Schweizer E-Commerce zeigt sich krisenresistent und auf hohem Niveau

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Heute wurde der E-Commerce Report 2010 den Medien vorgestellt. Zum zweiten Mal wurde das sog. Leader-Panel zum Onlinehandel befragt, das aktuell 22 Vertreter der führenden B2C- und C2C-Plattformen der Schweiz umfasst.

Der Report wird spätestens am 27. Mai online hier verfügbar sein – die wichtigsten Aussagen daraus bereits vorweg:

  • Unabhängig der Branche wächst der E-Commerce nach wie vor rasant. Im Schnitt konnten die im Panel vertretenen Onlineshops 2009 um 14% zulegen.
  • Der Wettbewerb nimmt weiter zu und auch grosse, die sich lange zurückgehalten haben, “müssen” nun online verkaufen. So in etwa wird der erwartete Markteintritt stationärer Grössen wie Media-Markt eingeschätzt.
  • Pioniere im Schweizer E-Commerce, von der Studienleitung als “Platzhirsche” bezeichnet und definiert als Player, die in ihrem Segment über 50% Marktanteil beanspruchen, müssen real gesehen Marktanteile abgeben.
  • Multichannel-Anbieter stagnierten 2009 und verzeichneten ein Gesamtwachstum von Null. Der E-Commerce konnte die Verluste in anderen Kanälen wettmachen, so dass immerhin das Vorjahresniveau gehalten werden konnte.
  • Das Panel kam zur Erkenntnis, dass die ausgewogene Mehrkanal-Strategie nicht funktioniert – Fokussierung ist nötig und Kanäle sind situativ als unterstützend einzusetzen.
  • Eine Selbst-Kannibalisierung muss akzeptiert werden, um die Marktanteile zu halten.
  • Als Ausweichstrategien werden flexible Preismodelle (Tagespreise), Produktpakete (Bundlings) oder auch die Zerlegung der Gesamtleistung in günstige Basispreise und Nebenleistungen geprüft.
  • Die teilweise schon älteren Shop-Systeme einzelner Leader stellen zunehmend ein Hindernis dar für ein schnelles Reagieren auf Marktveränderungen, Flexibilität oder neue Verkaufskonzepte
  • Google ist ein wichtiger Frequenz- und Umsatztreiber für den E-Commerce, dessen Marktbeherrschung aber auch beunruhigt

Und Mobile-Shopping wird fast einstimmig als der Trend für 2010 bezeichnet, während dessen Social Shopping für die grösste Meinungs-Divergenz führte im Panel.

Nicht nur wurde die Entwicklung von Twitter und Facebook unterschätzt, es fehlt den meisten Panel Mitgliedern auch an Phantasie, Social-Commerce sinnvoll einzusetzen. Ein objektives Indiz hierfür ist die sehr schwache Innovationskraft Schweizer Onlineshops.

Weitere Informationen sind zu finden in der Pressemitteilung oder dem Management Summary der Studie.



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Thomas Lang, Betriebsökonom und Wirtschaftsinformatiker, unterstützt Unternehmen bei der Strategieentwicklung von digitalen Vertriebsmodellen, beim Aufbau von digitalen Geschäftsmodellen, bei Expertisen rund um Onlinehandel und der operativen Umsetzung im Bereich Organisation, Prozesse, Innovation, Change-Management und Unternehmenskultur. Er ist Gründer und Geschäftsführer der Carpathia AG, der unabhängigen und neutralen Unternehmensberatung für Digital-Business, E-Commerce und Digitale Transformation im Handel. Zudem ist er Autor von zahlreichen Fachartikeln und -studien, Dozent für Online-Vertriebsmodelle an verschiedenen Hochschulen sowie gefragter Keynote-Speaker zu E-Commerce und Digital Transformation im Handel. Er ist Initiator und Organisator der Connect - Digital Commerce Conference sowie des Digital Commerce Awards. Der von ihm gegründete Carpathia Digital-Business-Blog (https://blog.carpathia.ch) zählt im deutsch-sprachigen Raum zu den wichtigsten unabhängigen Publikationen im Digitalen Handel. Medien bezeichnen ihn als digitalen Vordenker, zitieren und interviewen ihn regelmässig .

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