Mobile-Commerce: Und was meint der Konsument dazu?

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Die Schweiz verfügt über eine der grössten Smartphone Dichten in Europa. So sind zum Beispiel bei uns gleich viele iPhones registriert wie in Deutschland – notabene bei rund zehnmal kleinerer Bevölkerung. Bereits ist hierzulande jedes dritte Handy ein Smarthpone. Bis 2015 soll der Anteil in der Schweiz gar 75% betragen.

Dass wir dem Mobile-Commerce eine höhere Relevanz beimessen – anders als beispielsweise unsere Kollegen im „grossen Kanton“ – haben wir in diesem Blog schon mehrfach kommuniziert.

Das deutsche Wirtschaftsmagazin für Handelsmangement „Der Handel“ hat ein interessantes Roundtable-Gespräch zum Thema Mobile-Comerce publiziert:

Die Redaktion von Der Handel wollte wissen, ob Smartphone-Besitzer ihr Handy tatsächlich zum Einkaufen nutzen, wie mobiles Marketing beim Kunden ankommt und ob das Zahlen an der Ladenkasse mit dem Handy aus Verbrauchersicht eine Chance hat. Wir luden daher fünf Konsumenten mit ganz unterschiedlichen Hintergründen zu einem Erfahrungsaustausch ein.

Der Artikel (in zwei Teilen) ist sehr empfehlenswert, einige Erkenntnisse daraus:

  • Sämtliche Teilnehmer nutzen ihr Smartphone auch für den mobilen Einkauf
  • Der mobile Einkauf ist nicht beschränkt auf bestimmte Sortiment – alles was online eingekauft werden kann, wird auch mobil eingekauft
  • Der mobile Preisvergleich wird geschätzt – auch der Barcode-Scanner kommt stationär zum Einsatz
  • Zielgruppen- und ortsabhängige (LBS) Empfehlungen und Angebote werden gut aufgenommen
  • Zurückhaltung herrscht bei den mobilen Zahlungsmöglichkeiten vor – hier werden die klassischen Methoden bevorzugt. Die Telcos als Inkasso-Stelle kann man sich (noch) nicht vorstellen
  • Das Smartphone gleichzeitig als Träger von Kundenkarten wird gewünscht

Ganz allgemein geschätzt wird die Convenience beim mobilen Einkauf und damit auch, dass man die Transaktion in dem Moment tätigen kann, wo der Bedarf entsteht.

„Wenn es einfacher ist, etwas direkt bei Amazon zu bestellen als mir eine Notiz auf einen Zettel zu schreiben, dann bestelle ich es eben sofort mit dem Handy.“

Zudem zeigen sich die Gesprächsteilnehmer sehr aufgeschlossen gegenüber innovativen location based Angeboten, so lange diese nicht über die klassischen Kanäle wie SMS oder Mail erfolgen:

„Ich habe einen ganz festen Rhythmus und kaufe immer samstags im gleichen Edeka ein. Wenn ich dann dort einchecke und der mir sagt: „Du kaufst immer diesen Wein, nimm heute doch mal sechs statt drei Flaschen mit, dann lege ich Dir was drauf.“ Das fände ich nett.



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