Mobile Commerce: Conversion Rates varieren je nach Plattform

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Im Rahmen der Ausarbeitung von Mobile Commerce Strategien stellt sich immer wieder die selbe Frage: Mobile optimierte Shops oder plattformspezifische Apps. Wir haben uns diesbezüglich schon mehrfach geäussert.

Im Kern geht es (auch) darum, ob mir eine App einen entscheidenden Mehrwert bringen kann, wenn ich gerätespezifische Funktionen aktiv für den Kaufentscheid nutzen kann. Dies kann mehrdimensional sein und abhängig von Device, Location und Zeit beispielsweise.

Eine weitere interessante Betrachtung publizierte Mashable kürzlich. Laut einer Analyse von David Eads unterscheiden sich die Conversion Rates zwischen den mobilen Plattformen wie folgt:

Mobile Conversion - Quelle: mobile manifesto
Mobile Conversion - Quelle: mobile manifesto

Shopping-Apps für Apples iOS weisen laut dieser Untersuchung verschiedener Kundenplattformen eine 30% höhere Conversion Rate auf als mobile optimierte Webseiten. Android hält sich in etwa die Waage und BlackBerry performt weniger.

Man muss hier jedoch ganz klar differenzieren zwischen mobil optimierten Webseiten oder Web-Apps, welche nativen Apps bzgl. Usability und Erlebnis schon sehr nahe kommen. Diese sind nach unseren Einschätzung in obiger Betrachtung den nativen Apps zuzurechnen.

Ganz klar ist auf jeden Fall; beide Kanäle sind zu berücksichtigen und der mobile User ist auf dem mobilen Kanal seiner Wahl optimal zu bedienen.

Kein E-Commerce Player kann es sich heute mehr erlauben, den mobilen Kanal zu vernachlässigen, zu bedeutend ist der generierte mobile Traffic in Onlineshops. Eine mobil optimierte Website für seinen Shop gehört zum Minimum. Shopping-Apps – ob native oder als Web-App umgesetzt – runden das Bild ab und führen gar zu erhöhten Conversion Rates, wie diese Untersuchung zeigt.



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Thomas Lang, Betriebsökonom und Wirtschaftsinformatiker, unterstützt Unternehmen bei der Strategieentwicklung von digitalen Vertriebsmodellen, beim Aufbau von digitalen Geschäftsmodellen, bei Expertisen rund um Onlinehandel und der operativen Umsetzung im Bereich Organisation, Prozesse, Innovation, Change-Management und Unternehmenskultur. Er ist Gründer und Geschäftsführer der Carpathia AG, der unabhängigen und neutralen Unternehmensberatung für Digital-Business, E-Commerce und Digitale Transformation im Handel. Zudem ist er Autor von zahlreichen Fachartikeln und -studien, Dozent für Online-Vertriebsmodelle an verschiedenen Hochschulen sowie gefragter Keynote-Speaker zu E-Commerce und Digital Transformation im Handel. Er ist Initiator und Organisator der Connect - Digital Commerce Conference sowie des Digital Commerce Awards. Der von ihm gegründete Carpathia Digital-Business-Blog (https://blog.carpathia.ch) zählt im deutsch-sprachigen Raum zu den wichtigsten unabhängigen Publikationen im Digitalen Handel. Medien bezeichnen ihn als digitalen Vordenker, zitieren und interviewen ihn regelmässig .

3 KOMMENTARE

  1. Händler die keine komplizierten oder teuren Apps möchten und ihr bestehendes System auch nicht aufwändig für Mobile Commerce anpassen wollen, können inzwischen auch mit externen HTML-Lösungen wie MoVendor arbeiten.
    Solche Lösungen arbeiten als neuer Vertriebskanal getrennt vom eigenen Shop und müssen zunächst eingebunden werden wie andere externe Kanäle (z.B. Preissuchmaschinen etc.). Sie sind aber meist keine Marktplätze sondern ein eigener Shop mit dem Design des Händlers.
    Per HTML werden damit sämtliche Smartphones erreicht, ohne dass der Besucher eine App suchen und installieren muss. HTML ist somit ideal, um auf jedem besseren Smartphone direkt beim Googlen oder QR-Code-Scannen zu kaufen 🙂
    Der zusätzliche Vorteil z.B. bei MoVendor ist, dass keine Setup-Gebühr oder laufende Kosten berechnet werden, sondern nur eine Provision wenn wirklich etwas verkauft wird. Perfekt um Mobile Commerce zu testen, ohne irgend etwas neues zu programmieren oder zu investieren.

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