Deutschland: Onlinehandel mit Waren legt 2015 um weitere 12% zu

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Deutschland: Onlinehandel mit Waren legt 2015 um weitere 12% zu

Heute publizierte der BeVH seine Jahres-Ergebnisse für 2015. Laut den neusten Erhebungen wurden im E-Commerce mit Waren im vergangenen Jahr insgesamt EUR 46.9 Milliarden umgesetzt was einem Plus von 12% entspricht. Betrachtet man den gesamten Versandhandel (Online- und Katalog), so macht Online mittlerweile 90% aus.

E-Commerce Umsätze mit Waren in Deutschland - Quelle BeVH - Grafik: Carpathia

E-Commerce Umsätze mit Waren in Deutschland – Quelle BeVH – Grafik: Carpathia

Die 12% entsprechen wiederum einem starken Wachstum, wenn auch leicht abgeschwächt ggü. den Vorjahren, soweit sich diese vergleichen lassen. Der Einzelhandel ist im selben Zeitraum in Deutschland um 3.1% angewachsen.

Mehr als jeder 4. Euro geht an Amazon

Setzt man diese knapp EUR 47 Milliarden in den Kontext mit dem Umsatz, welcher Amazon alleine in Deutschland macht (2015: EUR 11.8 Milliarden), so wird schnell klar, dass mehr als jeder 4. Euro bei Amazon ausgegeben wird.

Weitere gute EUR 13 Milliarden haben die deutschen Konsumenten für digitale Güter und Services online ausgegeben.

Möbel und FMCG mit starkem Wachstum

Neben den „klassischen“ E-Commerce Sortimenten wie Mode/Schuhe und Elektronik wo nach wie vor die grössten Umsätze erzielt werden, konnten vor allem folgende Bereiche im vergangen Jahr stark zulegen:

  • Möbel, Lampen (Leuchten) und Dekoration: EUR 2‘674 Mio (+15%)
  • Lebensmittel: EUR 736 Mio (+ 19%)
  • Tierbedarf: EUR 842 Mio (+74%)

So wird denn auch BeVH Präsident Gero Furchheim in der Pressemeldung zitiert:

„Möbel und Schnelldreher wie Lebensmittel oder Tierbedarf spiegeln die aktuellen aber auch zukünftigen Entwicklungen im E-Commerce am Besten wieder. Immer mehr Verbraucher beginnen, Waren des alltäglichen Bedarfs online zu kaufen, weil sie die Lieferung in die Wohnetage oder die entspannte Auswahl zu Hause schätzen.“

Wichtige Hinweise:

  1. Das Studiendesign wurde in den vergangenen Jahren immer wieder überarbeitet, so dass die Vorjahresvergleiche jeweils mit Vorsicht zu geniessen sind. Insbesondere das Jahr 2013 hat sich als Statistikfehler entpuppt.
  2. Der BeVH publiziert im Gegensatz zum Schweizer Pendant jeweils inkl. MwSt – dieser Wert ist also entsprechend zu reduzieren (Standard-Satz 19% sowie reduzierte Sätze auf Bücher etc.).
  3. Die Zahlen aus der Schweiz von VSV/GfK werden anlässlich der E-Commerce Konferenz des Internet-Briefings am 4. März 2016 publiziert.

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Thomas Lang

Jahrgang 1968 - Geschäftsführer und Inhaber der Carpathia AG, der unabhängigen und neutralen Unternehmensberatung für E-Business und E-Commerce. Autor von zahlreichen Fachartikeln und -studien, Dozent für Online-Vertriebsmodelle an verschiedenen Hochschulen sowie gefragter Referent an intl. Konferenzen zum Thema E-Commerce und Digitale Transformation im Handel.

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