Carpathia: E-Business, E-Commerce, Cross-/Omni-Channel, Digital-Transformation Blog http://blog.carpathia.ch Aktuelles, Interpretationen, Zahlen und Hintergründe zu Digital Business - Digitale Transformation - E-Business - E-Commerce - Mobile - Cross-Channel Fri, 23 Jun 2017 08:00:06 +0000 de-CH hourly 1 Rückblick auf die EHI Omnichannel Days ’17 in Köln http://blog.carpathia.ch/2017/06/23/rueckblick-auf-die-ehi-omnichannel-days-17-koeln/ http://blog.carpathia.ch/2017/06/23/rueckblick-auf-die-ehi-omnichannel-days-17-koeln/#respond Fri, 23 Jun 2017 08:00:06 +0000 http://blog.carpathia.ch/?p=20252 Die jährlichen EHI Omnichannel Days in Köln haben auch 2017 abwechslungsreiche Inputs unterschiedlichster Händler und Dienstleister rund um das Themengebiet Multichannel/Omnichannel geliefert.   „Man muss den Tiger hören, wenn man ihn sieht ist es zu spät“ Felix Brunner, Migros Wie immer hat der Event mit der Präsentation der neu erstellten Omnichannel-Studie des EHI begonnen. Eines […]

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Die jährlichen EHI Omnichannel Days in Köln haben auch 2017 abwechslungsreiche Inputs unterschiedlichster Händler und Dienstleister rund um das Themengebiet Multichannel/Omnichannel geliefert.

EHI Omnichannel Days 2017

 

„Man muss den Tiger hören, wenn man ihn sieht ist es zu spät“
Felix Brunner, Migros

Wie immer hat der Event mit der Präsentation der neu erstellten Omnichannel-Studie des EHI begonnen.

Eines Fazits der Studie:
Omnichannel-Shops sind im Schnitt erfolgreicher als Monochannel-Shops. Allerdings gibt es bei Monochannels die grössten Ausreisser (Amazon).

Die Studie kann beim EHI bezogen werden.

Am spannendsten waren wie immer die Panel-Diskussionen, welche direkt auf der Bühne stattgefunden haben.
Im Vergleich zu klassischen Vorträgen, bieten die Panels, bestehend aus einer Kombination von Interview und Diskussion, für die Händler unter den Besuchern mehr relevante Inputs und wertvolle Informationen als Vorträge von Systemanbietern.
Die Panels waren auch deshalb spannend, weil Vertreter unterschiedlicher Branchen auf der Bühne waren und so unterschiedlichen Strategien, Konzepte und Erfahrungen gegeneinander trafen.

Mit den teilweise parallelen Sessions bestand zudem für jeden Besucher die Möglichkeit, selektiv die jeweils spannenderen Themen rauszupicken.

Panel zu CRM und Kundenbindung

Während bei Rossmann die Kundenbindung in den Anfängen steckt ist CRM bei P&C und Douglas bereits in einem fortgeschrittenen Stadium, mit jeweils grösseren Teams welche in diesem Bereich aktiv sind. Rossmann hat die Kundenkarte nur digital in einer APP – zumindest vorläufig und das Hauptmarketinginstrument ist übrigens immer noch eine 14-täglich erscheinende Print-Beilage mit einer Auflage von 29 Mio.

Nicht bei jedem Business macht Kundenbindung Sinn.
Bei Matratzen-Concord macht Kundenbindung nur begrenzt Sinn, denn eine Matratze kauft man nur alle 10-15 Jahre.
Gemäss Marcus Diekmann von Matratzen Concord gibt es 1’000 ToDo’s um zu den Mitbewerbern aufzuholen. Da bleibt viel zu tun und wirklich spanned wird es dann, wenn das alles umgesetzt ist und er erzählen kann was wie funktioniert hat.
Für Alle, welche Digitale Experten in Deutschland suchen, empfiehlt Marcus Diekmann übrigens XING – und man soll interessante Personen immer gleich per du anschreiben.

Eines der Highlights des Events war der Vortrag von Peter Wolter der OTTO Group, welcher sehr spannend dargelegt hat, wie die OTTO Group sehr grosse Projekte agil angeht und umsetzt. Dies insbesondere auch dann, wenn zu Beginn des Projekts nur eine Vision da ist und noch nicht klar ist, was am Schluss genau rauskommen soll.

„Sagen Sie Ihren Experten nicht, was Sie bauen sollen. Sagen Sie Ihnen, was Sie erreichen sollen.“
Peter Wolter, Otto Group

Peter Wolter der OTTO Group

Einige neue Begriffe

Schatten-Pick-Up’s  Kunden, welche im Online Shop ein Produkt suchen und dann in der Filiale kaufen (ohne Nutzung von Click&Collect)

Click&Collect Crossselling  Zusatzverkäufe beim Abholen der Online gekauften Ware.

Contextual Omnichannel  Content auf allen Kanälen personalisiert, geobasiert und zeitlich gesteuert ausgeben.

 

Fazit

Wie zu erwarten war sind fast an jedem Vortrag (und in den Diskussionen sowieso) einer oder mehrere der folgenden Aussagen gefallen:

  • Den Kunden ins Zentrum stellen – Dem Kunden ein tolles Erlebnis bieten, bzw. ihn nicht enttäuschen.
  • Nahtlose Customer Journey – An allen Touchpoints alle relevanten Informationen und Services zur Verfügung stellen.
  • Datengetrieben sein – Daten über das Kundenverhalten sammeln, analysieren, Massnahmen ableiten und umsetzen.
  • Ein Mehrkanalkunde (Kunde der auf mehreren Kanälen Umsatz macht) ist wertvoller als ein Monokanalkunde.
  • Agilität – Um wettbewerbsfähig bleiben zu können muss man flexibel sein und Vollgas geben können. Grosse Projekte müssen in viele kleine Steps unterteilt werden.
Felix Brunner, Migros

„Keep calm an digitalize.“
Felix Brunner, Migros

… und last but not least:

Zwischen den Vorträgen, Mittags und Abends war jeweils reichlich Zeit für den Austausch und Networking. Das Ex-Industriegelände bot dafür wiederum einen sehr angenehmen Rahmen. Ebenfalls gewichtige Gründe, welche für die Veranstaltung sprechen.

Networking an der EHI

 

Interessenbindung: Carpathia ist Medienpartner der Veranstaltung

 


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E-Commerce-Report 2017 – Digitale Transformation im Übernachtungsgewerbe (3/3) http://blog.carpathia.ch/2017/06/20/e-commerce-report-2017-digitale-transformation-im-uebernachtungsgewerbe-33/ http://blog.carpathia.ch/2017/06/20/e-commerce-report-2017-digitale-transformation-im-uebernachtungsgewerbe-33/#respond Tue, 20 Jun 2017 15:30:33 +0000 http://blog.carpathia.ch/?p=20148 Dies ist der dritte von insgesamt drei Beiträgen zum kürzlich veröffentlichten E-Commerce-Report Schweiz 2017. Hier geht es zum ersten oder zum zweiten Teil. Gerade im Übernachtungsgewerbe spielt das Motto Embrace the customer journey! eine grosse Rolle. Der E-Commerce-Report Schweiz 2017 hat diese Branche zum Vertiefungsthema genommen und zeigt eindrücklich, wie sie sich mit der digitalen […]

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Dies ist der dritte von insgesamt drei Beiträgen zum kürzlich veröffentlichten E-Commerce-Report Schweiz 2017. Hier geht es zum ersten oder zum zweiten Teil.

Gerade im Übernachtungsgewerbe spielt das Motto Embrace the customer journey! eine grosse Rolle. Der E-Commerce-Report Schweiz 2017 hat diese Branche zum Vertiefungsthema genommen und zeigt eindrücklich, wie sie sich mit der digitalen Transformation schwer tut.

Das Gewerbe steht denn auch hinsichtlich vieler Aspekte unter Druck: Auf der einen Seite ist da der Auslandmarkt, der Konkurrenz mit niedrigem Preisniveau aufwartet, begünstigt durch die Schweizer-Franken-Stärke, sowie eine gehemmte Nachfrage/Kaufkraft aufweist. Auf der anderen Seite trägt die Digitalisierung und Konnektivität ebenfalls stark zur Veränderung in der Übernachtungsbranche bei (Abbildung 6).

Abbildung 6 | Quelle: Wölfle, Ralf & Leimstoll, Uwe: E-Commerce-Report Schweiz 2017 – Digitalisierung im Vertrieb an Konsumenten. Eine qualitative Studie aus Sicht der Anbieter. 9. Ausgabe. Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW, 12. Juni 2017, S. 25.

Dass die Übernachtungsbranche unter anderem aufgrund der oben abgebildeten Dynamiken, wie zum Beispiel veränderten Kundenverhaltens, den Zugang zu ihren Kunden verloren hat, widerspiegelt sich auch in der Verschiebung von Direktbuchungskanälen zu externen Buchungskanälen in den letzen zehn Jahren (Abbildung 7).

Abbildung 7 | Quelle: Wölfle, Ralf & Leimstoll, Uwe: E-Commerce-Report Schweiz 2017 – Digitalisierung im Vertrieb an Konsumenten. Eine qualitative Studie aus Sicht der Anbieter. 9. Ausgabe. Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW, 12. Juni 2017, S. 27.

