10 Regeln für mehr Conversion bei Formularen – Teil 2 von 2

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10 Regeln für mehr Conversion bei Formularen – Teil 2 von 2

Im ersten Teil der Zusammenfassung einer Formular-Studie von m-pathy sind Best Practices wie Pflichtfelder, Formularfeldbezeichnungen und Spalten behandelt worden. Die folgenden weiteren fünf Punkte zeigen weitere Hürden beim Formular-Design auf und wie diese gelöst werden können.

6. Datumsfelder

Ob Geburtsdatum bei Alkoholika oder Buchungsdaten, Datumsfelder sind in vielen Bestellformular zwingend. m-pathy empfiehlt für deutsche Websites die einfachste Variante (siehe rechts Bild unten): Drei Eingabefelder in der Reihenfolge Tag (2 Zeichen), Monat (2 Zeichen), Jahr (4 Zeichen). Die Kalenderfunktion (siehe linkes Bild unten) eignet sich für Reise-Anbieter, da hiermit die Wochentage ersichtlich sind und das Jahr eher mittel- bis kurzfristigen Charakter hat. Eher nicht empfohlen wird die Dropdown-Alternative, hier benötigen die User deutlich mehr Zeit und sind ineffizienter.

7. Fehlermeldungen

Zwingende Felder nicht ausgefüllt, # anstatt @ im E-Mail-Feld, Auswahl eines zu langen oder zu kurzen Zeitraums. Es gibt viele Quellen, wo dem Besucher mitgeteilt werden muss, wo er was korrigieren sollte, 100%ig ausgeschlossen werden können sie nie. Umso wichtiger ist es ihn höflich und angepasst darauf aufmerksam zu machen. Oberstes Gebot: Der Fehler liegt nie beim Besucher/Kunde. Die zu überarbeitenden Felder sollten mit Farben, Icons oder Text hervorgehoben werden, dies möglichst eindeutig und allenfalls sogar mit einem weiteren Beispiel.

8. Fehlermeldungen – der richtige Zeitpunkt

In manchen Formularen wird auf falsche Eingaben sofort reagiert. Dies macht Sinn bei Nutzernamen, um doppelte Einträge zu vermeiden und neue vorzuschlagen. Ansonsten sollte eine Validierung erst nach erfolgtem Absenden erfolgen. Dies mag auf den ersten Blick überraschend sein, doch die User wollen zuerst das Formular möglichst rasch ausfüllen und korrigieren erst danach, was das System meckert.

9. Nutzerführung

Jedes Formular erfordert am Schluss eine “Action”:  Entweder abgeschickt zu werden oder zur nächsten Seite zu leiten. Funktionen wie “Abbrechen” oder “Zurücksetzen” sollten möglichst vermieden werden. Nur wenn diese einen Sinn machen (z.B. Schliessen eines Layers) können sie stehen bleiben, sollten sich aber optisch und räumlich vom “Absenden”-Button unterscheiden.

Der Nutzer will geführt werden und Buttons sind quasi Schilder, die ihm zeigen, was bei Klick danach passiert. Anstatt einfach “weiter” sollte der Button mit “Zur Kasse” angeschrieben werden.

10. Tabulatoren

Erfahrene Benutzer verwenden die Tabulator-Taste, um von Feld zu Feld springen zu können. Eine richtige Reihenfolge ist daher elementar. Vor allem bei Formularen mit Spalten sollte diese Regel bei der Programmierung (siehe Beispiel) berücksichtigt werden.

 

Dies sind 10 wichtige Regeln, die auf den ersten Blick logisch und sinnvoll sind, doch oft werden sie nicht beachtet. Wer seine Newsletter-Registrierungen oder Shop-Anmeldungen erhöhen möchte, sollte daher unbedingt seinen Online-Auftritt auf diese Regeln überprüfen, viel Erfolg!


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Erik Beyer

Erik Beyer war Spezialist für E-Business und E-Commerce-Projekte mit Schwerpunkt Marktrecherchen, Internet-Marketing, Projektleitung, Qualitätssicherung und Usability bei Carpathia 2010-2012.

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