E-Commerce


E-Business& E-Commerce 08 Mrz 2010 11:36 am

In der Schweiz haben wir zwei Vertreter des Private-Sales-Konzepts, dem sogenannten Clubshopping: eboutic.ch und fashionfriends.ch.

Über den Geschäftsgang von eboutic.ch haben wir bereits Ende 2009 berichtet. fashionfriends.ch sorgt derzeit für Aufmerksamkeit, da sie das 100′000 Mitglied begrüssen konnten, aber auch durch die Eröffnung eines Outlets in Luzern und eine restriktive Rücksendungspolitikkommunikation.

Zeit, die beiden Schweizer Vertreter kurz miteinander zu vergleichen:

eboutic.ch fashionfriends.ch
Gründungsjahr 2007 2009
Aktuelle Anzahl Mitglieder 350′000 100′000
Aktuelle Anzahl Kunden wird nicht kommuniziert 20′000
Geplante Mitgliederzahl 2010 700′000 250′000
Umsatz 2009 CHF 7 Mio. wird nicht kommuniziert, da kein vollständiges Geschäftsjahr
Umsatzziel 2010 mind. 100% Steigerung CHF 15 Mio.
Anzahl Pakete versandt wird nicht kommuniziert. Alleine für das Weihnachtsgeschäft 2009 waren es mehr als 30′000 50′000 (2009 im März gestartet)
Anzahl Mitarbeiter (FTE) 30 36 plus 25 im Bereich Logistik beim Logistik-Partner
Rücksendungsquote unter 5% 6-7%
Visits pro Monat 1′000′000 400′000
Stationäre Outlets Keine geplant 1. Outlet in Luzern
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E-Business& E-Commerce 02 Mrz 2010 11:51 pm

Unglaubliches spielt sich diese Tage in Bundesbern ab. Unsere Volksvertreter sind drauf & dran, den Schweizer E-Commerce zu exportieren.

Zum einen wird die Verzollung abgeschafft stark vereinfacht und die Mehrwertsteuerfreigrenze bei importierten Waren  von CHF 5.- auf 10 Franken erhöht. Damit werden Importe bis ca. CHF 130.- steuerfrei für den Endverbraucher, was grundsätzlich sehr zu begrüssen ist. Wie man die Verzollung bisher umgehen konnte, haben wir schon erklärt am Beispiel von Amazon.

Wie Patrick Kessler, Präsident des VSV, vorrechnet, ist der durchschnittliche Paketwert in der Schweiz im B2C Verkehr ca. 100.- und 80% der Pakete kommen heute schon aus dem Ausland. D.h. die ausländischen Anbieter können damit die Schweizer mehrheitlich frei von Mehrwertsteuer beliefern, Schweizer Versender werden wohl gezwungen sein, ihren Sitz ins nahe Ausland zu verlegen, und so den Heimmarkt wieder konkurrenzfähig zu beliefern.

Zum anderen haben sich die Schweizer wieder dem Diktat des Protektionismus’ unterworfen und sind nach 3-jähriger Abstinenz zur Buchpreisbindung zurückgekehrt. Einem Schutzgesetz für eine Branche die pennt und sowas nicht verdient wie es Andreas von Gunten zynisch auf den Punkt bringt.

Nochmals zusammenfassend Patrick Kessler in seinen VSV-News:

“Die ausländischen Buchversender und vor allem die Grossversender wird beides freuen, denn die tieferen Preise im Ausland kann die Schweizer Politik nicht verbieten, geschweige denn kontrollieren, es sei denn man unterbindet den Online-Buchhandel mit dem Ausland oder verpflichtet die ausländischen Anbieter die Buchpreisvorgaben in der Schweiz einzuhalten.”

Kurzfristig profitiert der Konsument und das ist zu begrüssen. Gut möglich aber, dass einige Anbieter der Schweiz den Rücken zuwenden und die Eidgenossen in Zukunft aus dem Ausland bedienen. Denn das könnte mit den heutigen Änderungen durchaus vorteilhaft sein.

Nur gut, dass engagierte Politiker(innen) doch noch ein Herz für Onliner haben.

