eboutic.ch – Maus-Frères übernimmt Mehrheit am Clubshopping Anbieter

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Kaum eine Woche vergeht in der Schweiz, in der nicht ein innovatives neues E-Commerce Konzept von einem grossen Player geschluckt wird. Gerade letzte Woche hat Ringier die Mehrheit an DeinDeal übernommen.

Nun war gestern der Schweizer Clubshopping-Pionier eboutic.ch an der Reihe: Die Maus-Gruppe, zu der u.a. Manor, Athleticum, Jumbo, Fly u.a. gehören, hat sich mit 70% daran beteiligt – der Rest bleibt bei den beiden Gründern.

eboutic.ch ist v.a. in der Westschweiz sehr stark. in der Deutschschweiz ist fashionfriends.ch bekannter, wo bereits im Frühling ein Eigentümerwechsel stattgefunden hat.

Holt sich damit die Maus-Gruppe externes E-Commerce Knowhow oder öffnet man sich einen Kanal, Restposten von eigenen Plattformen lukrativ zu veräussern? Der Verband der Schweizer Versandhändler meint denn auch kritisch zu dieser Übernahme:

„Ob Manor damit mit dem eigenen E-Commerce endlich weiter kommt sei dahin gestellt. Die Sortimente sind da (schon lange), es fehlte aber bislang einfach das Commitment E-Commerce als neue Kraft zu akzeptieren und zu investieren. Nun holt man nach mit der Begründung „vom Wissen profitieren“. Ein wahrscheinlich teurer Spass, denn Experten und Profis bekommt man auch anders.

Vielleicht ist die Akquisition von Eboutic dann doch auch eine Möglichkeit eigene Restbestände elegant loszuwerden und die Marke nicht zu gefährden? Oder vielleicht auch Versandlogistik-Kapazitäten gemeinsam zu nutzen und endlich mit einem Manor-Shop durchzustarten?

Zu hoffen bleibt, dass Eboutic.ch seinen Charakter und seine Eigenständigkeit weiter leben kann und nicht vom Konzern erdrückt oder ausgepresst wird.“



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3 KOMMENTARE

  1. Bin sehr gespannt, wie Manor Eboutic ins bestehende E-Commerce Geschäft (Wein, Parfümerie, Online Foto Service etc.) einbinden und integrieren will (Backend und Frontend). Ich sehe ein wenig die Gefahr, dass es einfach eine weitere Baustelle mit nicht koordinierten Ressourcen geben wird und parallele Prozesse etabliert werden, anstatt die Kerngeschäfte durch Vereinfachung und Fokussierung massiv zu stärken.

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