E-Government: Alles eine Frage des Vertrauens

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Wie die NZZ-Online heute schrieb, müssen USA-Reisende ab dem kommenden Jahr per Internet eine Einreisebewilligung beantragen. Die Fragen sind wie bis anhin äusserst delikat und wer sich als Mitglied einer terroristischen Gruppierung outet muss erst gar nicht den Flieger besteigen. Ebenfalls ohne Chance sind ja bekanntlich auch Leute, die bei Dell ein System bestellen und dieses zur Produktion von Massenvernichtungswaffen verwenden möchte. So viel zur us-amerikanischen naiven Gründlichkeit.

Neu ist, dass diese Einreisebewilligung elektronisch via Internet beantragt werden muss, was früher per Formular im Flugzeug erledigt werden konnte.

Bei aller amerikanischen Gründlichkeit erstaunt nun doch, dass die Behörden der verschlüsselte Website kein von den gängigen – und v.a. internationalen – Browsern anerkanntes SSL-Zertifikat spendiert haben.

Mit eigenen Zertifikaten können zwar ein paar wenige Hundert Dollar gespart werden – und der Datentransfer ist trotzdem verschlüsselt – es wird sich aber mancher User fragen, ob er das Laden der Website akzeptieren rsp. dem Angebot der US-Regierung trauen soll.

Nachtrag 5.8.2008:

Zwischenzeitlich ist die Site nicht mehr im Beta-Modus sondern produktiv und verfügt tatsächlich über ein akzeptiertes Zertifikat. Dafür überraschen die virtuellen US-Beamten den Besucher mit einer Disclaimer-Warnung, die man mittels “OK” akzeptieren muss. Nur gut, kann man dieses Fenster auch mittels “X” rechts oben wegklicken.



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