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E-Business& E-Commerce 02 Mrz 2010 07:42 pm

Aus der Serie E-Commerce Trends 2010:

War 2009 Social-Commerce oft als Megatrend kolportiert worden fragen wir uns, wohin es damit gehen wird. Bewertungen, Kommentare aber auch Vertrauen bildende Massnahmen haben sich etabliert. Es wird schon bald eine Sättigung in diesem Bereich geben und neue Anwendungen müssen die Käufer überraschen. Oder um es nochmals anders zu formulieren; „sozial“ und „Kommerz“ sind eigentliche Gegensätze und der Einsatz von sozialen Funktionen im Onlinevertrieb wurde zunehmend verwässert oder eben „verkommerzialisiert“.

Zudem verhält sich der Mensch nicht erst seit dem Zeitalter des E-Commerce sozial, sondern es ist eine urmenschliche Eigenschaft, Erfahrungen zu teilen, sich mitzuteilen oder im Handel Services und Produkte zu empfehlen. Social-Commerce bietet hierzu einfach eine neue, elektronische Form. Das Verhalten selbst ist uns grundsätzlich angeboren.

So wird Social-Commerce einerseits zunehmend Technologie getrieben sein. Die führenden Shopsysteme werden auf Open-Source Technologien basieren – also selber soziale Produkte sein und damit einen neuen Antrieb für das social behaviour im Commerce stellen, in dem sich die Technologien verschmelzen, integrieren und Shop wie auch Plattform übergreifende Funktionen zur Verfügung stellen.

Anderseits muss Social-Commerce vermehrt neue soziale Funktionen anbieten, die uns Menschen, uns Käufern, berühren und es uns wert sind, uns mitzuteilen und auch einzukaufen. Der Mensch muss wieder in dem Mittelpunkt gestellt werden und nicht das Produkt. Die Technologie dazu ist Mittel zum Zweck, dies möglichst akkurat und emotional zu unterstützen.

Selbstverständlich haben wir heute die Möglichkeit, das soziale Verhalten im Onlineshopping durch

  • das Auslösen von Emotionen
  • die Inolvierung des Publikums
  • die Festigung des Zusammengehörigkeitsgefühls
  • die Steigerung des Selbstwertgefühls
  • das Ansprechen des Spieltriebes

zusätzlich zu fördern. Ein paar Beispiele hierzu:

Auslösen von Emotionen

Spendentombola - Schweizer Internetunternehmen und Onlineshops spenden für Haiti

Spendentombola - Schweizer Internetunternehmen und Onlineshops spenden für Haiti

Involvierung des Publikums

Tchibo ideas: Kunden entwickeln, Tchibo verkauft

Tchibo ideas: Kunden entwickeln, Tchibo verkauft

Festigung des Zusammengehörigkeitsgefühls

Groupon-Klon citydeal.de - nur die Masse macht Kasse rsp. bringt den Deal zu Stande.

Groupon-Klon citydeal.de - nur die Masse macht Kasse rsp. bringt den Deal zu Stande.

Steigerung des Selbstwertgefühls

qype.com - wer viel und objektiv bewertet wird oft gelesen, gut gerated vom Publikum und gilt als Experte oder Insider für eine Ortschaft.

qype.com - wer viel und objektiv bewertet wird oft gelesen, vom Publikum gut gerated und gilt als Experte oder Insider für eine Gegend.

Ansprechen des Spieltriebs

LBS-Dienst gowalla.com - Orte besuchen, sich identifizieren und Gegenstände sammeln, tauschen und dafür belohnt werden.

LBS-Dienst gowalla.com - Orte besuchen, sich identifizieren und Gegenstände sammeln, tauschen und dafür belohnt werden.

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E-Business& E-Commerce 02 Mrz 2010 08:15 am

Alexander Graf hat drüber in der Kassenzone kürzlich die Evaluationsphasen bei den Shoppingclubs definiert. Seine Überlegungen sind äusserst interessant und dürften auch für die Schweiz zu treffen. Vor allem auch vor dem Hintergrund, dass mit der Eröffnung des Outlet-Stores von Fashionfriends.ch in Luzern die Schweiz damit bereits Phase 4 erreicht hat, wogegen in Deutschland man auf die ersten Outlets noch wartet:

