Home24 wird wohl auch den Schweizer Möbelmarkt revolutionieren

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Home24 wird wohl auch den Schweizer Möbelmarkt revolutionieren

Seit Jahresbeginn firmiert der ehemalige Möbelprofi.de in Deutschland unter Home24 und bringt den deutschen Möbelmarkt unter Druck – angekündigt wurde eine Revolution.

Online werden aktuell über 30’000 Artikel angeboten, teilweise mit einer Reduktion von 40%. Geliefert wird kostenlos – die Rücknahme nach deutschem Endverbraucherrecht in der Regel bei diesem Sortiment ebenfalls.

Das kommt einem bekannt vor und erinnert an Zalando?

Das ist kein Zufall, denn auch home24 ist wie Zalando ein Produkt des Berliner Inkubators Rocket-Internet der Samwer Brüder. Und dort wird nicht lange gefackelt wenn es darum geht, eine ganze Branche umzukrempeln und neue Länder und Märkte im Monatstakt zu erschliessen.

Wie bereits vor dem Schweizer Markteintritt von Zalando wird auch bei home24 derzeit alles für die Schweiz vorbereitet – mustergültige Suchmaschinen-Optimierung aktuell mit einem Blog zu manigfaltigsten Themen rund ums Wohnen.

Home24 bereitet den Markteintritt in der Schweiz vor

Home24 bereitet den Markteintritt in der Schweiz vor

Im Impressum findet sich die Berliner Adresse der Home24 Mutter FP Commerce und man wird wohl ähnlich wie bei Zalando den Schweizer Markt direkt aus Deutschland beliefern.

Zalando hat die Schweizer Fashionanbieter arg in Bedrängnis gebracht und es ist zu erwarten, dass es den Möbelhäusern ähnlich ergehen könnte, wenn sie nicht schnell und kompromisslos auf diesen Game-Changer reagieren. Eine Option wäre, sich mit einem Onlinepureplayer zu verstärken – Livingo beispielsweise steht derzeit durch die Refokussierung der Internetstores zum Verkauf.

Auch in der Schweiz kauft man oft “am Arsch der Welt ein”

Auch in der Schweiz findet man den Grossteil der Einrichtungshäuser und Abholmärkte ausserhalb der Zentren in günstigen Industriezonen. Home24 hat die Achillessehne des Möbelhandels diesen Umstand nun aufgegriffen und lanciert eine TV-Werbekampagne gegen den Möbelkauf “am Arsch der Welt“.

Gut möglich, dass dem “Arsch” ähnlicher Kultstatus zuteil kommt wie dem “Schrei vor Glück” von Zalando.

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Thomas Lang

Geschäftsführer und Inhaber der Carpathia Consulting GmbH, der unabhängigen und neutralen Unternehmensberatung für E-Business und E-Commerce. Autor von zahlreichen Fachartikeln und -studien, Dozent für Onlinevertriebskanäle sowie Referent an Konferenzen zum Thema E-Commerce.

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3 Kommentare

  1. Alexandra

    Bei uns in DE hat home24 sich ja inzwischen wirklich nach ganz vorne gearbeitet im hart umkämpften Bereich der Möbelshops. Denke, dass dieses Ziel perspektivisch auch in der Schweiz erreicht werden kann. Interessant ist die Vorgehensweise mit dem reinen Content-Blog (wird in AT übrigens genauso gemacht), um sich SEO technisch schonmal gut zu positionieren. Wird spannend, wie lange das noch so geht und wann dann der Shop aufgeschaltet wird. Inzwischen sind ja schon ein paar Monate vergangen und noch kann mangels Shop kein Umsatz generiert werden. Die bewusste Vorleistung ist also schon beachtlich und ewig wird der Anbieter nicht ohne monetären ROI weitermachen.

  2. carpathia: e-business // e-commerce.blog - Reality Check: Unsere E-Commerce Trends 2012 auf dem Prüfstand

    [...] Dieses Bonmot wurde mehrfach zitiert im vergangenen Jahr und der Markteintritt von Zalando hat es beispielhaft gezeigt, wie ein grosser, entsprechend skalierbarer intl. Player das bestehende Marktgefüge umpflügen kann. Und der nächste steht bereits vor der Tür. [...]

  3. Möbel Onlinehandel in Bewegung - carpathia: e-business // e-commerce.blog

    [...] erstarrt ob all der Umwälzungen wie das Kaninchen vor der Schlange oder in anderen Worten; der Markteintritt von home24.ch dürfte unmittelbar [...]

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