Im Unterschied zu 2006 (74.9 %) waren im Jahr 2016 nur noch 56.7 % aller Buchungen Direktbuchungen bei Hotels. Externe Buchungskanäle, sogenannte Online Travel Agencies (OTAs), konnten ihren Anteil von 4 % auf satte 26.9 % steigern. Die bedeutendsten OTAs für die Schweiz sind booking.com – mit einem Marktanteil von 70 % -, Expedia sowie HRS.

Erfolgreich sind die OTAs bei den Kunden, weil sie nutzerfreundlich sind sowie eine hohe Bekanntheit haben und Vertrauen bei ihren Nutzern geniessen. Neben den OTAs werden im Report ausserdem Metasuchmaschinen (wie trivago), Google und Airbnb thematisiert und spezifisch auf deren Rolle im Übernachtungsgewerbe eingegangen. Wer sich darüber vertieftes Wissen aneignen möchte, dem ist Kapitel 4 (S. 24-51) des Reports sehr zu empfehlen.

Gemäss den Studienautoren sind viele Unternehmen in diesem Gewerbe noch auf einem niedrigen Entwicklungsstand. Dies betrifft nicht nur die technische Infrastruktur, sondern auch das Know-how. Die Mehrheit habe es verschlafen, auf die Marktveränderungen adäquat zu reagieren. Als Empfehlung weisen die Autoren auf die Schweizer Medienbranche hin, die zeigt, dass für die Bewältigung der Herausforderungen, welche die Digitale Transformation mit sich bringt, unternehmensübergreifende Anstrengungen gefragt sind.

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Ein Marktplatz muss zur ersten Anlaufstelle werden http://blog.carpathia.ch/2017/06/20/ein-marktplatz-muss-zur-ersten-anlaufstelle-werden/ http://blog.carpathia.ch/2017/06/20/ein-marktplatz-muss-zur-ersten-anlaufstelle-werden/#respond Tue, 20 Jun 2017 09:30:55 +0000 http://blog.carpathia.ch/?p=20118 Kürzlich erschien im Swiss IT Reseller ein Interview mit Thomas Lang zum Thema Marktplätze für Händler. Hier die Zusammenfassung für die ganz eiligen Leser. Der Frage nach dem Potential und den Zukunftschancen von Online-Marktplätzen wird dabei besonders Beachtung geschenkt. Thomas Lang rechnet damit, dass auch im Bereich Marktplätze eine Konsolidierung stattfinden wird, sodass am Ende […]

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Kürzlich erschien im Swiss IT Reseller ein Interview mit Thomas Lang zum Thema Marktplätze für Händler. Hier die Zusammenfassung für die ganz eiligen Leser.

Der Frage nach dem Potential und den Zukunftschancen von Online-Marktplätzen wird dabei besonders Beachtung geschenkt. Thomas Lang rechnet damit, dass auch im Bereich Marktplätze eine Konsolidierung stattfinden wird, sodass am Ende zwei bis maximal drei Marktplätze übrig bleiben werden – einer davon wird notabene Amazon sein. Nicht unterschätzt werden dürfen hierbei aber auch die Marktplätze aus asiatischem Raum bzw. mit asiatischen Händlern/Herstellern (Alibaba, JD, Wish).

Aus Kundensicht sind Marktplätze interessant, weil sie eine One-Stop-Solution bieten. So sehen die Kunden auf Marktplätzen Angebote mehrerer Anbieter bequem auf einen Blick und können diese besser miteinander vergleichen. Sie profitieren auch von nur einem Login, müssen alle damit verbundenen Daten nur einmal pflegen u.v.m.

Für Händler ist ein Auftritt auf einem Online-Marktplatz vor allem interessant, weil er dadurch mehr Reichweite und Zugang zu neuen Kunden erhält. Nachteilig ist, dass die Kunden dann nicht dem Händler ‚gehören‘, sondern dem Marktplatz-Betreiber und von diesem weiter bearbeitet werden. Deshalb präferiert es der Händler, mehrheitlich im eigenen Onlineshop zu verkaufen. Ausserdem wird in der Schweiz eine Marktplatz-Teilnahme noch im Sinne einer Dual-Strategie verstanden: Händler verkaufen also sowohl über die eigene Plattform als auch über einen Marktplatz. In Deutschland hingegen – mit der Übermacht von Amazon – gibt es Händler, die eine reine Marktplatz-Strategie fahren und nur auf dem Amazon-Marketplace präsent sind.

Ein Marktplatz muss seinen Händlern vor allem etwas bieten: Traffic/Frequenz. Das ganze Marketing erfolgt also durch den Marktplatz-Betreiber, genauso wie das Inkasso und die Harmonisierung der AGB. In anderen Bereichen unterscheiden sich jedoch die Services hinsichtlich deren Umfänge: Bei der Logistik reicht dies vom einfachen Weiterreichen der Bestellung bis hin zur kompletten Fulfillment-Lösung.

Als grundsätzliche Erfolgsfaktoren für Marktplätze gelten ein sowohl breites als auch tiefes Sortiment sowie attraktive Preise und gute Serviceleistungen. Ein Marktplatz muss es schaffen, dass er zur ersten Anlaufstelle wird und so seine Legitimation erhält.

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E-Commerce-Report 2017 – Embrace the customer journey (2/3) http://blog.carpathia.ch/2017/06/19/e-commerce-report-2017-embrace-the-customer-journey-23/ http://blog.carpathia.ch/2017/06/19/e-commerce-report-2017-embrace-the-customer-journey-23/#respond Mon, 19 Jun 2017 15:30:41 +0000 http://blog.carpathia.ch/?p=20154 Dies ist der zweite von insgesamt drei Beiträgen zum kürzlich veröffentlichten E-Commerce-Report Schweiz 2017. Hier geht es zum ersten Teil. Einstieg in die digitale Transformation Die Resultate des E-Commerce-Reports Schweiz 2017 wurden am 10. Schweizer E-Commerce Summit präsentiert. Das Event-Motto lautete: Embrace the customer journey! Einer der grossen Unterschiede zwischen erfolgreichen und nicht erfolgreichen Anbietern sieht […]

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Dies ist der zweite von insgesamt drei Beiträgen zum kürzlich veröffentlichten E-Commerce-Report Schweiz 2017. Hier geht es zum ersten Teil.

Einstieg in die digitale Transformation

Die Resultate des E-Commerce-Reports Schweiz 2017 wurden am 10. Schweizer E-Commerce Summit präsentiert. Das Event-Motto lautete: Embrace the customer journey!

Einer der grossen Unterschiede zwischen erfolgreichen und nicht erfolgreichen Anbietern sieht die Studie in ihren Haltungen, unter anderem gegenüber den Kunden. Nicht erfolgreiche Anbieter sprechen von ihren Kunden und sagen Dinge wie: „..die nehmen uns die Kunden weg“ oder „..Online ist der Feind“ – eine passive Haltung. Erfolgreiche Unternehmen hingegen, gehen aktiv auf ihre Kunden zu.

Die Passiven werden in der Studie auch als traditionelle, produktgetriebene bzw. sortimentsgetriebene Anbieter bezeichnet. Sie werden dadurch charakterisiert, dass sie mit ihren Geschäftspartnern in Kunden-Lieferanten-Beziehungen stehen, typischerweise eine im Markt bekannte Handelsmarke haben und an stationär gut frequentierten Standorten vertreten sind. Dort stellen sie ihr Angebot aus und warten darauf, dass die Kunden kommen und kaufen.

Die Aktiven bezeichnet die Studie auch als datengetriebene Anbieter, die keinen Anspruch auf die Kunden voraussetzen. Als Beispiele werden Digitec Galaxus oder die PCP.COM-Gruppe genannt. Sie stützen sich, wie es der Name vorwegnimmt, auf Daten ab und setzen sich detailliert mit ihren Kunden und den Situationen auseinander, in denen diese einen Bedarf haben, und suchen so neue Zugänge zu ihnen. Ganz im Sinne von: Embrace the customer journey – mit Daten. Bei ihnen spielt das Produktsortiment gemäss Studie nur eine nachgelagerte Rolle (Produktgetriebene vs. datengetriebene Anbieter: untere Hälfte der Abbildung 5).

Abbildung 5 | Quelle: Wölfle, Ralf & Leimstoll, Uwe: E-Commerce-Report Schweiz 2017 – Digitalisierung im Vertrieb an Konsumenten. Eine qualitative Studie aus Sicht der Anbieter. 9. Ausgabe. Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW, 12. Juni 2017, S. 13.

Um im kleinen Schweizer Markt weiter wachsen zu können, treten einige Schweizer Anbieter ergänzend auf einem oder mehreren Onlinemarktplätzen auf (Spezialisierung). Andere, deren Kernkompetenz in der Kundenakquise und dem Generieren von Traffic liegt, öffnen sich und werden zu einem Marktplatz oder einer Plattform für ein Ökosystem (Erweiterung) (obere Hälfte der Abbildung 5).

Als weitere Erfolgsfaktoren neben einer aktiven, datengetriebener Haltung, nennen die Studienteilnehmer zudem eine agile Organisation mit einer Kultur des Ausprobierens und hohe Technologiekompetenz:

Die Kultur, etwas ausprobieren zu dürfen, Fehler machen zu dürfen und wieder neu zu probieren, ist für uns extrem wichtig. (Markus Mahler, BRACK.CH)

 

Entscheidend ist der Wille, die Digitalisierung für sich zu nutzen, und gewisse Dinge auszuprobieren. Für jeden Test sollte man eine Hypothese und Erfolgskennzahlen formulieren. (Constantin Hilt, siroop)

 

Ob jemand im E‐Commerce erfolgreich ist, hängt massgeblich davon ab, ob er die Technologie beherrscht und wie schnell er neue Sachen umsetzen kann. (Florian Teuteberg, Digitec Galaxus)

E-Commerce-Report Schweiz 2017, S. 13.

