E-Commerce trotzt der Krise und boomt – bestätigt nun auch die EU

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Nun ist es sozusagen noch amtlich. Eine EU-Studie belegt, dass 2008 schon jeder Dritte EU-Verbraucher mind. 1 Produkt online gekauft hat (2006: 27%). Aber auch auf Schattenseiten machte EU-Verbraucherkommissarin Meglena Kuneva gestern aufmerksam: Es wird vornehmlich bei Händlern im eigenen Land eingekauft. Ein grenzüberschreitender Verkehr (wenn es denn noch Warengrenzen gäbe in der EU) findet wenig statt – dies im krassen Widerspruch zum Prinzip des gemeinsamen Binnenmarktes.

Deutschland, Grossbritannien und Frankreich machen 70% des Onlineumsatzes aus. Die jüngeren Mitgliedstaaten wie Bulgarien (3%) und Rumänien (4%) kommen da nicht mit. Aber auch Griechenland, Italien und Portugal schneiden nicht viel besser ab.

DerWesten berichtet im weiteren:

130 Millionen Europäer sind inzwischen Internet-Shopper

„Der Verbraucher hat im Internet viel zu gewinnen“, sagt die Kommissarin. Es ermögliche rasche Produktinformationen und einen umfassenden Preisvergleich, schon nach wenigen Klicks erscheint das Schnäppchen auf dem Bildschirm. 130 Millionen Europäer sind inzwischen Internet-Shopper – aber nur 30 Millionen kaufen grenzüberschreitend ein. Trotz des gemeinsamen Binnenmarktes sind die Hürden oft hoch. So fühlen sich viele Verbraucher abgeschreckt durch Sprachbarrieren, 60 Prozent aller Händler bieten ihre Waren lediglich in einer Sprache an. Vor allem erschüttern aber unklare oder ungünstige Garantie-, Umtausch- und Lieferbedingungen das Verbrauchervertrauen ins weltweite Netz.

Oft werden Verbraucher insbesondere von großen Anbietern verprellt. So werden sie im Glauben gelassen werden, sie könnten über die ausländische Webseite preiswerter einkaufen, um dann doch wieder auf die teurere nationale Seite zurückgeleitet zu werden.

Die neue EU-Studie kommt zum Ergebnis, dass das Internet der am schnellsten wachsende Vertriebsweg des Einzelhandels ist. Am beliebtesten ist Internet-Shopping bei Reisen (42 %), dicht gefolgt von Kleidung und Sportartikel (41 %), Büchern (39 %) sowie Informations- und Unterhaltungselektronik.

Entsprechende Zahlen liegen auch aus der Schweiz und aus einer deutschen Studie vor.

Mit Spannung werden die ersten Zahlen für 2009 erwartet und wie sich die Entwicklung der Onlineumsätze trotz oder eben gerade wegen der Krise entwickeln.

(via E-Commerce-Blog)



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Thomas Lang, Betriebsökonom und Wirtschaftsinformatiker, unterstützt Unternehmen bei der Strategieentwicklung von digitalen Vertriebsmodellen, beim Aufbau von digitalen Geschäftsmodellen, bei Expertisen rund um Onlinehandel und der operativen Umsetzung im Bereich Organisation, Prozesse, Innovation, Change-Management und Unternehmenskultur. Er ist Gründer und Geschäftsführer der Carpathia AG, der unabhängigen und neutralen Unternehmensberatung für Digital-Business, E-Commerce und Digitale Transformation im Handel. Zudem ist er Autor von zahlreichen Fachartikeln und -studien, Dozent für Online-Vertriebsmodelle an verschiedenen Hochschulen sowie gefragter Keynote-Speaker zu E-Commerce und Digital Transformation im Handel. Er ist Initiator und Organisator der Connect - Digital Commerce Conference sowie des Digital Commerce Awards. Der von ihm gegründete Carpathia Digital-Business-Blog (https://blog.carpathia.ch) zählt im deutsch-sprachigen Raum zu den wichtigsten unabhängigen Publikationen im Digitalen Handel. Medien bezeichnen ihn als digitalen Vordenker, zitieren und interviewen ihn regelmässig .

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