Rückblick auf die EHI Omnichannel Days ’16 in Köln

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Am 14. und 15. Juni 2016 haben in Köln wiederum die EHI Omnichannel Days stattgefunden.

EHI_2016

Neu am diesjährigen Anlass war u.a. das Bestreben, auf der Bühne mehr Dialoge statt nur Monologe zu haben, ähnlich wie wir dies auch an unserer E-Commerce Connect handbaben.

So gab es in Köln neben klassischen Vorträgen drei Blöcke mit jeweils zwei parallel laufenden Sessions zu sehr relevanten Omnichannel-Themen.

Viele Händler und einige Dienstleister kamen so zu Wort. Insgesamt kochen alle noch mit Wasser 🙂 und trotzdem gab viele Best-Practice-Aussagen und Einblicke in Firmen – Einblicke und Aussagen, die sich manch ein Händler und Hersteller zum Vorbild nehmen könnte.

Auf Fragen wie „Sie haben in den Filialen ein sehr breites Sortiment. Wie definieren Sie was in den Online Shop kommt?“ habe ich mehr als einmal die Antwort gehört, dass man selbstverständlich alles Online habe, bzw. dass Online mehr Produkte vorhanden seien als in den Filiale. Online gäbe es ja keine Platzbeschränkung.

Die Kundenfokussierung wurde in jeder Session gefühlte 10 Mal erwähnt. Es geht immer darum, das Angebot und die Services auf die Kunden auszurichten und Kunden-Bedürfnisse zu befriedigen.
Einige Aussagen zeigen aber auch auf, dass es sich lohnen kann über die Bedürfnisse des Kunden etwas vertiefter nachzudenken:

„Aufgabe eines Händlers ist es, latente Bedürfnisse der Kunden virulent zu machen.“

von Götz Werner, Gründer von dm

oder:

„Der Kunde will kein Fahhrad kaufen. Er will ein Fahhrad fahren.“

von Thorsten Heckrath-Rose, Geschäftsführer von ROSE Bikes

oder auch das Zitat des ersten Tages:

„Man darf nicht in die Falle tappen zu glauben, man sei schlauer als der Kunde.“

von Götz Werner, Gründer von dm

Öfters gab es Diskussionen rund um die richtige Incentivierung der Kanäle und auch rund um Omnichannel-KPI’s und deren Messbarkeit. Der alles-umfassende KPI wurde noch nicht gefunden, aber es wurde mehrmals von einer zusammengelegten Verantwortung der Kanäle gesprochen. Die Verantwortungen für den Filial-Verkauf und E-Commerce wurden bewusst auf eine Person übertragen (z.B. bei John Lewis). Im Sinn des Omni-Channel ist dies die logische Konsequenz um internes Konkurrenzdenken zu eliminieren .

Auch wurden ganz viele Zahlen aus der Praxis erwähnt, die teilweise erstaunliche Anteile an Online-Umsatz oder Click&Collect-Raten aufzeigten.

Ich will hier nur eine Zahl aufführen (weil sie so schön gross ist und weil mir der Begriff dazu gefällt 🙂 ) :

Web Influenced Offline NonFood Germany: EUR 16’000’000’000.-

Mit anderen Worten: RoPo-Effekt (Online => Offline).
Diese Zahl wurde von Locafox erwähnt und ich gehe davon aus, dass dies der Wert für ein Jahr ist.

Auf der anderen Seite war ich erstaunt über die vielen Marktplätze, welche in Städten wie Pilze aus dem Boden schiessen. Es war mir z.B. nicht bewusst, dass sich alleine in Hamburg 6 Marktplätze tummeln.
… und die Argumente dieser oft auf stationäre Händler fokussierten Marktplätze machen teilweise den Eindruck von krampfhaft heraufbeschworen. Aussagen bzw. Kampagnen wie „Der Klick muss in der Stadt bleiben“ hören sich altertümlich an. Im Fokus stehen müsste ein Angebot mit dazu passenden Services, welche die Bevölkerung einer Stadt motiviert lokal einzukaufen.

 

Um weitere Eindrücke der Veranstaltung zu gewinnen, empfehle ich die Tewwts durchzugehen:


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Interessenbindung: Carpathia ist Medienpartner der Veranstaltung



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