E-Commerce in der vierten und fünften Dimension

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Seit ich vor Wochen Jochen Krischs Interview mit Nick Lansley von Tesco.com gesehen habe lässt mich das Potential an den von ihm erwähnten 4th Screen nicht mehr los.  Tablets und andere electronic Devices werden dieses Jahr uns noch intensivst beschäftigen, an Weihnachten 2009 haben wir ja nur einen Vorgeschmack davon gesehen.

Nick Lansleys Visionen sind äusserst interessant und gehen einen Schritt weiter. Er beschreibt sie als den sogenannten 4th Screen. Diese Bezeichnung ist m.M nicht ganz korrekt, glaubt man der offiziellen Nomenklatur wäre der vierte Screen derjenige von Mobilgeräten, der fünfte jedoch bereits die Digital Signage, also Bildschirme die via mobiler Technologie am POS und anderswo bespielt werden.

Aber zurück zum Thema; Lansley spricht von intelligenten Bildschirmen im Haushalt mit denen interagiert werden kann. Bisweilen war immer von futuristischen Kühlschränken die Rede welche die Bestände automatisch ordern, wenn das Thema auf den Haushalt kommt. Lansley von Tesco geht einen Schritt weiter und fokussiert auf die intelligenten visuellen Geräte wie Game-Consolen oder digitale Bilderrahmen die ebenfalls als E-Commerce Stationen im Haushalt dienen können. Er will diesen Markt erschliessen, denn die Geräte sind bereits sehr verbreitet. Also warum nicht auch erfolgreich darüber verkaufen.

Lansleys Gedanke (ab 7:40) ist sehr interessant und hat meiner Ansicht nach auch viel Potential, was meinen die Leser dazu? Auch der Rest des Interviews über die offenen APIs und wie Tesco damit umgeht ist durchaus sehenswert:



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3 KOMMENTARE

  1. In bin davon überzeugt, dass in einer nicht zu fernen Zeit, TV-Geräte von div. TV-Sendern “gratis” in Haushalte abgegeben werden (wie bereits Handys) unter der Voraussetzung, dass Konsumenten (permanente) Werbeeinblendungen zulassen.
    Hab mich letztes Jahr mit einem Projekt beschäftigt und wollte mit mobilen Ad-Screens für etwas Farbe und Informationsfluss auf den Gehwegen der CH-Städte zu sorgen. Technisch war/ist alles ausgereift doch sozialpolitisch noch unverträglich. “Man” ist (noch) nicht so weit und erteilt – ohne genaue Begründung dafür, keine Bewilligungen. In den eigenen Vierwänden ist dies natürlich etwas klarer.

    Obwohl: auch ein Versuch, Interessenten aus den Künstlerreihen zu motivieren, ihre Werke in digitaler Form als Download zum Verkauf anzubieten, um diese dann auf den heimischen Gross-Plasma-LCD oder LEDs abspielen zu lassen (quasi als Originalbild-Ersatz), stiess auf taube Ohren. Deshalb denke ich, dass es noch etwas Zeit brauchen wird um E-Commerce auf dieser Ebene zu betreiben bzw. nicht alle Inhalte werden sich von Anfang an dafür eignen…
    Doch manchmal hat die Zeit ihre eigene Geschwindigkeit: unser neuer Samsung LED-TV hat bereits gespeicherte Bilddateien von Klimt und Van Gogh. Verrückte Welt!

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