Leistungsmerkmal Logistik

Es ist wichtig, aktiv (neue) Kundenzugänge zu schaffen. Die Customer Journey hört da aber nicht auf. Entscheidend ist auch, inwiefern sich ein Anbieter bezüglich Lieferung und Service von seinen Mitbewerbern unterscheidet. Der Report nennt die Logistik als eines der wichtigsten Leistungsmerkmale im E-Commerce. Deshalb arbeiten die Studienteilnehmer in diesem Bereich intensiv an der Zuverlässigkeit, Schnelligkeit und Flexibilität (qualitativ) sowie an der Erhöhung der Effizienz (operativ).

Die viel diskutierte Same Day Delivery sei bei den Konsumenten wenig gefragt, besonders, wenn sie dafür zahlen müssten. Bei den führenden Anbietern hat sich die Next Day Delivery zum Standard etabliert.

Einige Beispiele zeigen, dass die Anbieter auch versuchen, sich durch die Logistik zu differenzieren: Coop und Migros etwa nutzen ihr grosses Filialnetz, um ihren Kunden zusätzlich die Möglichkeit zum Pick-up bieten zu können. Brack.ch-Kunden können ihre bis 12 Uhr aufgegebenen Bestellungen ab 17 Uhr an einem von notime betriebenen PickupPoint abholen.

Im E‐Commerce ist die Warenübergabe als Touchpoint ein Schlüsselelement in der Beziehung zu Kunden. (Dominique Locher, LeShop)

E-Commerce-Report Schweiz 2017, S. 10.

Keine durchgängige Customer Experience im Sinne von No-Line-Commerce erreicht

Im diesjährigen Report wurde ausserdem eine Zwischenbilanz zum Thema Multikanalhandel gezogen. Die Studienteilnehmer wurden befragt, ob die bedeutendsten Multikanalhändler in ihrer Branche bereits eine kanalübergreifende Customer Experience realisieren konnten. Die Meinungen zwischen den Branchen gingen weit auseinander. Nur im Medienhandel wurde dem vorsichtig zugestimmt, die Mode- und Reisebranche hingegen verneinte. Das Problem sehen die Befragten vor allem im Fehlen von Visionen, Strategien und Konzepten.

Der dritte der drei Beiträge dann zum Thema: Digitale Transformation im Übernachtungsgewerbe.

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Amazon: Die USD 13.7 Milliarden Akquisition von Whole Foods und sieben strategische Optionen http://blog.carpathia.ch/2017/06/18/amazon-wholefoods-strategie/ http://blog.carpathia.ch/2017/06/18/amazon-wholefoods-strategie/#comments Sun, 18 Jun 2017 06:15:32 +0000 http://blog.carpathia.ch/?p=20219 13’700’000’000 Dollar hat Amazon in bar bezahlt für den in finanzielle Schwierigkeiten geratenen bekannten us-amerikanischen Bio-Lebensmittelhändler Whole-Foods. Und die Übernahme hat eingeschlagen wie eine Bombe. Die Meldung liess die Retail-Welt kurz in Stockstarre verharren und schickte an der Wallstreet die Aktien von US-Detailhändlern wie Walmart & Co auf Talfahrt. Oder wie es Alexander Graf treffend […]

Der Beitrag Amazon: Die USD 13.7 Milliarden Akquisition von Whole Foods und sieben strategische Optionen erschien zuerst auf Carpathia: E-Business, E-Commerce, Cross-/Omni-Channel, Digital-Transformation Blog.

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13’700’000’000 Dollar hat Amazon in bar bezahlt für den in finanzielle Schwierigkeiten geratenen bekannten us-amerikanischen Bio-Lebensmittelhändler Whole-Foods.

Und die Übernahme hat eingeschlagen wie eine Bombe. Die Meldung liess die Retail-Welt kurz in Stockstarre verharren und schickte an der Wallstreet die Aktien von US-Detailhändlern wie Walmart & Co auf Talfahrt.

Oder wie es Alexander Graf treffend und zynisch in einem Tweet zusammenfasst:

Führendes Techunternehmen kauft hochverschuldeten Bioladen.
Vielleicht ist es für Karstadt ja doch nicht zu spät.

Amazon übernimmt für USD 13.7 Milliarden den US-Lebensmittelhändler Whole-Foods
Amazon übernimmt für USD 13.7 Milliarden den US-Lebensmittelhändler Whole-Foods

Strategische Optionen

Doch was will Amazon mit Whole-Foods und welche strategischen Möglichkeiten bieten sich dem Online-Giganten aus Seattle? Sieben mögliche Optionen.

1. Profitabilität durch Investitionen

Amazon-CEO und Gründer Jeff Bezos hat vor knapp 4 Jahren im August 2013 als Privatperson die renomierte Zeitung Washington Post gekauft. Die Befürchtungen waren gross, dass es jetzt zum radikalen Job-Abbau bei der Washington Post kommt und die Artikel fortan von Algorithmen geschrieben würden.

Klar hat Bezos ausgemistet, aber er hat ganz gezielt gehandelt, überall dort digitalisiert wo es Sinn macht und er hat investiert. Investiert in Journalisten und seinen Stempel aufgedrückt, dass der Kunde (Leser) im absoluten Zentrum steht. Die Washington Post schreibt wieder für die Kunden und steht heute gut da mit deutlich nach oben zeigenden Werten wie zahlende Abonnenten und mehr.

Whole Foods ist in finanzielle Schwierigkeiten geraten und war dadurch sehr mit sich beschäftigt (so wie aktuelle zu viele Retailer). Ein möglicher Grund, dass Amazon da zugelangt hat und das Potential sieht, den Retailer wieder fit zu trimmen, zu investieren, auf die Kunden zu fokussieren und damit wieder Marktanteile zu gewinnen. Profitabilität zurückgewinnen durch Investitionen, die der Retailer alleine nicht mehr hätte aus eigener Kraft abwickeln können.

Und nicht ganz zu vernachlässigen ist natürlich, dass Amazon einen in der Bevölkerung durchaus sehr beliebten Lebensmittelhändler rettet, quasi aus den Fängen der ungeduldigen Investoren.

Zudem entbehrt es nicht einer gewissen Ironie, dass der Whole Foods Co-CEO und Mitgründer John Mackey noch vor 2 Jahren ggü. Bloomberg diktierte, dass Online-Food für Amazon das Waterloo werden würde.

2. Walmart in die Schranken weisen

Walmart als einer der weltweit grössten Einzelhändler ist stationär in den USA die unangefochtene Nummer 1. Walmart kommt jedoch von Amazon zusehends stark unter Druck und deren E-Commerce Initiativen sind nicht immer von Erfolg gekrönt.

Wie viele andere Retailer musste sich auch Walmart das Knowhow extrem teuer zukaufen. So wurde im vergangenen Sommer für USD 3 Milliarden Jet.com gekauft oder beispielsweise zeitgleich mit der Ankündigung der Übernahme von Whole Foods durch Amazon letzten Freitag die Akquisition des Online-Herren-Ausstatters Bonobos für weitere USD 310 Mio.

Walmart und Amazon scheinen sich spinnefeind und das Zitat von Walmart-CEO  Doug McMillon

We will compete with technology,
but win with people.

ist kaum 2 Wochen alt, schon hat sich Amazon durch die Akquisiton 87’000 Whole Foods Mitarbeiter an Bord geholt, die tagtäglich vor Ort die Kunden bedienen und kennen. Und dadurch seine Vormachtstellung in Sachen Technologie zusätzlich „mit People“ deutlich flankiert.

3. Amazon Go Rollout

Amazon experimentiert schon länger mit seinem stationären Format Amazon Go das keine Kassen mehr kennt (Warum Amazon rafft, was der Detailhandel nicht schafft) und komplett durch Algorithmen und künstliche Intelligenz gesteuert ist.

Die ganze Welt scheint auf dieses kleine Pilot-Format in Seattle zu starren, das kaum die Grösse eines Migrolinos oder Coop-Prontos hat, um es mit zwei Schweizer Convenient-Formaten zu vergleichen.

Bekannt ist, dass Amazon mit dem Go-Piloten nach wie vor Probleme bekundet. Aktuell können nicht mehr als 20 Kunden zeitgleich im Laden sein und er steht weiterhin nur einem kleinen Teil der Amazon-Mitarbeiter selber als Test zur Verfügung, wie ich mich verangene Woche selber vor Ort überzeugen konnte.

Was nun aber, wenn Amazon die technischen Probleme in den Griff bekommt – wovon auszugehen ist – und die Prozesse ebenso? Amazon Go vertreibt vor allem biologische Frisch-Produkte und sieht selber aus wie ein kleiner Whole Foods.

Mit der Übernahme von Whole Foods hat Amazon auf einen Schlag über 450 Filialen die man sukzessive mit der neuen Technologie ausstatten kann. Und zudem das Potential von 444 Stores in den USA, 13 Läden in Kanada sowie 9 Formaten in UK als perfekte Ausgangsbasis zur kontrollierten Lancierung von Amazon Go. Und die Technologie muss (vorerst) nicht mal an Dritte verkauft werden.

