Amazon durchbricht die 100 Milliarden Umsatz Schallmauer

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Amazon-LogoDoppelter Gewinn als im Vorjahr und USD 107 Milliarden Umsatz, was einem Plus von 26% gegenüber 2014 gleichkommt.

Dies die imposanten Zahlen, welche das Unternehmen gestern Abend publizierte. Der Gewinn beläuft sich auf USD 482 Mio, auch dies doppelt so hoch als im Vorjahr. Die Analysten zeigten sich dennoch enttäuscht und die Aktie sackte entsprechend ab.

Damit erzielte Amazon im vergangenen Jahr global mehr Umsatz als der gesamte Schweizer Detailhandel, der ebenfalls jeweils auf knapp CHF 100 Milliarden kommt.

Wettbewerb wird ausgeschaltet

Dass die Börse sich enttäuscht zeigt, war zu erwarten. Denn immer noch werden neue Geschäftsmodelle mit Metriken der Old-Economy bewertet und den wenigsten dürfte bewusst sein, welches Ökosystem und Monopol sich Amazon zwischenzeitlich aufgebaut hat.

So hat sich alleine im vergangenen Jahr die Anzahl zahlender Prime-Kunden verdoppelt. Dies kann man natürlich mal nur finanziell sehen. Viel interessanter ist die Tatsache, dass es Amazon damit gelingt, nicht nur sein Ökosystem zu stärken, sondern den Wettbewerb damit auszuhebeln („Der (digitale) Kaufprozess: gestern, heute und morgen„).

Auch die Cloud-Services entwickeln sich hervorragend und was die Entwicklung im Bereich von Devices betrifft, dürfte den wenigsten bewusst sein, welche strategische Ausgangslage für den E-Commerce von Morgen sich Amazon hier gerade schafft (Amazon Echo, Amazon Dash-Button, Amazon Pantry).

Kontrolle über die gesamte Logistik

Aufhorchen liessen zudem Amazons Avancen diese Woche im Bereich Logistik mit dem Erhalt einer Ocean-Freight-Licence. Damit öffnet Amazon den Herstellern aus China seinen US- wie auch globalen Markt ohne jeglichen Zwischenhandel. Zudem denkt das Unternehmen über die Anschaffung eigener Frachtflugzeuge nach wie auch über die Anschaffung von Tausenden von LKW-Auflegern.

Damit wird Amazon je länger je mehr die gesamte Handelskette kontrollieren. Vom entstehend eines Bedarfs (zB Nachfüllen von Rasierklingen via Amazon-Dash) über die Beschaffung, Importe bis hin zu Lieferung. Der Wettbewerb bleibt aussen vor.

Immerhin scheinen die Finanzanalysten von Credit Suisse diese Entwicklungen ansatzweise richtig zu interpretieren und sehen die Zukunft von Logistiker wie bspw. der Deutschen Post eher düster.


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