Digitec.ch und Galaxus.ch folgen dem "Mobile-Kundenbedürfnis" – endlich.

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Digitec.ch und galaxus.ch erscheinen ab sofort im komplett selbstständig entwickelten Responsive-Webdesign und nehmen somit automatisch eine für alle Endgeräte optimierte Darstellung an – völlig unabhängig vom Gerätetyp.

Das war fällig – wie die Analyse von Leader Digital Marketing Thierry Pool zeigt:

„Bei Digitec stieg der Onlineshop-Zugriff via mobile Endgeräte in den letzten zwölf Monaten von 19 auf 26% des gesamten Traffics. Bei Galaxus ist die Entwicklung sogar noch markanter. Dort stiegen die Zugriffe im selben Zeitraum von 21 auf 32%. Das heisst also, dass bereits heute jeder dritte User per Smartphone auf galaxus.ch surft.“

Und dass die Umsätze dieser Verschiebung folgen ist klar. Denn nicht nur die Bestandskunden werden es zu schätzen wissen, sondern auch Google. Das Testergebnis mit dem von Google zur Verfügung gestellten Tool lautet dann auch:“Großartig!

Weil Google die optimierte Darstellung für Mobilgeräte als Rankingfaktor eingeführt hat, ist ein solches Ergebnis speziell für die organische Suche äusserst wichtig.

Die Galaxus AG, welche beide Shops betreibt,  hat sich für ein komplett selbstständig entwickeltes Responsive Webdesign in HTML5 entschieden. Alternativ hätte man sich ja auch für eine mobile optimierte Website, eine Web-Application oder eine Native-Application entscheiden können.

Die Vorteile von einem Responsive-Design sind:

  • Das Design passt sich automatisch der Bildschirmgröße an
  • Die Inhalte müssen nur für eine Website gepflegt werden
  • Kein Duplicate Content – wird für SEO empfohlen
  • SEO-Massnahmen sind nur für eine Seite notwendig
  • Die Website ist für alle Geräte über die gleiche URL abrufbar
  • Alle Inhalte sind unter exakt einer URL verfügbar, lediglich die Anzeige wird für verschiedene Endgeräte modifiziert
  • Kein zusätzlicher Pflegeaufwand
  • Läuft auf allen Plattformen und unterstützt jedes mobile Gerät und jede Auflösung
  • Zukunftsfähige Umsetzung

Den Vorteilen stehen aber auch einige Nachteile gegenüber:

  • Relativ aufwendige Konzeption und Entwicklung
  • Relativ aufwendig bzgl. Updates und Deployment – Änderungen/Ergänzungen müssen für alle Auflösungen umgesetzt werden
  • Schlechte Performance da die Ladezeiten der Inhalte nicht für mobile Geräte optimiert sind – wobei dieser Nachteil durch das immer schnellere Mobilnetz und leistungsstärkere Prozessoren in den Geräten an Bedeutung verliert
  • Bei Besuchern mit alten Browsern kann es zu Darstellungsproblemen kommen
  • Bedienbarkeit ist nicht individuell auf die spezifische Gerätegruppe hin optimierbar – es sind also Kompromisse notwendig
  • Hoher Aufwand für Nachrüstung bestehender Website – i.d.R. nur bei komplettem Relaunch sinnvoll
  • Erschwerte bis unmögliche Nutzung der Device-Infrastruktur
  • Im Vergleich zu den anderen Varianten geringere Marketing-Möglichkeiten und -Effekte

Welche Technologie für wen die Passende ist hängt häufig von verschiedensten Faktoren ab. Neben der grundsätzlich verfolgten Mobile-Strategie dürfte die Höhe des Budgets und die verfügbaren Ressourcen entscheidend sein.

Die kostengünstigste Lösung ist die Variante der Mobile Website. Wenn sowieso ein Relaunch ansteht, dann bietet sich ein „Responsive-Design“ grundsätzlich sehr an. Eine Web Application, die über den Browser abgerufen wird, ist kostengünstiger als eine Native-App für die diversen Plattformen. Native Application unterstützen hingegen aber die gesamte Breite der Device-Infrastruktur wie Kamera, Mikrofon, Neigungssensor, etc. für die unterschiedlichsten Anwendungsfälle.

Die Galaxus AG verzichtet heute ganz  bewusst auf eine App – da es gemäss eigener Angabe plattformneutral bleiben will und eine einzelne Lösung für alle bieten möchte.

Auf alle Fälle bietet die aktuelle Lösung nun ein Einkaufserlebnis welches komfortabler und vor allem einheitlicher ist – Bis auf den Produktvergleich sind jetzt sämtliche Features über alle Devices hinweg verfügbar.

Gut und auch schon fast traditionell wurde die gesamte Lösung wieder durch die hauseigene Entwicklungsabteilung implementiert. CIO und Mitgründer Oliver Herren betont, weshalb das für die Digitec Galaxus AG so bedeutsam ist:

„Für uns ist die eigenständige und direkte Entwicklung essentiell. Auf diese Weise bleiben wir flexibel und können Innovationen und Verbesserungen genau nach unseren Wünschen umsetzen und auch weiterentwickeln. Die Onlineshops sind unsere eigenen Produkte, welche wir komplett auf die Kundenbedürfnisse abgestimmt gestalten können.“

Mobile ist aktuell DAS Kundenbedürfnis schlechthin. Zahlreiche führende B2C-Händler verzeichnen bereits sogar deutlich mehr als die Hälfte aller Besuche auf deren mobilen Plattformen. Tablets und allen voran Smartphones sind zugegen, wenn der Kaufimpuls erfolgt, der Wunsch geäussert oder der Bedarf geweckt wird. Google beschreibt diese Momente als „Micro-Moments“. U.a. sind dies „want-to-go moments“, „want-to-do moments“ und last but not least „want-to-buy moments“.

Diese Momente gilt es mit Auffindbarkeit, Relevanz und Convenience über den ganzen Kaufprozess für sich zu gewinnen.

Entsteht der „want-to-buy moment“, ermöglichen mobile Endgeräte, den Bedarf ohne Verzögerung umgehend zu decken – Mobile ist also ständig da, wo es passiert.

Tablet, Smartphone und bald auch die Wearables sind die wichtigsten Brücken vom Kunden zum Händler und umgekehrt. Aus der Strategie „Mobile-First“, was notabene für ganz viele Händler noch weit weg ist, wird bereits Mobile-Only.

Mobil Only ist jedoch mehr als die optimierte Darstellung für Mobilgeräte. Mobil Only umfasst den gesamten Kaufprozess inkl. Beratungskompetenz und Kaufabschluss – Outfittery bietet so zum Beispiel direkt im want-to-buy Moment schnelle und effektive Beratung via Messengerdienst an. Style-Experten beantworten rund um die Uhr alle Styling-Fragen und natürlich können die empfohlenen Produkte auch gleich bestellt werden. Bin gespannt welche Schritte das Team von Digitec und Galaxus als nächstes in diese Richtung macht.



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