Rekord bei Onlineausgaben in der Schweiz: Weibliche Vielbesteller und chinesische Plattformen als Treiber

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Die jüngste und 10. Ausgabe der Studie „Internetnutzung Schweiz“, welche die HSG seit 1999 alle 2 Jahre publiziert, berichtet von einem neuen Rekord in den Onlineausgaben in der Schweiz. Die Untersuchung kommt auf Onlineumsätze in der Höhe von CHF 11.14 Milliarden für das vergangene Jahr.

Diese Zahl basiert auf der HSG-Nutzerumfrage und schliesst Services wie Flugtickets, Downloads etc. mit ein – die Zahl ist daher nicht vergleichbar zum Rekordvolumen mit Handelswaren 2016, welches VSV/GfK erneut ermittelt haben.

35- bis 54-Jährige geben am meisten aus

Durchschnittlich geben laut der HSG Schweizer Internetnutzer pro Monat CHF 158 für den Onlinehandel aus, doch gäbe es signifikante Unterschiede zwischen den Altersgruppen:

  • 16-24-Jährige geben am wenigsten aus mit einem Monatsdurchschnitt von CHF 113
  • 25-34-Jährige geben durchschnittlich CHF 141 pro Monat online aus
  • 35-54-Jährige geben durchschnittlich CHF 197 pro Monat online aus
  • Die Onlineausgaben der über 55-Jährigen (Silver Surfer) sind leicht rückläufig mit einem Mittel von CHF 156 pro Monat.

Vielbesteller und weibliche Konsumenten

Die Anzahl der Vielbesteller hat erneut deutlich zugenommen ggü. der letzten Untersuchung im Jahre 2015 wie auch 2013. Bereits kaufen über 53% pro Monat 1-2 Mal ein, jeder sechste davon 1-2 wöchentlich oder gar täglich (0.3%).

Einkaufshäufigkeit im Jahresvergleich - Quelle: HSG Studie Internetnutzung Schweiz 2017
Einkaufshäufigkeit im Jahresvergleich – Quelle: HSG Studie Internetnutzung Schweiz 2017

Besonders erwähnenswert hierbei, dass vor allem die weiblichen Nutzer mit einem Vielbesteller-Anteil von 57.4% die männlichen Käufer (55.3%) distanzieren.

Einkaufshäufigkeit nach Geschlecht- Quelle: HSG Studie Internetnutzung Schweiz 2017
Einkaufshäufigkeit nach Geschlecht- Quelle: HSG Studie Internetnutzung Schweiz 2017

Asiatische Inspirationsquellen

Laut den Herausgebern hat in der diesjährigen Studie die Wichtigkeit des Warenangebots deutlich dazu gewonnen und gilt als hauptsächliche Inspirationsquelle. Das Angebot konnte gar die Faktoren Preise & Rabatte deutlich überholen, welche 2015 dieses Kriterium noch dominierten.

Erklären kann ich mir dies, dass einerseits durch die Frankenstärke und die damit zusammenhängende Preiserosion in den letzten 2 Jahren heute weniger auf den Preis geachtet wird, da diese sich auf tiefem Niveau eingependelt haben. Anderseits werden zunehmend Beratung, Services wie auch personalisierte Angebote als Inspirationsquelle wahrgenommen.

Was erstaunt ist, dass sich in den Top-3 der inspirierendsten Onlinehändler kein Schweizer Anbieter findet und zudem dieses Ranking von asiatischen Plattformen dominiert wird.

Top 10 der inspirierenden Online-Händler - Quelle: HSG Studie Internetnutzung Schweiz 2017
Top 10 der inspirierenden Online-Händler – Quelle: HSG Studie Internetnutzung Schweiz 2017

Die insgesamt über 100 Seiten starke Studie hält zahlreiche weitere interessante Untersuchungsergebnisse bereit rund um E-Commerce und Cross-Channel und kann bei der HSG bezogen werden.



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