  • Phase 1: Overstock Selling – Das ist die Grundidee der Clubs. Je nach Betrachtungsweise wird es als preisdiskriminierender Erlöskanal für Marken vermarktet oder als Tool zur Kostenreduktion ohne Markenwerte zu gefährden.
  • Phase 2: Ergänzung mit MiniMarken – Die Skalierung ist die eigentliche Herausforderung der Clubs. Weil nicht schnell genug große Marken gewonnen werden können, wird auf kleine unbekannte Marken als Ergänzung zurückgegriffen. Diese Marken werden durch die Clubs teilw. erst zu Marken und müssen dafür ggf. sogar bezahlen.
  • Phase 3: Ergänzungsproduktion – Die hohe Nachfrage muss bedient werden, um unzufriedene Nutzer zu vermeiden. Dafür wird bei vielen Aktionen Ware extra nachproduziert, um z.B. fehlende Artikel zu ergänzen. In Phase 3 sind nach Ansicht von Alexander Graf alle größeren Clubs mind. angekommen.
  • Phase 4: Eigene Offline/Online Sales Channel – Vente Privée hat einen eigenen stationären Kanal, um Rest-Restbestände abzuverkaufen. Das ist auch bei anderen Anbietern zu erwarten, entweder online oder offline. Bei Vente Privée muss man allerdings erwähnen, dass sie aus dem Stationärhandel kommen.
  • Phase 5: Eigene Kollektionen – Das erleben wir nun bei Gilt. Ware die es niemals im Stationärhandel geben wird, gibt es bei einem Club als Aktion. Das verändert die Rolle des entsprechenden Clubs maßgeblich. Damit wird er ein direkter Konkurrent der großen Fashion-Ketten.
  • Phase 6: Eigenmarkenproduktion – Aufgrund von Margendiskussionen, ggf. getrieben durch einen Börsengang, werden Gilt & Co. eigene Marken produzieren und vermarkten. Das haben sie bereits in Phase 2 gelernt und wissen das nun zu skalieren. Wichtig ist nur eine gute Mischung aus Fremd- und Eigenmarken. Das Erfolgsrezept aller guten Onlineshops.
  • Phase 7: Eigene Stores – Gilt & Co. eröffnen eigenen Flagshipstores in den großen Metropolen und sind damit etablierter Teil der Fashionindustrie geworden. Das Geschäft hat kaum noch was mit Phase 1 zu tun.
  • Phase 8: Die Fashionindustrie hat sich verändert
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E-Business& E-Commerce 01 Mrz 2010 11:00 pm

Simon Köhler hat kürzlich in der eCommerce Lounge  die besten iPhone-Apps für Shopbetreiber vorgestellt. Die gelungene Übersicht zeigt, wie man Umsatzzahlen, KPIs und weitere nützliche Infos rund um den Onlinevertrieb immer Griffbereit hat.

Von den über 20 iApps hier eine kleine Auswahl:

Magento Cockpit

Die besten iPhone Apps für Shopbetreiber

Beschreibung:

Mit Magento Cockpit können Sie den aktuellen Tagesumsatz, die Anzahl der Transaktionen und Vergleichszahlen für zurückliegende Tage abrufen. Auch Wochen- oder Monatsvergleiche sind möglich. Die Software benötigt ein Magento-Modul, erhältlich bei Magento Connect.

Infos:

Herausgeber: Team in medias GmbH
Sprachen: Deutsch, Englisch
Preis: kostenlos
Link: Magento Cockpit

ServerAdmin

Die besten iPhone Apps für Shopbetreiber

Beschreibung:

ServerAdmin ist ein intuitiv bedienbares Tool für Server-Administratoren, die den Parallels Plesk Panel nutzen. Sie können neue Clients hinzufügen, bearbeiten oder löschen und haben mit dem Statisik-Tool stets den Überblick über den Server-Status.

Infos:

Herausgeber: mediaBunker
Sprachen: Englisch
Preis: 2,99 Euro
Link: ServerAdmin

Analytics App

Die besten iPhone Apps für Shopbetreiber

Beschreibung:

Analytics App ist eine hilfreiche Integration von Google Analytics auf dem iPhone. Die eigenen Zugrifsszahlen usw. sind so immer, auch unterwegs, mit dabei.

Infos:

Herausgeber: Inblosam LLC
Sprachen: Deutsch, Niederländisch, Englisch, Französisch, Italienisch, Japanisch, Spanisch
Preis: 4,99 Euro
Link: Analytics App

PortoCheck

Die besten iPhone Apps für Shopbetreiber

Beschreibung:

Mit PortoCheck kann man anhand der Paketgröße und dem Paketgewicht die Gebühren von der Deutschen Post/DHL, Hermes, DPD und GLS gleichzeitig europaweit vergleichen. Zudem kann die nächste Paket-Filiale mit einem Klick auf der Anbieterseite gesucht werden.

