Im Gespräch: Fashionfriends-CMO Matthias Schreier über Wachstum, Social Media, Brandstore, Beautybox und scoup.ch

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Fashionfriends hat seit dem Start im Frühling 2009 einen beeindruckenden Aufstieg hingelegt. Das Schweizer Clubshopping-Portal hat heute über 300’000 Mitglieder und wächst weiterhin rasant.

Die mittlerweile acht bis zehn Mode- und Lifestyleaktionen pro Tag scheinen den Geschmack der Community zu treffen: Ein Viertel der Mitglieder hat bereits mindestens einmal etwas gekauft. Der Anteil an Wiederholungstätern wie auch die durchschnittliche Anzahl Käufe pro Jahr sind im internationalen Vergleich Spitze.

Als Ergänzung zum erfolgreichen Stammgeschäft greift Fashionfriends regelmässig innovative Konzepte auf und versucht diese sinnvoll zu integrieren. 2010 gab es mit dem Outlet Store in Luzern einen Abstecher ins Multichanneling. Dieses Jahr jagt eine Ankündigung die andere: Brandstore im Frühling, Beautybox im Sommer und als letzten Zugang auf der Plattform den Groupon-Klon scoup.ch.

Im Social Media Park an der topsoft habe ich mit Matthias Schreier, Fashionfriends-Marketingleiter seit Anfang 2010, einen Blick hinter die Kulissen geworfen – und natürlich auch in die Zukunft.

Keine 17 Minuten Zeit? Hier ein paar Highlights aus dem Video:

  • Email bleibt der wichtigste Kommunikationskanal zu den Mitgliedern: Fashionfriends verschickt rund 100 Millionen Nachrichten pro Jahr.
  • Social Media sind dazu da, einen lustigen, spassigen, freundschaftlichen Kontakt zu den Mitgliedern zu pflegen und ihnen zuzuhören. Die virale Verbreitung der Angebote steht nicht im Zentrum. 95% der weit über 10000 Facebook-Likers (ca. 11000 in der Deutschschweiz, 2000 in der Romandie) sind Mitglieder und erhalten auch den Newsletter. Der Blog dient nur noch als reiner Informationskanal. Twitter ist weniger wichtig und wird im Moment nicht mehr gepusht.
  • Die Einkaufsabteilung ist das grösste Team bei Fashionfriends. Internationales Sourcing und Partnerschaften sind zentral. Mit immer mehr Lieferanten werden Optionsgeschäfte getätigt. Fest bestellt wird erst, wenn die benötigte Anzahl schon feststeht, also nach Ablauf der Aktion.
  • Der Ausflug ins Multichanneling mit dem Outlet Store in Luzern hat sich nicht bewährt. Fashionfriends sieht seine Kompetenz nun klar im E-Commerce. Rampenverkäufe zum Beispiel bleiben aber auf dem Radar.
  • Der Brandstore profitiert stark von der Zubringerfunktion durch Fashionfriends und den anderen neuen Angeboten. Er ist für die Brands sehr attraktiv, da Fashionfriends damit die ganze Kette von In-Season-Sale über Off-Season-Sale bis zum Rampenverkauf abdecken kann.
  • Bis heute haben 400 Frauen und rund 280 Männer die monatliche Beautybox abonniert. Der Männeranteil ist hoch – sie gehen einfach nicht gerne in Kosmetikläden!
  • scoup.ch ist – anders als dies in den Medien rüberkam – eine komplett eigenständige Firma und ist nur indirekt über den Aktionär Tamedia mit Fashionfriends verbunden. Der Groupon-Klon wird auf der Fashionfriends-Plattform beherbergt, weil sich Cross-Selling-Potentiale ergeben.
  • Der angebotsübergreifende Warenkorb (One Basket) wird noch nicht sehr stark genutzt. Die Mitglieder werden mittels Video darauf aufmerksam gemacht. Cross-Selling/Up-Selling-Funktionen sind geplant.

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