Tag 1 nach Apples Smartwatch Präsentation: Die Uhrenindustrie reibt sich die Augen

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Gestern hat Apple wie erwartet seine Smartwatch vorgestellt neben anderen Produkt- und Service-Lancierungen wie Apple Pay (dazu in einem späteren Beitrag).

Die neuen iPhones haben wenige überrascht, vielmehr war heute die (traditionelle) Presse voll mit Berichten zur Uhr und Exponenten der Schweizer Uhrenindustrie wurden um Statements befragt.

Nick Hayek, CEO von Swatch und heute Tagesverlierer an der Schweizer Börse stand eigens der Presse Red und Antwort und liess sich wie folgt zitieren:

«Die Schweizer Uhrenindustrie ist unter Druck wegen des Schweizer Frankens, nicht wegen Neuentwicklungen bei Smart-Uhren. Unter Druck sind Firmen, die solche Geräte herstellen. Die Mobiltelefonie, die Apples, die Samsungs, die LG Electronics, die Sonys, die sind hypernervös. Wir sind nicht nervös.»

Dieses Statement liest sich alles andere als nicht nervös.

So dürfte es wohl auch in der Chef-Etage von Kodak getönt haben. Der Rest ist Geschichte. Kodak ist Geschichte.

Auch die NZZ interpretiert Apples Lancierung als einen Warnschuss für die Uhrenbranche.

Wir haben bereits vor Wochen darauf hingewiesen, dass die Uhr tickt! (Verschläft die Uhrenbranche das digitale Zeitalter?).

Persönlich halte ich Apples Uhr noch nicht für den grossen Wurf. Da gefällt mir Motorolas 360 besser.

Aber Apple hat schon mehrfach bewiesen, dass sie neue Geschäftsfelder beherrschen können und auch erst in solche eintreten, wenn sie sicher sind, es auch zu schaffen.

https://www.youtube.com/watch?v=shirth1OjRE

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1 COMMENT

  1. Keine Frage; der Schweizer Uhrenindustrie geht es (zu) gut. Mit der Apple-Watch hat diese einen Mitbewerber erhalten, welcher über die Marktmacht verfügt, an den Gefügen im Massenmarkt zu rütteln. Gleichzeitig sind bei genauer Betrachtung keine bahnbrechenden Innovationen in der Apple-Watch erkennbar. Vielmehr handelt es sich um eine reine Verlagerung von Handy-Applikationen auf das Handgelenk. Auf der anderen Seite stehen Uhren im Hochpreissegment für eine Form des Statussymbols. Eine 20’000 Franken teure Uhr steht also nicht für den „Gadget-Gedanken“ sondern für Prestige und Macht. Die „Revolution“ gerade in der Chef-Etage wird sich also nicht wie im Handy-Markt von oben nach unten (Chef hat Iphone – IT öffne die Exchange-Beschränkungen), vollziehen. Das wird aber nicht immer so bleiben. In 10 Jahren werden diese Uhren ein handfeste Vorteile bieten und fester Bestandteil unserer Kultur darstellen und da muss sich die Schweizer Uhrenindustrie rechtzeitig positionieren.

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