E-Commerce Report 2015: Ideenlose Fashionbranche, Mobiler Wachstumstreiber und Marktanteilgewinne (Teil 2 von 2)

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Gestern erschienen Teil 1: E-Commerce Report 2015 – Frankenkurs, Wachstum, Dynamik und hohe Einstiegshürden

Fashion-Branche ohne Ideen

Als relativ ideenlos wird die Fashion-Branche bezeichnet. Sowohl Off- wie auch Online sind kaum neue Konzepte zu erkennen. Als einzigem Schweizer Player wird von den E-Commerce Leadern PKZ Respekt gezollt. Eine Aussage, welche wir vollumfänglich teilen. Interessant ist auch, dass andere Mode-Händler wie Schild oder Charles Vögele nicht mal Erwähnung finden im Report – dies ebenso bezeichnend.

Online-Fashion wird zum einen durch (den) ausländische Player dominiert, zum anderen streben die Mode-Marken je länger den Direktvertrieb an unter gleichzeitiger Behinderung des Verkaufs über Onlineplattformen von Online-Fashion-Shops.

Mobile; stärker und anhaltender

Mobile gilt mittlerweile unter den E-Commerce Leadern der Schweiz als primärer Wachstumstreiber. Sehr hohe Traffic-Quoten stehen jedoch immer noch bescheideneren Conversions-Raten gegenüber was meisens dem Umstand geschuldet ist, dass die mobilen Use-Cases und Angebote noch nicht wirklich effizient umgesetzt sind.

Fact ist, dass 2015 jedes Angebot auf einem Smartphone darstellbar und kaufbar ist. Dass es nicht immer eine App sein muss, zeigt die Aussage von Ex Libris:

„Mit unserer Mobilesite machen wir heute auf Smartphones deutlich mehr Umsatz als über alle 4 Apps zusammen.“

Anteil von Mobile am Gesamt-Onlineumsatz - Grafik: E-Commerce Report 2015 der FHNW
Anteil von Mobile am Gesamt-Onlineumsatz – Grafik: E-Commerce Report 2015 der FHNW

Kontinuierlicher Anstieg der Online-Marktanteile

Sämtliche Studienteilnehmer gehen davon aus, dass auch 2015 die Anteile weiter von Stationär Richtung Online wandern. Ein Drittel geht davon aus, dass dies stärker als im Vorjahr geschehe, zwei Drittel gehen von einer Verlangsamung aus.

Verlangsamen dürfte sich das Wachstum der Onlineumsätze generell 2015 gegenüber den Vorjahren. Dies jedoch nur, wenn man dies umsatzmässig betrachtet. Der starke Franken sorgt weiterhin für sinkende Preise und erodierende Margen. Die Anzahl Transaktionen betrachtet, wird E-Commerce auch 2015 den Logistikern neue Rekord-Paketmengen bescheren.

Erwarteter Marktanteilsgewinn des E‐Commerce - Grafik: E-Commerce Report 2015 der FHNW
Erwarteter Marktanteilsgewinn des E‐Commerce – Grafik: E-Commerce Report 2015 der FHNW

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Der E-Commerce Report kann kostenlos unter e-commerce-report.ch/bestellungen bezogen werden und ist allen Akteuren im Schweizer E-Commerce als Leselektüre zu empfehlen.


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