Onlineshopping: Wahl der Zahlungsmethoden beeinflusst die Abbruchrate

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Die Abbruchrate im Onlineshop sinkt, je grösser die Anzahl angebotener Zahlungsmethoden ist. Dies eine nun zahlenmässig untermauerte Erkenntnis aus dem aktuellen E-Commerce Leitfaden der Universität Regensburg.

Das ibi research Institut an der Uni Regensburg hat zusammen mit privaten Partnern über 1000 Fragebogen ausgewertet und dabei folgende Zahlen veröffentlicht.

  • Zwei Drittel der Onlineshopper bevorzugen die Zahlung mittels Rechnung.
  • 79% der Besucher verlassen den Shop, wenn nur Vorauszahlung angeboten wird. Diese massiv hohe Abbruchrate steigt tendenziell je höher der Warenkorbwert ist.
  • Wird nebst der Vorauszahlung auch noch die Zahlung mittels Nachnahme angeboten, sinkt die Abbruchrate auf immer noch sehr hohe 58%.
  • Besteht neben der Vorauszahlung die Möglichkeit mit Kreditkarten zu bezahlen, so brechen immerhin nur noch 36% der Käufer ab.
  • Die Abbruchrate sinkt auf 10%, wenn auch gegen Rechnung bezahlt werden kann

Grundsätzlich tendiert die Abbruchrate in Abhängigkeit der Zahlungsmethoden im Onlineshop gegen Null, je mehr Möglichkeiten angeboten werden.

E-Commerce-Leitfaden: Abbruchrate im Zusammenhang mit den angebotenen Zahlungsmethoden
E-Commerce-Leitfaden: Abbruchrate im Zusammenhang mit den angebotenen Zahlungsmethoden

Zahlung gegen Rechnung ist bei den Käufern nicht nur am beliebtesten, auch die Abbruchrate ist mit 10% verhältnismässig moderat. Diese Tatsache fordert den Onlineshop-Anbieter jedoch, sein Debitoren-Risiko zu kontrollieren mittels geeigneter Massnahmen wie z.B. der integrierten Bonitätsprüfungen.



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Thomas Lang, Betriebsökonom und Wirtschaftsinformatiker, unterstützte Unternehmen bei der Strategieentwicklung von digitalen Vertriebsmodellen, beim Aufbau von digitalen Geschäftsmodellen, bei Expertisen rund um Onlinehandel und der operativen Umsetzung im Bereich Organisation, Prozesse, Innovation, Change-Management und Unternehmenskultur. Er ist Gründer der Carpathia AG, der unabhängigen und neutralen Unternehmensberatung für Digital-Business, E-Commerce und Digitale Transformation im Handel. Zudem ist er Autor von zahlreichen Fachartikeln und -studien, Dozent für Online-Vertriebsmodelle an verschiedenen Hochschulen sowie gefragter Keynote-Speaker zu E-Commerce und Digital Transformation im Handel. Er ist Initiator und Organisator der Connect - Digital Commerce Conference sowie des Digital Commerce Awards. Der von ihm gegründete Carpathia Digital-Business-Blog (https://blog.carpathia.ch) zählt im deutsch-sprachigen Raum zu den wichtigsten unabhängigen Publikationen im Digitalen Handel. Medien bezeichnen ihn als digitalen Vordenker, zitieren und interviewen ihn regelmässig . Am Mittwoch 17. November hat Thomas Lang für immer die Augen geschlossen.

5 KOMMENTARE

  1. @sprain
    Diese Zahl wird nicht explizit herausgegeben. Der Vergleich von [VK+KK+EP] 19% mit [VK+RE+KK+EP] 3% bringt jedoch eine Annäherung, d.h. man könnte damit die Schlussfolgerung ziehen, dass wenn zusätzlich Rechnung zur KK angeboten wird, die Abbruchrate um 16% sinkt.

    @Romazini
    Das ist korrekt. Daher würde ich unbedingt empfehlen, eine verdeckte Bonitätsprüfung zu integrieren, die das Debitoren-Risiko minimiert. Je nach Resultat bietest Du dann die Option Rechnung an oder eben nicht.

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