund der Kundenhistory beurteilen, was zusammenpasst und was nicht, ob der Kunde zu hohe Mengen bezieht etc. Aber was nicht sein kann, darf halt nicht sein - man darf offenbar nicht einmal darüber nachdenken.

Das dürfte auch nicht der Stein des Anstosses bei Pharmasuisse sein: Vielmehr muss angenommen werden, dass wie früher schon in anderen Branchen verzweifelt gegen ein neues Business Modell angekämpft wird. Wie immer wird dann zuerst von Missbrauch gesprochen und “geklagt” um das neue Modell schlecht zu reden.

Dass vom gleichen Verband aber offenbar schon seit Monaten und Jahren der Import von rezeptfreien Medikamenten aus dem Ausland toleriert wird (es wurde zumindest nie etwas dagegen unternommen), zeigt doch einfach, dass der Verband erst dann aktiv wird, wenn es ans Eingemachte geht und jemand das Undenkbare tut.

Vielleicht wäre es für den Verband besser, das gleiche Modell wie zur Rose zu fahren – das Unternehmen wurde nämlich von Aerzten gegründet und wird noch heute von Aerzten getragen. Die Apotheker müssten dies doch auch können oder?

Laut 20 Minuten machen Medikamente mit einem Umsatz von CHF 4,8 Milliarden in der Schweiz gut ein Fünftel der Grundversicherungskosten aus – also ein grosser und sicher auch lukrativer Markt. Es ist denn auch nicht erstaunlich, dass laut der Studie “Distanzhandel in Deutschland 2010″ von TNS-Infratest der Apothekenversand 2009-2010 um einen satten Drittel zugelegt hat.

Die Schweiz ist im Bereich Medikamenten-Onlinehandel noch ein Entwicklungsland und würde es wohl auch bleiben, wenn es nach dem Verband ginge.

Glücklicherweise gibt es innovative Konzepte wie diejenigen von xtrapharm, mediservice und die genannte Apotheke zur Rose, welche dieses quasi Monopol knacken wollen. Übrigens sehr zum Wohlwollen der Krankenversicherungen, die das aktiv unterstützen zur Senkung der Prämien.

Nur Schade, dass damit wohl der im Volksmund nicht zu unrecht verbreitete Ausdruck “Apothekerpreise” verschwinden wird ;-)


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E-Business&E-Commerce 19 Okt 2011 12:00 pm

Die Schweizer E-Commerce Branche hat lange auf diesen Moment gewartet, denn angekündigt war er seit rund einem halben Jahr. Heute nun ist Google Shopping oder auch Product Search genannt in der Schweiz gestartet, nachdem die USA bereits eine überarbeite Version spendiert bekommen hat.

Google ermöglicht damit nebst einer dedizierten Produktsuche auch den Preisvergleich sowie die Anzeige der Verfügbarkeit in der Schweiz – auch der stationäre Handel ist eingeschlossen – d.h. bei denjenigen Multichannel-Playern, die auch Google Places aktiv im  Einsatz haben. Zudem lassen sich die Angebote nicht nur nach Preisranges und Anbieter filtern, sondern auch, ob portofrei geliefert wird.


Daten zahlreicher Schweizer E-Commerce Leader sind enthalten. So finden sich unter denjenigen, die Google regelmässig mit Daten beliefern, Namen wie Brack, Digitec, ExLibris, Heiniger, K55, nettoShop, PCP und mehr.

Der Untergang der Preissuchmaschinen? Wohl noch nicht ganz, denn die Qualität der Resultate überzeugt nach einem ersten kurzen Test noch nicht. Zu unvollständig und teilw. zu wenig strukturiert wirken sie (noch). Wer nach einem Staubsauger Roboter sucht, notabene via Link von der Startseite, und dann den Shop z.B. nach buch.ch einschränkt, bekommt alles andere als ein Haushaltgerät.

Aber man darf wohl davon ausgehen, dass daran weiterhin hart gearbeitet wird.

 


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E-Business&E-Commerce 17 Okt 2011 08:30 am

Über die früheren, geplanten und dann auch wieder aufgeschobenen oder doch für Branchenkenner nicht wirklich überraschenden E-Commerce Pläne der Media-Saturn Holding war in den letzten Wochen und Monaten viel zu lesen. Vor 1 Woche nun ist in Deutschland der Onlineshop von Saturn gestartetet, währenddessen es auf Konzernebene erneut wieder ganz mächtig krachte im Gebälk.