4. Verteilte Food-Logistik und Pick-Up Stationen

Amazon ist zwar ein Meister der Logistik, doch Frische ist eine ganz andere Herausforderung, als was Amazon bislang beherrscht.

Schnell verderbliche Produkte, verschiedene Kühlstufen (normal, gekühlt, tiefgekühlt) und ein anspruchsvolles Verpacken (wir alle kennen es, Chips und Eier nicht zu unterst in der Einkaufstüte) sind Punkte, mit denen sich auch ein Amazon bis jetzt nicht eingehend auseinanderzusetzen brauchte.

Amazons Logistikcenter sind hochgradig optimiert und wo sinnvoll automatisiert. Sie befinden sich jedoch eher an peripheren Lagen oder verkehrstechnisch günstigen Orten. Mit Ausnahme der geografisch eingeschränkten Amazon-Fresh Piloten immer noch relativ weit vom Endkunden weg.

Auch die handvoll Fresh-Pickup-Stationen (mein Test letzte Woche in Seattle) scheinen mir im Vergleich mit den (ehemaligen) LeShop DRIVEs sehr improvisiert und stehen draussen in Suburbia.

Alleine mit den knapp 450 US-Standorten von Whole Foods bekommt Amazon auf einen Schlag 450 Food-Logistik-Hubs die sehr nahe bei den Kunden sind und wohl zum grössten Teil in den auto-freundlichen USA auch als Pick-Up Stationen genutzt werden können.

Ähnlich wie bei Amazon Go ermöglicht die Akquisition von Whole Foods ein flächendeckender Rollout von Amazon Fresh inkl. den Pick Ups. Denn auch hier hat Walmart nicht geschlafen mit seinen Grocery-Pick Up Stationen, die bereits nahezu in allen Regionen der USA verfügbar sind.

5. Food Supply-Chain

Food ist nicht nur bzgl. Logisitk eine andere Geschichte als die Sortimente, die Amazon bisher beherrschte. Auch die ganze Supply-Chain inkl. dem Sourcing, der Anlieferung der Frischeprodukte, die oft gleichentags beim Kunden sein müssen weil sonst die Ware verdorben ist, und vieles mehr stellen Herausforderungen dar.

Amazon ist es absolut zuzutrauen, dass sie auch das in der ihr eigenen professionellen Art lösen können. Es muss dabei jedoch sehr viel Lehrgeld bezahlt werden und der Faktor Zeit kommt obendrauf.

Die Übernahme von Whole Foods hat in diesem Bereich Amazon einen perfekten Shortcut bereitet und das Knowhow kann schnell integriert werden.

6. Lokale Präsenz verstärken

Amazon experimentiert bereits seit 1-2 Jahren mit lokalen Formaten, angefangen mit den Amazon Book Stores. Auch wenn es sich dabei um stationäre Ladengeschäfte handelt, so dürften sie für Amazon weitaus differenziertere Ziele verfolgen als man a-priori meint.

Sortimente und Produkte sind komplett von Algorithmen gesteuert und basieren auf Millionen von Online-Transaktionen. Das Personal selber bietet kaum Beratung an und ist vornehmlich mit der Betreuung des Ladens selber beschäftigt.

Die lokalen Präsenzen von Amazon verfolgen für mich nach einem Selbstversuch (ebenfalls vergangene Woche in Seattle) primär folgende Ziele:

  1. Testen der Algorithmen und lernen, wie sich diese in lokalen Formaten nutzen lassen (nach wie vor mit bescheidenem Erfolg).
  2. Vor Ort Präsenz zeigen und die potentiellen Kunden abholen, die rein online nicht erreicht werden können
  3. Kunden für das eigene Prime-Programm rekrutieren, das bei Preisunterschieden von bis zu 40% bei Büchern im Ladengeschäft für Prime- und Nicht-Prime-Kunden ein eigentlicher No-Brainer ist.
  4. Eigene Produkte präsentieren, erklären und verkaufen wie Kindle, Fire-TV und anderes.
  5. Kundennähe nutzen für mögliche Logistik Hub-Funktionen um innert sehr kurzer Zeit beim Kunden zu sein.

Die 450 Whole Foods Filialen geben Amazon auf einen Schlag enorme stationäre Reichweite zur Verfolgung oben genannter Ziele.

Und es wäre kaum eine Überraschung, wenn alle Whole Foods Kunden eine Prime-Mitgliedschaft als Willkommensgeschenk erhalten würden. Auch hier dominiert Amazon mit seinem wohl global erfolgreichsten Kundenbindungsprogramm.

7. Steile Lernkurve und grösstmöglicher Pilot für globalen Rollout von Amazon Fresh

Amazon will in den Multi-Milliarden Markt mit Lebensmittel einsteigen und sich dort Marktanteile holen wollen, global. Und, dass Amazon dies primär digital abwickeln will, anders als die traditionellen Lebesnmittel-Händler, ist ebenso klar.

Die Übernahme von Whole Foods und dessen Marktanteilen erlaubt Amazon nun einen sehr schnellen Start in diesem Sortiment und eine extrem steile Lernkurve, die sowohl in Nordamerika (USA und Kanada) wie auch Europa (UK) wie von Amazon gewohnt gnadenlos genutzt werden wird, um Online-Food mutmasslich und sehr bald global auszurollen und eine dominierende Rolle einzunehmen.

Whole Foods kann damit zu Amazons grösstmöglichem Pilot für (Online)Food werden – als optimale Vorbereitung für den weltweiten Rollout.

Insofern sind diese USD 13.7 Milliarden ein cleveres Investment – die Börsenkapitalisierung von Amazon nahm übrigens als Folge dieser Akquisition um USD 15 Milliarden zu.


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E-Commerce-Report 2017 – Von Umsatzrückgängen und Zukunftserwartungen (1/3) http://blog.carpathia.ch/2017/06/16/e-commerce-report-2017-von-umsatzrueckgaengen-und-zukunftserwartungen-13/ http://blog.carpathia.ch/2017/06/16/e-commerce-report-2017-von-umsatzrueckgaengen-und-zukunftserwartungen-13/#respond Fri, 16 Jun 2017 15:46:36 +0000 http://blog.carpathia.ch/?p=20142 Diese Woche wurde die neuste Ausgabe des E-Commerce-Reports publiziert. Es handelt sich um eine Langzeitstudie, welche die Entwicklung des B2C-E-Commerce untersucht – dies als einzige E-Commerce-Studie aus Sicht Schweizer Anbieter. Das Panel wird seit 2009 stetig ausgebaut, an der diesjährigen Studie nahmen 36 Geschäftsführer und E-Commerce-Verantwortliche teil. Auftraggeberin der Studie ist die Datatrans AG, durchgeführt wird […]

Der Beitrag E-Commerce-Report 2017 – Von Umsatzrückgängen und Zukunftserwartungen (1/3) erschien zuerst auf Carpathia: E-Business, E-Commerce, Cross-/Omni-Channel, Digital-Transformation Blog.

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Diese Woche wurde die neuste Ausgabe des E-Commerce-Reports publiziert. Es handelt sich um eine Langzeitstudie, welche die Entwicklung des B2C-E-Commerce untersucht – dies als einzige E-Commerce-Studie aus Sicht Schweizer Anbieter. Das Panel wird seit 2009 stetig ausgebaut, an der diesjährigen Studie nahmen 36 Geschäftsführer und E-Commerce-Verantwortliche teil. Auftraggeberin der Studie ist die Datatrans AG, durchgeführt wird sie von der Fachhochschule Nordwestschweiz FNHW.

Dies ist der erste von insgesamt drei Beiträgen, in denen wir über den Report berichten und die nacheinander in unserem Blog publiziert werden.

Im Jahr 2016 haben die Schweizer für CHF 8.05 Mrd. Waren online bestellt. Der Onlinehandel in der Schweiz hat damit 2016 im Vergleich zum Vorjahr um weitere 8 % zulegen können. Doch nicht alle Onlineanbieter profitieren von diesem Wachtum: In vielen Branchen wächst die Dominanz einiger weniger E-Commerce-Anbieter und am meisten profitieren Anbieter aus dem Ausland.

Von den 165 Mitgliedern des Verbands des Schweizerischen Versandhandels (VSV) konnten im Jahr 2016 nur 58 % ihren Umsatz um mehr als 1 % steigern. Ein Drittel musste Umsatzrückgänge von mehr als 1 % einbüssen. Bei Teilnehmern des Studienpanels sieht die Situation ähnlich aus: Nachfolgende Abbildung 1 zeigt ihre Umsatzentwicklung in den Jahren 2014 bis 2016.

Abbildung 1 | Quelle: Wölfle, Ralf & Leimstoll, Uwe: E-Commerce-Report Schweiz 2017 – Digitalisierung im Vertrieb an Konsumenten. Eine qualitative Studie aus Sicht der Anbieter. 9. Ausgabe. Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW, 12. Juni 2017, S. 55.

Die acht Unternehmen A bis H sind, gemäss Ralf Wölfle, online jährlich pro Jahr um rund 20 % oder mehr gewachsen. Die Hälfte dieser Unternehmen sind Pure Player. Sieben Unternehmen (Q bis W) konnten in der Dreijahresperiode ihren Onlineumsatz nicht halten – vier davon gehören zu den Branchen Medien oder Mode. Bei allen 13 Mehrkanal-Anbietern kann in der Grafik die Umsatzentwicklung des Gesamtunternehmens über alle Verkaufskanäle (orange) in Relation mit der Entwicklung im E-Commerce (blau) betrachtet werden. Für alle gilt, dass sich der Bereich E-Commerce besser oder gleich entwickelt hat.