Infos:

Herausgeber: Thomas Lederer
Sprachen: Deutsch
Preis: 0,79 Euro
Link: PortoCheck

MwSt-Rechner 2010

Die besten iPhone Apps für Shopbetreiber

Beschreibung:

Der MwSt-Rechner 2010 ist ein nützliches Programm zur Errechnung der MwSt. Die Datenbank des Rechners beinhaltet alle Mehrwertsteuersätze der EU, einfache und ermäßigte. Auch eigene Steuersätze können hinzugefügt werden.

Infos:

Herausgeber: ImagineNET
Sprachen: Deutsch, Englisch, Finnisch, Französisch, Italienisch, Luxembourgish, Portugiesisch, Spanisch
Preis: 0,79 Euro
Link: MwSt-Rechner 2010

Credit Card Check

Die besten iPhone Apps für Shopbetreiber

Beschreibung:

Credit Card Check ist eine einfache Software, um die Gültigkeit einer Kreditkartennummer zu überprüfen. Unterstützt werden folgende Karten: Visa, Mastercard, American Express, Discovery, Diners, JCB, Maestro und Visa Electron.

Infos:

Herausgeber: ib8 Solucoes
Sprachen: Englisch, Portugiesisch, Spanisch
Preis: 0,79 Euro
Link: Credit Card Check

Delivery Status touch

Die besten iPhone Apps für Shopbetreiber

Beschreibung:

Das Tool ermöglicht einen Überblick über ihre offenen Lieferungen und informiert über die geplante Lieferung. Die Hauptanzeige zeigt ihnen den aktuellsten Status ihrer Bestellung und zählt die Tage runter bis zur wahrscheinlichen Ankunft.

Infos:

Herausgeber: Junecloud LLC
Sprachen: Deutsch, Dänisch, Niederländisch, Englisch, Französisch, Italienisch, Japanisch, Norwegisch, Schwedisch
Preis: 2,39 Euro
Link: Delivery Status touch

Die vollständige Liste findet man in der eCommerce Lounge.

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E-Business& E-Commerce 28 Feb 2010 10:17 pm
fashionfriends Newsletter vom 28. Februar 2010

fashionfriends Newsletter vom 28. Februar 2010

Fashionfriends macht derzeit Furore; einerseits wird diese Woche ein stationäres Outlet in Luzern eröffnet, anderseits weist der Clubshopping-Anbieter heute in seinem Newsletter prominent daraufhin, dass die Kunden bitte nichts zurücksenden sollen.

Die selbe Nachricht wurde kürzlich im clubeigenen Blog verbreitet. Hat man hier evtl. die Schwierigkeiten im Verkauf von Fashion unterschätzt und sitzt auf zu viel Ware, die man nun im Outlet versucht los zu werden?

Retouren-Quoten von ca. 40% sind (leider) nicht nur im traditionellen Bekleidungs-Versandhandel üblich, sondern auch bei Online-Fashionshops. Dass dies bei niedrigen Margen einem Anbieter fast das Genick brechen kann, scheint logisch. Die Anstrengungen von fashionfriends mit den Informationen in Blog und Newsletter vermitteln fast einen etwas hilflosen Eindruck.

Wo bleibt das Interesse des Kunden? Versteht man sich bei den Schweizer Clubshops nicht mehr als Dienstleister?

Besonders ärgerlich ist, dass man Schuhe nicht mehr zurücksenden können soll. Damit agiert fashionfriends.ch ziemlich gegen den aktuellen Trend. Gerade kürzlich hat der deutsche Händler Zalando sein Rückgaberecht auf 100 Tage erhöht; der us-amerikanische Primus in Sachen Schuhe Zappos ist mit 365 Tagen - notabene einem vollen Jahr – immer noch wegweisend.

Etwas “grosszügiger”, jedoch mit 7 Tage Rückgaberecht nicht wirklich fortschrittlich, zeigt sich der der andere Schweizer Clubshop eboutic.ch aus Lausanne.

Dass auch die europäische Konkurrenz sich nicht gerne mit Retouren herumschlägt ist schon andernorts aufgefallen, zuweilen zeigt man sich auch äusserst kreativ, Waren nicht ins eigene Lager zurücknehmen zu müssen.

