thelook.com gestartet mit Fashion, Looks und Brands

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Gestern Freitag ist thelook.com offiziell gestartet. Mit der PKZ-Gruppe ist ein weiterer prominenter Schweizer Modeanbeiter online, nachdem im Frühjahr bereits Charles Vögele und früher Schild neben weiteren Anbietern mit dem Multi-Channel gestartet sind.

Laut eigenen Angaben bietet man auf der Hybris-Plattform über 2‘000 Artikel und 150 Marken. Unter dem Onlineportal thelook.com werden die zur PKZ-Gruppe gehörenden Labels PKZ, Feldpausch, Blue Dog und Burger in Sachen E-Commerce zusammen gefasst. Neben kostenlosem Versand und ebensolchen Retouren (oder in jeder Filiale der PKZ-Gruppe) gibt es 21 Tage Rückgaberecht, 100% Geld-Zurück-Garantie und den Kauf gegen Rechnung.

Der Shop wirkt aufgeräumt, jedoch hat man an Emotionen gespart. Hingegen wirkt die Produktdarstellung gelungen, XXL-Grossansichten und bei den meisten Produkten ein Video das nicht nur zeigt, wie das Produkt getragen wird, sondern auch wie es kombiniert werden kann. Die Suchfunktionen brauchen den Vergleich mit aktuellen Plattformen nicht zu scheuen und wirkt zielgerichtet umgesetzt. Passende Filter übernehmen gleich ab Navigations-Level 2.

Bei den meisten Produktdetails gibt es zusätzlich den Look mit Verweisen zu den anderen vom Model getragenen Artikeln , wobei die Funktion noch zu versteckt plaziert wird. Durchaus ein vielversprechender Versuch, die Kompetenz aus dem Fashionverkauf auch in den Onlinekanal zu bringen. Das eigentliche Cross-Selling wird dann über bekannte Recommendation-Engines am unteren Seitenrand realisiert.

Die eigentlichen Looks aber, die von Modeexperten zusammen gestellt werden, versprechen noch einiges an Potential, sind sie denn auch der Namensgeber der gesamten Plattform. Hier ist die Erwartungshaltung heutiger Nutzer höher und die einzelnen Looks sind zu wenig interaktiv umgesetzt.

Gerade der Fashionbereich setzt hier Massstäbe mit Plattformen wie Stylight und dem Heartbeath, der vor allem Frauenherzen höher schlägen lässt. Oder das Zusamenstellen von Looks wie es Plattformen wie stylefruits oder das internationale Polyvore bieten. Gerade für einen Anbieter wie die PKZ-Gruppe wäre das ein geeignetes Konzept, als Shopbetreiber von diesen Mechanismen profitieren zu können – und v.a. auch im 2.0 Zeitalter die Looks auch von den Anwendern kreieren zu lassen und damit durch die Involvierung die Vielfalt des Angebots zu zeigen.

Pure-Play oder Multi-Channel? Das Bonmot von Jochen Krisch:Wer wachsen will, macht Pure Play, wer nicht verlieren will, Multi-Channel“  wird gerne herumgeboten. Jedoch wäre es vermessen zu raten, ein etablierter stationärer Anbieter wie die PKZ-Gruppe solle auf Pure-Play setzen und das stationäre Geschäft aufgeben. Wie viel Macht aber Pure-Play hat und wie es bereits in den vergangenen 2 Wochen den Schweizer Markt überrollt hat, zeigt der Markteinsteig von Zalando Mitte des Monats. Der wie man hört, doch schon bei dem einen oder anderen Fashionanbieter empfindlich zu spüren war.

Disclaimer: Carpathia war Beta-User der Plattform und unterzog diese in der letzten Umsetzungsphase einem Experten-Review. Zudem wurde eine entsprechende Empfehlung abgegeben, die in den Grundsätzen nicht weit von diesem Bericht abweicht.


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