Anbieter aus dem Ausland legten weiter zu

Die prominenten Wettbewerber aus dem (benachbarten) Ausland dagegen vermochten ihren Marktanteil weiter zu steigern: Die Schweizer E-Commerce-Ausgaben im Ausland liegen im 2016 14.8 % über Vorjahreswert und haben sich innert 4 Jahren (gegenüber 2012) verdoppelt. Gründe dafür sind unter anderem der tiefe Eurokurs sowie das allgemein tiefere Preisniveau.

Auch für die nächsten Jahre wird keine Besserung der Situation erwartet: Über 40 % der Studienteilnehmer rechnen gar mit jährlichen Marktanteilsgewinnen von 2 % oder mehr durch die ausländischen Anbieter (Abbildung 2).

Abbildung 2 | Quelle: Wölfle, Ralf & Leimstoll, Uwe: E-Commerce-Report Schweiz 2017 – Digitalisierung im Vertrieb an Konsumenten. Eine qualitative Studie aus Sicht der Anbieter. 9. Ausgabe. Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW, 12. Juni 2017, S. 3.

Die meisten grenzüberschreitenden Onlineeinkäufe physischer Produkte werden bei Zalando, Amazon, AliExpress oder Wish getätigt.

Konsolidierung bei Schweizer Händlern

Doch auch in der Schweiz nehmen die Studienteilnehmer eine Konsolidierung und damit eine Dominanz von wenigen grossen Unternehmen wahr:

Einerseits findet nach wie vor eine Konsolidierung statt. Es kommen aber immer wieder kleinere Spezialanbieter in den Markt,
hauptsächlich mit mobilen Apps oder Nischenprodukten. (Sven Betzold, ifolor)

E-Commerce-Report Schweiz 2017, S. 3.

Trotz dieser Umstände sind die Wachstumserwartungen immer noch positiv, weshalb E-Commerce auch weiterhin als sinnvolles Feld für Investitionen angesehen wird (Abbildung 3).

Abbildung 3 | Quelle: Wölfle, Ralf & Leimstoll, Uwe: E-Commerce-Report Schweiz 2017 – Digitalisierung im Vertrieb an Konsumenten. Eine qualitative Studie aus Sicht der Anbieter. 9. Ausgabe. Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW, 12. Juni 2017, S. 4.

Erwartungen für das Jahr 2022

Bis zum Jahr 2022 rechnen die Studienteilnehmer weiterhin mit Marktanteilsgewinnen in ihrer Branche (Abbildung 4). Diese Einschätzung liegt in diesem Jahr etwas tiefer als in 2016 und 2015. Der einzige Teilnehmer, der den E-Commerce-Anteil in seiner Branche im 2022 gleich hoch schätzt wie heute, ist in einer Branche anzusiedeln, in der der Anteil schon heute fast 100 % beträgt.

Abbildung 4 | Quelle: Wölfle, Ralf & Leimstoll, Uwe: E-Commerce-Report Schweiz 2017 – Digitalisierung im Vertrieb an Konsumenten. Eine qualitative Studie aus Sicht der Anbieter. 9. Ausgabe. Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW, 12. Juni 2017, S. 61.

Interessant ist ausserdem, dass betreffend Zukunftserwartungen viele Aspekte angesprochen werden. Zu langfristigen Folgen der Marktantweilsgewinne ausländischer E-Commerce-Anbieter äusserten sich die Studienteilnehmer jedoch kaum. Im Report wird dies so festgestellt:

Niemand kann oder will sich konkret ausmalen, was das auf Dauer bedeuten könnte. (E-Commerce-Report 2017)

E-Commerce-Report Schweiz 2017, S. 61.

Eine der wenigen Äusserungen zu diesem Thema:

In der Schweiz sehe ich noch keinen Retailer mit einem erfolgversprechenden Konzept für den Wettbewerb mit den ausländischen Grossen. (Thomas Kaiser, Ringier Digital)

E-Commerce-Report Schweiz 2017, S. 61.

Der zweite der drei Beiträge dann zum Thema: Embrace the customer journey!

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Der E-Commerce Report kann hier kostenlos bezogen werden und ist allen Akteuren im Schweizer E-Commerce als Lektüre zu empfehlen.


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Checkliste für die Evaluation eines PIM – Product Information Management http://blog.carpathia.ch/2017/06/14/checkliste-fuer-die-evaluation-eines-pims/ http://blog.carpathia.ch/2017/06/14/checkliste-fuer-die-evaluation-eines-pims/#comments Wed, 14 Jun 2017 08:00:34 +0000 http://blog.carpathia.ch/?p=20113 Um professionelles E-Commerce betreiben zu können sind gute Produktdaten ein absolutes MUSS. Idealerweise erfolgt die Anreicherung der aus Datensicht nackten ERP-Artikel-Daten zu brauchbaren und wertvollen Produkt-Daten in einem PIM (Product Information Management System). Ein PIM ist ein Daten-Hub, kann unterschiedliche Daten aus verschiedenen Quellen und Formaten zusammenführen, erlaubt das effiziente, manuelle Bearbeiten/Pflegen der Daten und […]

Der Beitrag Checkliste für die Evaluation eines PIM – Product Information Management erschien zuerst auf Carpathia: E-Business, E-Commerce, Cross-/Omni-Channel, Digital-Transformation Blog.

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Um professionelles E-Commerce betreiben zu können sind gute Produktdaten ein absolutes MUSS. Idealerweise erfolgt die Anreicherung der aus Datensicht nackten ERP-Artikel-Daten zu brauchbaren und wertvollen Produkt-Daten in einem PIM (Product Information Management System).

Ein PIM ist ein Daten-Hub, kann unterschiedliche Daten aus verschiedenen Quellen und Formaten zusammenführen, erlaubt das effiziente, manuelle Bearbeiten/Pflegen der Daten und kann unterschiedliche Daten-Empfänger mit Produkt-Daten beliefern.

Ein gutes PIM kann ein wichtiger Erfolgsfaktor darstellen. Je mehr Produkte es gibt, je umfangreicher und komplexer die Produktdaten, je öfters das Sortiment wechselt desto kritischer ist es ein gutes bzw. das richtige PIM zu haben. Der Evaluation eines PIM’s ist entsprechend Aufmerksamkeit zu schenken und bei der doch beträchtlichen Anzahl an verfügbaren Systemen auch nicht ganz einfach.

Nachfolgend finden Sie eine Checkliste, welche Ihnen bei einer PIM-Evaluation hilft. Die Liste geht weiter als das was man üblicherweise an Tipps findet und basiert auf meinen persönlichen Praxis-Erfahrungen aus diversen Projekten.

PIM und eine typische Konstellation an Daten-Inputs/Outputs (Quelle: Carpathia)

Strategie und Ziele müssen klar sein
Sie müssen wissen wohin die Reise gehen soll, wo Sie in 5 Jahren stehen wollen. Nur dann können Sie DAS richtige PIM evaluieren, welches Sie wirklich weiterbringt. Kurz:  Sie brauchen eine Strategie für E-Commerce und auch für andere Bereiche welche Daten aus dem PIM beziehen sollen.

Fokus Online-Shop
Planen Sie das PIM für die Anreicherung von Daten für den Online Shop und/oder für Print-Produkte wie z.B. Kataloge einzusetzen? Es gibt vereinzelt Fälle, wo ein Katalog noch für einige Jahre ein Thema sein kann.

Wenn Sie den Fokus auf den Online Shop legen, dann sollten Sie ein PIM auswählen welches auch im Hinblick auf E-Commerce entwickelt wurde. Zu Print-Urzeiten entwickelte PIM’s sind oft nicht oder nicht gleich gut für E-Commerce-Aspekte ausgelegt.

Architektur
Überlegen Sie sich, wer auf das PIM zugreifen muss und was diese Personen im PIM tun sollen. Es ist ein grosser Unterschied, ob nur wenige Personen eines einzigen Standortes oder weltweit viele Personen auf das PIM zugreifen sollen oder ob gar geplant ist, dass auch Lieferanten der Zugriff gewährleistet werden soll. Dies hat u.A. auch Einfluss darauf, ob ein FatClient (installierbares Programm) oder nur ein WebClient (Bedienung im Web-Browser) in Frage kommt.

Daten-Modellierung
Die Modellierung der notwendigen Produktdaten ist eine PIM-Kernaufgabe. Trotzdem gibt es immer wieder Fälle, wo PIM’s bei komplexeren Produkten an die Grenzen kommen. Stellen Sie sicher, dass das PIM Ihre komplexesten Fälle abbilden kann.

Workflows – Dashboard
Um speziell bei vielen Produkten und vielen involvierten Personen eine gute Datenqualität sicher zu stellen muss ein PIM Workflows unterstützen. Idealerweise gibt es eine Möglichkeit dass Sie als Kunde die Workflows selbst konfigurieren können und dies sehr granular.

Workflow Beispiel 1: Fotograf lädt Fotos direkt ins PIM und verknüpft sie mit den Artikeln. Category Manager erhält einen Alert und Task für den Kontroll- und Freigabe-Schritt durch das entsprechende Category-Management-Team.