Eine deutliche Sprache, wie es um den Kundenservice am Beispiel des deutschen Shoppingclubs Brands4Friends steht, zeigen die über 200 Kommntare in deren Blog. Man ist fast geneigt von Service-Wüste zu sprechen.

Also, liebe Mode-Freunde bei fashionfriends.ch; wie wäre es mit einem tollen Kundenservice, etwas mehr Beratung und kundenfreundlichen Entscheidungshilfen? Dann könnte sich die Retouren-Quote auch auf ein erträgliches Niveau zurückbilden, anstatt das ganze mit Paragraphen durchsetzen zu wollen. Einfach mal im Interesse des Kunden.

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E-Business& E-Commerce 25 Feb 2010 10:55 am

Clubshopping wird immer populärer in der Schweiz und die beiden lokalen Player eboutic.ch und fashionfriends.ch warten mit Neuigkeiten auf.

Umsatzmässig wollte eboutic.ch im vergangenen Jahr die CHF 7 Mio. Marke durchbrechen und fashionfriends.ch peilt innert 3 Jahren gar einen Umsatz von CHF 60 Mio. an.

Einen neuen Weg schlägt nun fashionfriends.ch ein: Am 3. März wird in Luzern ein Outlet-Store eröffnet. Man will damit den grössten Markenoutlet der Zentralschweiz aufbauen, direkt im Herzen von Luzern.

Damit folgt der Clubshop aus Langenthal auf einen von uns prognostizierten E-Commerce Trend 2010:  Multichanneling.

FashionFriends Outletstore in Luzern

FashionFriends Outletstore in Luzern

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E-Business& E-Commerce 24 Feb 2010 09:02 am

Heute veröffentlicht der führende Schweizer Vergleichsdienst Comparis eine Medienmitteilung mit dem Titel “comparis.ch zum Live-Shopping – dem Trend im Schweizer Onlinehandel” (PDF).

Dabei werden die beiden sehr grundlegend verschiedenen Konzepte von Liveshopping und Clubshopping vermischt:

“Die Entwicklung von Live-Shopping in der Schweiz lässt sich anhand einiger Zahlen dokumentieren. Innerhalb eines Jahres sind hierzulande rund ein Dutzend Live-Shopping-Anbieter entstanden. Und fast monatlich kommen neue hinzu. Am bekanntesten sind daydeal.ch, gudi.ch, qoqa.ch, eboutic.ch und fashionfriends.ch.

Die zwei Letzteren vertreiben unter anderem Markenkleider zu stark reduzierten Preisen. Um die Angebote einsehen zu können, muss man sich einschreiben und dann bei jeder Nutzung erneut anmelden. Diese Art des Live-Shoppings wird auch Club-Shopping genannt.”

Nicht ganz liebe Comparis, Club-Shopping ist ein gänzlich anderes Verkaufskonzept und die grossen Player in Europa machen damit Jahresumsätze von über einer Milliarde CHF (z.B. vente-privee.com 2009: EUR 700 Mio.).

Die wichtigsten Eckwerte der beiden Konzepte:

Liveshopping

  • Ein Artikel pro Tag
  • Stark reduzierter Preis
  • Limitierte Verfügbarkeit
  • Starke Community-Integration
  • Public Angebot
  • Lieferung grundsätzlich innert weniger Tagen
  • Funktioniert nach den “psychologischen Modellen” von Verknappung, Schnäppchen, Spontankauf etc.
  • International bereits vertikale Ableger von Major-Playern z.B. für Wein, T-Shirts etc.
  • Wichtige Internationale Player: woot.com, ibood.com, guut.de etc.

Clubshopping

  • Geschlossene Käufergruppen
  • Zutritt nur gegen Anmeldung oder Empfehlung
  • Aktionen umfassen idR. mehrere Angebote, beispielsweise eines Designers, eines Styles oder eines Themas im Fashionbereich
  • Funktioniert nach den “psychologischen Modellen” von Zugehörigkeit (VIP), Exklusivität, Fashion-Emotionen etc.
  • Vielfach laufen mehrere Aktionen parallel über 3-7 Tage
  • Lieferfrist oft mehrere Wochen
  • Wichtiger Absatzkanal für die Fashionindustrie
  • Mittlerweile gibt es eigene Kollektionen nur für den Clubshopping-Kanal
  • Wichtige internationale Player: vente-privee.com; brands4friends.de, buyvip.de etc.