Was gerüchtehalber bereits durchgesickert war, ist nun gemäss der Facebook-Seite vom Konsumentenforum Schweiz von der PR Abteilung der Media Saturn Management AG bestätigt (und nochmals via Twitter verifiziert) worden:

Media Markt wird in der Schweiz schon Anfang November 2011 den Onlineshop lancieren.

Update 18-Okt-2011: Gegenüber dem Konsumentenforum verlautete Media Markt, dass der Start nun erst Ende November / Anfangs Dezember erfolge.

Damit bringt Media-Saturn in der Schweiz zuerst den tiefer verankerten Brand Media-Markt in Sachen E-Commerce bereits in zwei Wochen an den Start und lässt Saturn Anfangs 2012 folgen.

Spannend ob es Media-Markt gelingen wird, auch online einen Teil des lukrativen Weihnachtgeschäftes für sich zu beanspruchen. Und wie man sich künftig gegenüber Onlinehändlern in Print-Inseraten positionieren will. Die neuste Kampagne in Deutschland scheint ja mehr von Panik als von Glaubwürdigkeit geprägt zu sein.


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E-Business 13 Okt 2011 05:00 pm

“Get the Next Generation of Digital Marketing – Effizient, innovativ, kompakt”

Am Dienstag 25. Oktober 2011 macht die Marketing on Tour 2011 Station in Zürich. Ein ganzer Tag lang werden die neusten Trends rund um digitales Marketing präsentiert.

Im Rahmen dieser Veranstaltung organisiert Carpathia ein Panel zum Thema Mobile: Potentiale und mobile Herausforderung für den Smartphone Einsatz.

Daniel Ebneter führt in das Thema ein und Thomas Lang moderiert das hochkarätig besetzte Panel. Es diskutieren

Für diese Veranstaltung steht uns ein beschränktes Kontingent an kostenlosen Tickets zur Verfügung. Wer Interesse bekundet, bitte um entsprechenden Kommentar in diesem Post inkl. E-Mail Adresse (wird nicht publiziert).


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E-Business&E-Commerce 12 Okt 2011 11:14 am

Offiziell angekündigt wurde der Start seit Ende September für Anfangs Oktober und die Facebook-Page wurde ebenfalls zeitgleich im Vormonat lanciert. Erwartet wurde der Markteintritt in der Schweiz schon länger und erste Anzeichen verdichteten sich im Sommer.

Zalando liess sich Zeit mit der Schweiz; wie man hört, musste zuerst die Verzollung geregelt werden. Vor wenigen Wochen startet vorab der Ableger in Österreich. Auch dort gibt man sich bewusst lokal mit ”Schuach und G’wand online“.

Was macht den Markteintritt so besonders, es gibt doch bereits zahlreiche Fashion-Anbieter in der Schweiz?

Das Besondere ist die professionelle Konzeption und wie es Zalando gelingt, einen solch enormen Druck aufzubauen. Mit anscheindend schier grenzenlosen Mitteln – oder schlicht besseren Mediendeals - haben sie innert Kürze einen erheblichen Marktanteil gewonnen. Wie man bei Zalando oder Rocket Internet, der Firma dahinter, arbeitet, hat man auch an der K5 Konferenz in München erfahren.

Da wird nichts wenig dem Zufall überlassen; SEO-seitig ist zalando.ch bereits seit Wochen aufgebaut worden und es erstaunt auch nicht, dass man eine schweizerdeutsche Tagline “Schueh und Fashion online poschte” wählte, wie in Österreich. Kulturelle Unterschiede werden berücksichtigt. Dies nur eine Facette, welche das umsichtige Vorgehen demonstriert.

Der Shop ist weitgehend identisch aufgebaut wie die anderen Länderniederlassungen. Gestartet wird auf den ersten Blick mit einem Vollsortiment, welches das Stammsortiment Schuhe wie auch die neueren Sortimente aus dem Bereich Bekleidung und Sport wie auch Accessoires umfasst.

30 Tage Rückgaberecht und kostenlose Lieferung, da werde einige andere Anbieter unter Druck kommen. Logistisch werden die Schweizer Bestellungen nach unseren Informationen direkt vom neuen Logistikzentrum in Brandenburg verarbeitet. Verzollung läuft über den Logistikpartner Fiege der sich auch in erster Instanz um die Retouren kümmern soll.

Die Schweizer Post bringt dann die Pakete nach Hause – und das “Schreien vor Glück” wird wohl auch hier an der Tagesordnung werden.

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