Workflow Beispiel 2: Ein Produkt erhält einen zusätzlichen Artikel aus dem ERP. Der neue Artikel erbt die Daten des Produkts und der Category Manager erhält einen Alert und Task um den neuen Artikel zu prüfen und  für den Online Shop freizugeben.

Workflow Beispiel 3: Bei einem Produkt ist ein Zubehör verlinkt, das nicht mehr geliefert werden kann oder keinen Bestand mehr aufweist. Der Category Manager erhält einen Altert und Task, diese Verlinkung zu prüfen um ggf. ein anderes adäquates Zubehör zu verlinken.

Ein granular konfigurierbares und auf den User zugeschnittenes Dashboard gehört zu einem state-of-the-art System dazu. Kritische Punkte, Qualitäts-Probleme, ToDo’s, Tasks usw. müssen vom System automatisch erkannt und auf einen Blick gut visualisiert sichtbar sein.

Verschmelzung von Content & Commerce im PIM
In vielen E-Commerce-Strategien findet man heute die Verschmelzung von Content & Commerce als strategisches Ziel. Eine Story, ein redaktioneller Content wie z.B. die Bauanleitung für ein Kinderbett, wird im Online Shop gemeinsam mit den notwendigen Materialien und Werkzeugen  aufgezeigt.  Die Verlinkung von Content und Produkten wird von den Systemen oft noch rudimentär bis gar nicht unterstützt. Idealerweise kann das PIM auch Stories managen (inkl. optischer Gestaltung) und diese Stories mit den Produkten verknüpfen. 

Allerdings sind hierbei auch andere Szenarien denkbar wo die Verschmelzung von Content und Commerce erst im Shop-System stattfindet.

Personalisierung von Content
Ein weiterer Trend ist das immer stärkere Personalisieren der Inhalte. Es gibt PIMs die so weit gehen, dass man Personas hinterlegen kann und dann die Produkte für unterschiedliche Personas z.B mit unterschiedlichen Produkt-Texten oder auch Bildern pflegen kann. Berücksichtigen Sie Ihre strategischen Ziele bez. Personalisierung auch bei der PIM-Evaluation.

Unterstützung Longtail
Falls Sie Longtail-Sortimente planen, sollten Sie dies ebenfalls berücksichtigen. Nicht alle PIMs sind hierbei gleich gut aufgestellt. Longtail-Sortimente sollen idealerweise mit ganz wenig Aufwand im Shop sichtbar/bestellbar werden und dies mit einer hohen Daten-Qualität. Mechanismen zur Qualitäts-Kontrolle sind jedoch auch bei normalen Produkten ein grosse Hilfe. Im Zusammenhang mit Longtail wird auch oft diskutiert, dass die Artikel/Produkte im PIM statt im ERP angelegt und erst wenn sie bestellt werden auch in das ERP gelangen.

Usability
Die tollsten Funktionalitäten nützen nicht viel, wenn sie nicht vernünftig bedient werden können. Eine gute UX mit schnellen GUI’s ist zwingend.

Eine gute Usability und ein ansprechendes Design stellt nicht nur sicher, dass Abläufe wie die Daten-Pflege effizient ausgeführt werden können, sondern auch dass Ihre Mitarbeiter motivierter sind. Fragen Sie den PIM-Hersteller was er tut um eine gute Usability sicherzustellen und lassen Sie sich die PIM’s nicht nur demonstrieren sondern testen Sie diese selbst aus (in den Demos sieht es immer flüssig aus).

PIM-Anbieter
Ähnlich wie bei einem ERP binden Sie sich mehrere Jahre an den PIM-Hersteller. Stellen Sie sicher, dass die Firma „in guten Händen ist“ und das PIM-Produkt weiterentwickelt wird.
Fragen, welche Sie sich stellen können:

  • Wem gehört die Firma?
  • Wie gross ist die Firma und seit wann existiert sie?
  • Sind die Inhaber an einem nachhaltigen Wachstum interessiert?
  • Wie viel Entwicklungs-Ressourcen werden in die Weiterentwicklung des Produkts eingesetzt?
  • Ist das PIM das Kern-Produkt der Firma von dem diese lebt oder ist es nur Teil eines grossen Produkt-Portfolios?

Flexibilität – Weiterentwicklungen
Systeme wie ein PIM müssen ständig weiterentwickelt werden. Prüfen Sie, wie oft es neue Releases gibt und wie Release-Notes typischerweise aussehen?
Ist mit firmenspezifischen Anpassungen am PIM zu rechnen und werden solche Anpassungen vom System unterstützt? Gibt es ein vernünftiges Konzept um trotz spezifischer Anpassungen Release-fähig zu bleiben?
Zieht der PIM-Hersteller seine Kunden in die Weiterentwicklung mit ein? D.h. können Sie bei der Weiterentwicklung mitreden?

Umsetzungspartner
Für die Einführung eines PIMs benötigen Sie einen Partner für die Umsetzung – Ein Experte oder Experten-Team, das Sie unterstützt. Der Umsetzungspartner kann der PIM-Hersteller selbst sein oder eine spezialisierte Agentur. Es ist von Vorteil, wenn dieser Umsetzungspartner geografisch/kulturell nicht zu weit entfernt ist.

Dieser Partner muss das PIM-System in-und-auswendig kennen und Erfahrungen aus ähnlichen Projekten mitbringen. Idealerweise bringen die Experten Branchenerfahrung mit und auch Erfahrungen aus dem Betrieb eines PIMs. Stellen Sie aber auch sicher, dass Sie direkten Zugriff auf den Hersteller haben.

Obige Liste ist nicht vollständig. Hier noch einige weitere Punkte, die Sie während einer PIM-Evaluation thematisieren müssen:

  • Sprachen (PIM-GUI und PIM-Content)
  • Daten-Formate
  • Vererbungen und Massenmutationen
  • Anzahl Artikel/Produkte
  • Anzahl User
  • Performance
  • Übersetzungsmanagement
  • Rollen- und Rechte-Management
  • Verknüpfung von PIM und MAM
  • Versionierungen
  • Klassifizierungen
  • Referenzen einholen

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Creative Commons Dual Lizenz Dieser Beitrag ist als Werk unter einer Creative-Commons Lizenz geschützt.
 Was bedeutet das?

Der Beitrag Checkliste für die Evaluation eines PIM – Product Information Management erschien zuerst auf Carpathia: E-Business, E-Commerce, Cross-/Omni-Channel, Digital-Transformation Blog.

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Wird Europa zwischen den digitalen Plattformen zerrieben? http://blog.carpathia.ch/2017/06/13/plattformen-europa/ http://blog.carpathia.ch/2017/06/13/plattformen-europa/#respond Tue, 13 Jun 2017 07:00:15 +0000 http://blog.carpathia.ch/?p=20062 Sowohl im Westen wie auch im Osten gibt es digitale Handels-Ökosysteme mit marktbeherrschender Stellung. Gerrit Heinemann bezeichnete dies einen Kampf der Triade (GAFAE-TAB-ZERO) in seinem Gastbeitrag von letzter Woche. Und, dass Europa im Handel den beiden Übermächten kaum etwas entgegensetzen kann (ZERO). Was zeichnet Plattformen aus Sven Ruoss hat es in seinem Beitrag zum Krieg der Plattformen […]

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Sowohl im Westen wie auch im Osten gibt es digitale Handels-Ökosysteme mit marktbeherrschender Stellung. Gerrit Heinemann bezeichnete dies einen Kampf der Triade (GAFAE-TAB-ZERO) in seinem Gastbeitrag von letzter Woche. Und, dass Europa im Handel den beiden Übermächten kaum etwas entgegensetzen kann (ZERO).

Was zeichnet Plattformen aus

Sven Ruoss hat es in seinem Beitrag zum Krieg der Plattformen sehr gut auf den Punkt gebracht:

Sie designen Dienste, die sich in unseren Alltag integrieren. Sie rauben den traditionellen Unternehmen das Interface und im Endeffekt die Beziehung zum Kunden.

Der Zugang zu den Nutzern wird von ihnen verkauft bzw. versteigert. Für uns User verringern sich die Transaktionskosten. Für die Unternehmen werden zwar die Vertriebskosten reduziert, gleichzeitig aber auch ihre Margen, da die Plattformen meistens eine Provision für ihre Dienstleistungen verrechnen.

Egal, ob es sich um soziale Kommunikationsplattformen, digitale Marktplätze, Vermittlungsplattformen oder Crowdworking-Plattformen handelt, alle Plattformen ermöglichen durch digitale Technologien einen friktionslosen Zugang von Produzenten und Konsumenten.

Plattformen gelingt es, sich in einer Branche oder einem Thema als Gatekeeper zu etablieren, sich unverzichtbar zu machen und damit für den Nachfrager zur ultimativen Anlaufstelle zu werden.

Wer dies geschafft hat, kann nicht nur den Zugang zu den Kunden Mitbewerbern teuer verkaufen, sondern hat auch eine weitestgehende Hoheit über die Daten und Kontrolle.

Kommt hinzu, dass Plattformen in der Regel keine Grenzen kennen. Weder geografische und damit wirtschaftliche und rechtliche noch technologische. Diese oft ins Feld geführten Argumente ziehen nicht, weil sie keine Bedeutung mehr haben in der Welt der Plattformen.

Warum eine Plattformstrategie

Die digitale (Handels) Evolution könnte man auch kurz beschreiben als Onlineshop ⇒ Marktplatz ⇒ Infrastruktur ⇒ Plattform und dies ist auch hierzulande zu beobachten.