Die Trends Liveshopping und Clubshopping sind bereits über 2-3 Jahre alt. Aktuelle Trends im E-Commerce gibts u.a. in 3 Wochen an der E-Commerce Conference des Internet-Briefings.

PS: Ich habe die Mitteilung zu Ende gelesen - aber es wurde leider nicht besser ;-)

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E-Business& E-Commerce 24 Feb 2010 08:26 am

Seit heute versucht sich auch Conrad im Liveshopping und präsentiert jeweils die Idee des Tages:

Ab heute präsentieren wir Ihnen auf conrad.ch unsere “Idee des Tages”. Jeden Tag ein Artikel bis zur Schmerzgrenze reduziert und immer nur einen Tag gültig!

Conrad bietet damit jedoch nur eine Komponente des erfolgreichen Liveshopping-Konzepts; ein Produkt pro Tag zu einem reduzierten Preis. Der Artikel scheint weder in einer limitierten Anzahl verfügbar noch werden die elementaren Community-Funktionen angeboten. Eine Interaktion mit den Nutzern fehlt gänzlich wie auch die zeitliche Komponente mit dem psychologisch wichtigen Countdown.

Liveshopping bei Conrad

Liveshopping bei Conrad

Dennoch scheint Conrad sich an neuen Konzepten zu versuchen, zumal ähnlich wie bei Daydeal / Brack der gesamte Einkauf, die Shop-Integration und das Fulfilment über die bestehenden Kanäle abgewickelt werden können.

Das von Conrad heute vorgestelle Modell ist demjenigen von Heiniger (”Deal des Tages”) sehr ähnlich, wobei dieser noch die Zeitkomponente (Countdown) integriert.

Bin gespannt, wann der Schweizer Liveshopping-Konsolidierer livebuzz.ch Conrad aufnimmt.

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E-Business& E-Commerce 22 Feb 2010 06:22 pm

Aus der Serie E-Commerce Trends 2010:

Der Suche im Onlineshop kommt eine immer vitalere Bedeutung zu, insbesondere wenn das Sortiment mehrere Zehntausend oder gar Millionen von Artikeln umfasst. Die einfache Volltextsuche hat ausgedient und bringt unbefriedigende Resultate. Die Suche wird intelligent und analysiert die Präferenzen des Anwenders. Was er sich vorher bereits angeschaut hat, welche Interessen er bekundete durch seinen Clickstream oder vergangene Einkäufe.

All das wird vermehrt in die Aufbereitung der Resultate einfliessen. Die Ergebnisse werden individualisiert und lassen sich weiter einschränken und sortieren. Intelligente Filter lassen die Resultate weiter eingrenzen, so dass das Gewünschte – und gerne noch etwas mehr- möglichst schnell gefunden wird.

Eines der Zauberwörter heisst dabei Guided Navigation. Die gesamte Shop-Navigation mutiert zum individuellen Filterset und offeriert die optimalsten Attribute für das erfolgreiche Auffinden. Erfolgreich zeigt dies schon länger u.a. das Schweizer Portal vacando.com - die Suche basiert auf der Technologie von Endeca.

Guided Navigation am Beispiel von vacando.com

Guided Navigation am Beispiel von vacando.com

Nebst Endeca gibt es auf OpenSource Basis mit Lucene/Solr und Smila bereits seit längerem zwei valable Alternativen

Was zeichnet die erfolgreiche Suche aus? Nebst dem, dass sie intuitiv zu bedienen sein muss, sollte sie nie keine Resultate liefern, muss geeignete Filter anbieten aber auch so adjustiert sein, dass die Resultate nicht zu eng gefasst sind, dass auch noch Platz für passende Produkte bleibt, die nicht zu 100% den Kriterien entsprechen, aber vom Kunden dennoch gefunden werden möchten. Dies ganz im Sinne des Kundenservices und des positiven Überraschungseffekts.

Aber die reine Listenansicht der Resultate wird ausgedient haben. Wir Menschen sind visuelle Wesen, wir orientieren uns anhand von Bildern und nutzen diese Sinneskräfte. Wir werden demnächst neue Arten von Suchen sehen – die Aufbereitung der Resultate wird vielmehr visuell geschehen und unsere Emotionen damit eher ansprechen. Ein Beispiel wie die Zukunft aussehen könnte, zeigt uns Zappos.

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