Online dominiert und wächst weiter stark – die definitiven Zahlen des deutschen Versandhandels

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Deutschland hat gemäss den aktuellen Zahlen des Bundesverbandes Versandhandel (BVH) über EUR 30.3 Mrd im Distanzhandel ausgegeben, wie wir bereits berichtet haben. Der Onlineanteil kletterte dabei auf 60.4%.

Kollege Jochen Krisch hat drüben bei Exciting Commerce diese Zahlen nun genauer analysiert, insbesondere die Rolle der reinen E-Commerce Konzepte mit derjenigen des Versanhandels  analysiert und unter die Lupe genommen.

Nachfolgenden Beitrag übernehmen wir mit freundlicher Genehmigung von Jochen Krisch.

Anfang der Woche hat der Versandhandelsverband bvh die endgültigen Marktzahlen für 2010 herausgegeben. Inzwischen gibts auch die zugehörigen Charts mit den Einzelwerten und damit die aktualisierte Darstellung der bvh-Zahlen nach (Zukunfts-)Segmenten:

Marktentwicklung des deutschen Versandhandels - ein Szenario von Exciting Commerce
Marktentwicklung des deutschen Versandhandels - ein Szenario von Exciting Commerce

Die Gesamtumsätze für 2010 haben sich nochmals erhöht von geschätzten 29,9 Mrd. auf 30,3 Mrd. Euro, wobei die Zusatzumsätze ausschließlich den neuen Versendern zugute kamen.

Der bvh erkennt in seiner Interpretation der Zahlen “praktisch keine Verlierer”, dabei kämpfen die Katalogversender weiter um ihre Existenz. Ihr Anteil sank in nur fünf Jahren von einstmals 67% (2006) nach der Quelle-Pleite von 2009 auf nun nur noch 51%. Und darin sind die Online-Umsätze schon enthalten.

Für alle neuen Versender sind die Zahlen natürlich ein Fest. Das (gelbe) Exciting Commerce Segment ist seit letztem Jahr das umsatzstärkste Marktsegment. Die neuen Player kratzen an der 10 Mrd. Marke und treiben den Gesamtmarkt weiter nach oben.

Für 2011 rechnet der bvh mit einem Marktwachstum der Versender von 30,3 Mrd. auf 31,9 Mrd. Euro. Alleine das Online-Segment soll um 15,5% wachsen.

Anmerkung: Bei den fortgeschriebenen (grauen) Werten handelt es sich um ein Best-Case-Szenario für die Katalogversender (bzw. um ein Worst-Case-Szenario für die Onliner). Im Real-Case-Szenario gehen wir weiter davon aus, dass Otto & Co. das Geschäftsjahr 2015 nicht mehr erleben werden – und aufgrund ihrer strukturellen Defizite bis dahin ähnlich wie Quelle vom Markt verschwunden sind.


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