Während sich der Grossteil der Marktteilnehmer noch im Bereich Onlineshop aufhält, probiert und optimiert – oder im Rahmen von Omni-Channel-Strategien zwei Welten zu vereinen versucht sind – einige Marktteilnehmer in der Schweiz zum Marktplatz gereift (Ricardoshops, Galaxus, Siroop) oder wollen zu einem werden.

Andere haben sich zum Infrastruktur-Provider entwickelt und bieten ihre eigenen Services (Logistik, Vertrieb etc.) auch anderen an wie bspw. Brack.ch. Den Schweizer Playern ist jedoch eines gemeinsam; sie konzentrieren sich (bislang) auf die Schweiz und zeigen wenig Ambitionen, im internationalen Kontext tätig zu werden.

Mit Blick auf Europa sind hier ebenfalls wenige Plattformen zu identifizieren. Zalando hat eine dedizierte Plattform-Strategie und entwickelt sich stark in diese Rechnung. Die Frage bleibt, ist Zalando schnell genug und kann eine Grösse erreichen, die dem Druck aus Westen und Osten standhalten kann?

Druck der Plattformen aus Westen (GAFA) und Osten (TAB) – Grafik: Carpathia
Druck der Plattformen aus Westen (GAFA) und Osten (TAB) – Grafik: Carpathia

GAFA

Teilweise aus der Handelswelt entwickelt haben sich die Plattformen aus dem Westen. Diese werden dominiert von den us-amerikanischen Playern Google, Apple, Facebook und Amazon (GAFA) die sich in ihren Bereichen jeweils Monopolstellungen erarbeiten konnten. Alle 4 Unternehmungen zähle ich zur New-Economy. Selbst eine IBM, eine Microsoft oder andere haben hier den Anschluss an die Plattform-Ökonomie (bislang) verpasst.

Ebay zähle ich nicht mehr zu den Plattformen, auch wenn Ebay im Bereich des Handels nach wie vor ein Big-Player ist und Heinemann mit Sicht auf den Handel noch von GAFAE spricht. Doch die Plattformstrategie hat Ebay sträflich vernachlässigt rsp. wäre gar in einer beneidenswerten Ausgangslage gewesen. Jedoch hat man wichtige Beteiligungen wie Skype, Paypal oder auch Magento abgestossen und sich auf die Kernkompetenzen konzentriert. Ganz anders die vier anderen.

TAB

Bei den vielgeführten Diskussionen rund um GAFA geht oft vergessen, dass der Druck auch aus Asien zunimmt. Dort sind es die drei Player Tencent, Alibaba und Baidu, das „chinesische Google“. Alle drei haben absolut marktbeherrschende Stellungen und brauchen einen Vergleich mit ihren westlichen „Kollegen“ nicht zu scheuen.

Tencent ist das grösste chinesische Internetunternehmen mit einer Marktkapitalisierung von mehr als USD 250 Mrd. Zu den wichtigsten Produkten von Tencent gehört WeChat mit bald 1 Milliarde Nutzer. Im Gegensatz zum westlichen Pendant Facebook ist WeChat ein beinahe komplettes Ökosystem das neben Messaging auch E-Commerce, Payment und vieles mehr beinhaltet. Eine Präsenz in WeChat als Unternehmen in China ist mittlerweile wichtiger als eine eigene Webplattform. WeChat ist bereits dort, wo sich Facebook wohl hinentwickeln wird.

Und über Alibaba muss man nicht mehr viele Worte verlieren. Die Alibaba-Plattform komplettiert sich über zahlreiche Unternehmungen und Services wie zB die B2B-Plattform Alibaba.comAliExpress für die Endverbraucher und wohl hauptverantwortlich für die Paketflut aus Fernost. Weiter gehören dazu das Auktionshaus Taobao, der Bezahldienst AliPay oder auch das Online-Kaufhaus Tmall.com.

The Winner takes it all

Um auf die Ausgangsfrage zurückzukommen und an den Gastbeitrag von Gerrit Heinemann anzuknüpfen: Was kann Europa hier an Plattformen entgegensetzen? Welche Unternehmen sind in der Lage, hier Paroli zu bieten und wer hat überhaupt die Mittel und Ambitionen dazu?

Mir scheint, als seien die europäischen Unternehmen – ob Handelsfirmen, Industrie oder Dienstleistung – primär mit sich selber beschäftigt und sich am transformieren (Silicon Valley Safaris, wer hat noch nicht wer will nochmal?), währenddessen die neuen Player aus West und Ost die Märkte an sich reissen.

Doch in der neuen Wirtschaftsordnung wird nicht mehr gross aufgeteilt, the winner takes it all.


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Der Beitrag Wird Europa zwischen den digitalen Plattformen zerrieben? erschien zuerst auf Carpathia: E-Business, E-Commerce, Cross-/Omni-Channel, Digital-Transformation Blog.

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Strukturwandel im Detailhandel: Mehr als die Digitalisierung der Kanäle http://blog.carpathia.ch/2017/06/12/strukturwandel-im-detailhandel-mehr-als-die-digitalisierung-der-kanaele/ http://blog.carpathia.ch/2017/06/12/strukturwandel-im-detailhandel-mehr-als-die-digitalisierung-der-kanaele/#respond Mon, 12 Jun 2017 06:30:16 +0000 http://blog.carpathia.ch/?p=20100 Gastartikel von Dr. Hans-Dieter Zimmermann von der FHS St.Gallen, Hochschule für Angewandte Wissenschaften und Jury-Mitglied beim Swiss E-Commerce Award. Er fasste die am Wochenende in der NZZ erschienen Beiträge zum Strukturwandel im US-Retail zusammen und zieht Parallelen zur Schweiz. „Das Internet fegt wie ein Tornado durch Amerikas schöne Welt der Einkaufsmalls und Ladenketten“ oder „Das […]

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Dr. Hans-Dieter Zimmermann - FHS St.Gallen, Hochschule für Angewandte Wissenschaften
Dr. Hans-Dieter Zimmermann – FHS St.Gallen, Hochschule für Angewandte Wissenschaften

Gastartikel von Dr. Hans-Dieter Zimmermann von der FHS St.Gallen, Hochschule für Angewandte Wissenschaften und Jury-Mitglied beim Swiss E-Commerce Award.

Er fasste die am Wochenende in der NZZ erschienen Beiträge zum Strukturwandel im US-Retail zusammen und zieht Parallelen zur Schweiz.

Das Internet fegt wie ein Tornado durch Amerikas schöne Welt der Einkaufsmalls und Ladenketten“ oder „Das Internet rüttelt schon lange kräftig an Amerikas schöner Welt der Einkaufsmalls und Ladenketten. Nun scheint sich aber ein regelrechter Sturm zusammengebraut zu haben“ heisst es unter anderem in dem NZZ-Artikel, der mittlerweile auch online verfügbar ist.

Und trotzdem, noch die wenigsten haben in der Schweiz auch nur in Ansätzen begriffen, was auf uns zukommt. Ich (Thomas Lang) befinde mich gerade in den USA und sehe vor Ort, wie der Pleitegeier über dem US-Retail kreist. Dieser Artikel von H.-D. Zimmermann ist ursprünglich in seinem Blog erschienen.


NZZ 10.6.2017, S. 33

Im Fokus der Wirtschaft in der heutigen Ausgabe der NZZ beschäftigen sich drei Artikel mit dem Strukturwandel im Einzelhandel in den USA*.

Der Hauptartikel widmet sich dem Niedergang der Einkaufsmalls und Ladenketten in den USA. Ein Artikel zeigt wie die Modekette J. Crew trotz guter Ausgangsposition den Anschluss verloren hat, ein weiterer zeigt auf, wie Best Buy den Strukturwandel meistert.

Dazu ein paar Gedanken.

Der Aufstieg des Onlinehandels und die demografischen Verschiebungen haben sich zu einem Sturm zusammengebraut, der nun mit voller Kraft über den amerikanischen Einzelhandel hinwegfegt.

Vor allem Warenhäuser leiden unter dem Strukturwandel, die wiederum die grossen Malls mit in den Abgrund ziehen. Es wird geschätzt, dass allein 2017 ca. 9000 Geschäfte in den USA dicht machen werden.

Auch wenn die USA mehr Läden proportional zu der Zahl der Einwohner hat wie alle anderen Länder weltweit, so zeigen die Entwicklungen einen klaren Trend auf, der auch für den Markt Schweiz gilt.

Leerstände in der stgaller Innenstadt (Mai 2017)
Leerstände in der stgaller Innenstadt
(Mai 2017)

In diesem Blog war im Februar zu lesen, dass in der Schweiz die Top-5 Onlineshops der Schweiz bereits mehr Umsatz als die fünf grösste Shopping-Center machen.

Die Leerstände sind auch in den Schweizer Innenstädten nicht zu übersehen. Modeketten machen reihenweise dicht, und auch die Traditionsbuchhandlung Rösslitor in St. Gallen verkleinert sich (wieder).

Man habe „Die Zukunftsaussichten anders eingeschätzt„. Trotz der ersten Dead Mall auch in der Schweiz glaubt man in Ebikon weiter an das Konzept der Shopping Mall und baut die Mall of Switzerland. Man wird sehen, ob das Konzept der Mall, die auch Freizeit- und Familiendestination sein will, aufgeht.

Dabei wäre es für den Detailhandel eigentlich an der Zeit, massiv zu investieren. Denn zum einen wachsen die Konsumausgaben in den USA stetig.

