Wenn Onlineshops in Suchmaschinen floppen

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Der Schweizer E-Commerce verzeichnet eine wahre Welle neuer Onlineshops, Relaunches und trendigen Startups. Dass man trotz neuer Technologien und Methoden immer noch so ziemlich viel falsch machen kann, sei an folgenden Beispielen demonstriert:

Esprit Onlineshop

Die Navigation des Esprit-Onlineshops ist für Suchroboter schlichtweg nicht lesbar, alle Inhalte bleiben den Crawlern verborgen. Umso schlimmer ist, dass die Top-2 Listings in den Google Suchresultaten ins Nirvana führen:

Esprit Onlineshop bei Google
Esprit Onlineshop bei Google

Das erste Suchresultat führt auf eine leere Dummy-Seite, das zweite auf die Fussnavigation. Welcher Kunde wendet sich spätestens hier nicht einem anderen Modeanbieter zu?

Keller Fahnen

Ein weiteres schönes Beispiel bietet Keller Fahnen; brandneuer Shop, umgesetzt von einem renommierten Schweizer ERP-Anbieter. Leider ging da bei der neuen Shoplösung vergessen, dass man nicht nur für die Kunden programmiert, sondern durchaus für die Suchmaschinen, denn dort liegt das (noch unbekannte) Potential des Shops. Schade – nur ein einziges Listing bei Google:

kellerfahnen.ch bei Google
kellerfahnen.ch bei Google

Digitec

Auch das Potential der erfolgreichen Digitec dürfte ungleich grösser sein, wenn man die unsägliche Framelösung des Shops endlich abstellen würde. Die Suchresultate sind denn im Vergleich zum Angebot sehr mager und bzgl. Aussagekraft stillen sie nicht mal den kleinen Hunger.

Ochsner Sport

Ich habe durchaus Sympathien für Ochsner-Sport und wollte sie diesmal verschonen. Doch wer ein robots.txt in seinem Shop führt, der grundsätzlich alle Suchmaschinen vom gesamten Angebot und Sortiment fernhalten will, der scheint einfach Angst vor Umsatz zu haben.

Ochsner-Sport bei Google
Ochsner-Sport bei Google


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Geschäftsführer und Inhaber der Carpathia AG, der unabhängigen und neutralen Unternehmensberatung für Digital-Business und E-Commerce. Autor von zahlreichen Fachartikeln und -studien, Dozent für Online-Vertriebsmodelle an verschiedenen Hochschulen sowie gefragter Referent an intl. Konferenzen zum Thema E-Commerce und Digitale Transformation im Handel.

2 KOMMENTARE

  1. Danke für diese interessante Übersicht. Das ist ja wirklich kaum zu glauben, vor allem wenn man sieht, auf welchem hohem Level sich onpage- und offpage-Optimierungen im US-Raum bewegen!

    Modehäuser orientieren sich wohl noch zu stark am Katalogmodell und fokussieren ihre Bemühungen auf Mailinglists.

    Bei einem Elektronikshop hätte ich darauf getippt, dass Besucher, welche von einer Suchmaschine her kommen, nicht so gut konvertieren, da sie sich in der Recherchephase befinden und sich am Ende ihrer Ermittlungen auf eine Preisvergleich-Seite begeben.
    Angesichts der Tatsache, dass sich Preisvergleichportale besucherzahlenmässig erstaunlicherweise auf dem (relativ starken) Abwärtstrend befinden (Wirtschaftskrise?), mag ich mit meiner Einschätzung auch daneben liegen.

  2. Sehr interessanter Beitrag! Sieh dir mal http://www.mymarket.ch an Das ist ein eher neues Online-Verkaufshaus. Das eigentümliche an mymarket ist, dass es eben ein sehr allgemeines Produktportfolio hat, welches sich ständig erweitert und verändert. Würd mich interessieren, wie du den Shop einschätzt.

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