Und zum andern: Wie sonst, wenn nicht mit Innovationen soll der Detailhandel auf die massiven Veränderungen von Konsumgewohnheiten und Bedürfnissen der Kunden reagieren?

Wie sonst will er von der Digitalisierung profitieren, wenn sich nicht nur den Absatz, sondern auch die Beschaffung grundlegend verändert? Jungfirmen, die Kleidung vermieten oder gesamte Garderoben zusammenstellen, zeigen, wohin die Reise im Bekleidungssektor gehen könnte.

Um dem Strukturwandel zu begegnen reicht es eben nicht, (auch) Online zu verkaufen, eine Weblounge einzurichten, grosse Bildschirme im Laden aufzustellen oder auf Click & Collect zu setzen.

Der Artikel über den Niedergang J. Crew in den USA zeigt deutlich, dass auch Internet affine Pioniere des Onlinehandels mit einem digitalen Weiter wie Bisher Schiffbruch erleiden. Es geht längst nicht mehr um die Digitalisierung der Kanäle:

J. Crew habe es versäumt, etwa mit auf Algorithmen basierter, dynamischer Preissetzung den Absatz zu maximieren. Auch ändern sich Modetrends durch das Internet viel schneller. Und digitale Zulieferketten hätte es vielen Konkurrenten ermöglicht, auf diese schnellen Wechsel einzugehen.

Oder mit anderen Worten:
Es geht um Geschwindigkeit, Daten-getriebene Geschäftsmodelle, digitale Lieferketten, um einem drastisch veränderten Kundenverhalten entsprechen zu können – notabene geht es um eine echte Transformation durch Innovation einer Branche.

Das Beispiel von Best Buy zeigt, dass grösser zu denken von Erfolg gekrönt sein kann.  Ca. 80% des Umsatzes bei Unterhaltungselektronik und Haushaltsgeräten werden in den USA bereits Online getätigt. Die legendäre, fast 100 Jahre alte Kette Radio Shak mit einst 4000 Filialen steht unter Chapter 11 und verfügt gerade noch über 70 eigene Filialen – und für die Kunden gibt es einen Bankruptcy Customer FAQ. 

Trotz dieser Entwicklungen konnte sich die Kette Best Buy behaupten, auch wenn auch Best Buy Filialen schliessen musste. In den letzten 12 Monaten hat sich der Aktienkurs von Best Buy verdoppelt, irgendetwas hat die Firma also richtig gemacht. Aber was hat Best Buy anders gemacht? Neben einigen eher üblichen Dingen vor allem eins: Grösser gedacht!

Zum einen gab man den Kunden ein Preisversprechen, um sie nicht an Amazon & Co zu verlieren. Soweit so gut. Das alleine führt letztendlich zu einem ruinösen Preiswettbewerb.

Darüber hinaus hat man den Kundennutzen ins Zentrum gestellt und das Filialnetz als Chance und nicht als Bürde betrachtet und die Filialen als Teil des Gesamtsystems Best Buy verstanden:

The stores continue to be a great asset for us,“ Best Buy Chief Executive Hubert Joly said on Thursday.

„They’re a great asset from the standpoint of the customer experience on the more complex categories or experiences, and they’re a great asset from a shipping and logistics standpoint.“ (Quelle)

 

  • In den Läden werden eher hochpreisige Produkte verkauft.
  • Store-within-a-Store Konzept für Markenartikler aus der Elektronikbranche:

Best Buy’s success with vendor brands operating within its stores is a winner not only because companies like Samsung, Microsoft and Verizon pay rent, but because they are a direct link back to factories, new product launch plans and technical support.“ (Quelle)

Vertikal integrierte Lieferketten  werden so in den Einzelhandel integriert:

The demand flow in such cases sends a much clearer signal upstream to supply.“  (Quelle)

  • Problemlösungen für den Kunden stehen im Mittelpunkt, das Personal wurde entsprechend geschult. Dies wird als Möglichkeit der Kundenbindung und für Cross-Selling betrachtet.

The principle is well established in retail, but it demands a different mentality about labor. There will be fewer associates, with higher salaries, more decision-making power and much better information tools going forward. How else can you expect to out-service Alexa?“  (Quelle)

  • Und zukünftig kommen Kundenberater auch nach Hause:

„Having these conversations in the home unlocks all sorts of discussions with the customers,“ Mr. Joly said. „There’s some needs that people never talk about in the stores.“  (Quelle)

  • Mit Geek Squad wird ein umfassender Service angeboten:

We’re here for you every step of the way. Our appliance experts can deliver, install, protect and repair your major appliances, plus haul away and recycle your old ones.

Geek Squad
  • Filialen als Teil der gesamten Logistikkette: Die Hälfte der Online-Bestellungen werden entweder direkt von den ca. 1600 Filialen an den Kunden versandt oder vom Kunden dort abgeholt. Dies ist mit Anpassungen in den Filialen verbunden, um daraus (auch) Knoten im Logistiknetz zu machen.

The final factor in Best Buy’s story is its embrace of omnichannel fulfillment. Joly cites this factor as well saying: “[The stores are] a great asset from a shipping and logistics standpoint.” The Wall Street Journal reports that around half of the company’s online orders are either shipped from or picked up in stores, and with 1,600 doors in North America, this means proximity to many consumers.
Store operations must obviously add capabilities to make this happen and inventory visibility has to be nearly perfect. But once it’s figured out, direct-to-consumer delivery draws on 10 times as many nodes as even Amazon. Total cost to deliver is an increasingly complex equation, but with ship-to locations sometimes only a few miles away, the choices for customers multiply quickly, including sharing economy options like Instacart and UberRUSH.“  (Quelle)

Fazit:

Stores can beat online, if only because they serve all five senses. Add in some local love, a bit of customer loyalty and an awareness of the supply chain back upstream and Best Buy’s story could be yours.“  (Quelle)

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* NZZ 10.6.2017, S. 33:


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«Entweder man hat Geld oder Mut» – Rückblick auf E-Commerce Connect, Award und Night [inkl. Video] http://blog.carpathia.ch/2017/06/11/ecommerce-connect-award-night-video-rueckblick/ http://blog.carpathia.ch/2017/06/11/ecommerce-connect-award-night-video-rueckblick/#respond Sun, 11 Jun 2017 08:00:58 +0000 http://blog.carpathia.ch/?p=20081 Vor gut 10 Tagen fanden knapp 700 begeisterte Teilnehmer den Weg ins Zürcher Kaufleuten (692 Tickets wurden ausgestellt, um ganz exakt zu sein). Das Who’s’Who des Schweizer Onlinehandels, Retails und Detailhandels sowie Vertretern von Brands und Herstellern und vielen mehr. Die Swiss E-Commerce Connect Konferenz war mit über 400 Teilnehmern restlos ausverkauft. Händler, Hersteller und Brands […]

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Vor gut 10 Tagen fanden knapp 700 begeisterte Teilnehmer den Weg ins Zürcher Kaufleuten (692 Tickets wurden ausgestellt, um ganz exakt zu sein). Das Who’s’Who des Schweizer Onlinehandels, Retails und Detailhandels sowie Vertretern von Brands und Herstellern und vielen mehr.

Die Swiss E-Commerce Connect Konferenz war mit über 400 Teilnehmern restlos ausverkauft. Händler, Hersteller und Brands aus den Bereichen Pureplay, Omni-Channel und Marktplätze für C2C, B2C und B2B trafen sich zum Erfahrungsaustausch aus erster Hand.

Das Votum von Alain Frei, COO Amorana, «Entweder man hat Geld oder Mut» zog sich wie ein roter Faden durch die Veranstaltung, die mit hochkarätigen Speakern und Panelteilnehmern besetzt war.

Der nachfolgenden Preisverleihung derp Swiss E-Commerce Awards wohnten über 600 Leute bei – die Gala wurde in beiden Sälen über Live-Stream übetragen. Digitec-Galaxus wurde mit galaxus.ch als E-Commerce Champion 2017 gefeiert.

Und an der MS-Direct E-Commerce Night feierten alle Beteiligten und zusätzliche Gäste bis tief in die Nacht hinein zu den Tunes von DJ Baldower und dem u.a. für die Connect komponierten Theme-Song:

Die drei Events sind bereits wieder Geschichte, doch noch immer erreichen uns zahlreiche positive Feedbacks und wir werden auf die Veranstaltungen und die dort diskutierten Themen angesprochen. Das freut uns nicht nur riesig, sondern bestätigt und motiviert uns, diese Formate im bisherigen Konzept weiterzuentwickeln.

Video-Rückblick

Der ganze Tag lässt sich nochmals als Revue passieren im gut 4-minütigen Video-Zusammenschnitt – viel Vergnügen!

Fotos und Bilder

Bilder in druckfähiger Qualität finden sich aufbereitet bei Flickr – nachfolgend die Highlights aus der Konferenz:

Connect 2017 Highlights

Social Media

Unsere Freunde von Tinkla haben wiederum alle Veranstaltungen begleitet und die Social Media Kanäle betreut. Absolut lesenswerte Zusammenfassungen der einzelnen Elemente gibt es drüben bei Storify.

Wie professionell die Crew von Tinkla dabei vorgegangen ist und wie viel Vorarbeitet man dazu benötigte, darüber haben Sie in einem Hintergrund detailliert berichtet: Live-Kommunikation an Events: Was es braucht und wie sich ein Arbeitstag anfühlt


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