Auf welche Shoplösungen vertraut der Schweizer E-Commerce 2013?

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Vor gut zwei Wochen fand der 2. Swiss E-Commerce Award statt, kürte zehn Sieger, vergab einen Sonderpreis und krönte den neuen Champion. Mit rund 125 Bewerbungen haben deutlich mehr Shops teilgenommen als bei der ersten Ausgabe des Awards im Vorjahr.

Mehr Teilnehmer vergrössern natürlich auch die Datenbasis, so dass wir unsere (fast) repräsentative Statistik zum E-Commerce in der Schweiz noch etwas akkurater gestalten können. Die Datenbasis beruht auf den Angaben der sich zum Award bewerbenden Onlineshops. Und weil das so viele interessante Zahlen und Diagramme gibt, teilen wir unsere Betrachtung in vier Teile:

  1. Auf welche Shoplösungen vertraut der Schweizer E-Commerce 2013?
  2. Welche ERP-Software nutzt der Schweizer Onlinehandel 2013?
  3. Outsourcing-Anteile und Logistik-Dienstleister im Schweizer E-Commerce
  4. Mobile-Umsätze 2013 – so hoch sind die Umsatzanteile in der Schweiz.

Shoplösungen

Im vergangenen Jahr hatten eigenentwickelte Lösungen bei den Unternehmen die Nase sehr weit vorn. Wie sieht es heute, rund ein Jahr später aus?

Shoplösungen die bei den Schweizer E-Commerce Player im Einsatz sind - Quelle: Swiss E-Commerce Award 2013

Diese Zahlen sind nicht repräsentativ für den Gesamtmarkt Schweiz, geben jedoch einen guten Überblick, was derzeit eingesetzt wird bei den Shops, die sich beim Award 2013 beworben haben.

Erwartungsgemäss fallen die Ergebnisse recht ähnlich zu 2012 aus. Dennoch lassen sich zwei Kernaussagen machen:

  • Eigenentwicklungen sind die am weitest verbreitete Lösung für den Schweizer E-Commerce
  • Magento ist die beliebteste Partner-Lösung, was sicherlich auch den zunehmenden Einsatz von TYPO3 unterstützt. Beide Lösungen ergänzen sich hervorragend.

Eigenentwicklungen bieten den höchsten Grad an Investitionssicherheit, Flexibilität, Individualisierung und damit auch Differenzierung am Markt. Alles Faktoren, die im zunehmend komplexer werdenden E-Commerce zentrale Schlüsselebenen der strategischen Planung für den E-Commerce einnehmen. Allerdings erfordern Eigenentwicklungen entweder umfassendes know-how im Unternehmen oder ein nicht weniger umfassendes Budget, um die Kenntnisse bei einem externen Dienstleister einzukaufen.

Auffällig scheint auch, dass Agenturlösungen zunehmend an Boden verlieren. Ausnahme scheint hier nur Glarotech’s PhPepper-Shop zu sein, konnte sich deren Präsenz doch deutlich verbessern. Dieser Shop ist jedoch ähnlich wie ePages & Co schon fast eine Standardlösung mit europaweit über 7’000 Installationen gem. eigenen Angaben.

Alles in Allem hinterlassen diese Zahlen folgenden Eindruck:

  • Die Investitionsbereitschaft ist ungebrochen
  • Langfristige Konzepte setzen sich immer mehr durch
  • Lösungen mit hohem Individualisierungspotenzial gewinnen an Relevanz

Auch die Logistik ist im E-Commerce noch immer Schlüsselfaktor zum Erfolg. Das Kanaldenken gibt es beim Kunden kaum noch, so dass Online mit Offline auf allen Ebenen effizient verknüpft sein sollten. Darum sind nicht nur gut gelöste Onlineshops wichtig, sondern ebenso die Logik und Technik dahinter. Und um diese geht es im nächsten Teil.


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9 KOMMENTARE

  1. Wie ist das genau zu lesen? Ist der Anteil der TYPO3 basierten Lösungen eigentständig oder haben Firmen welche Magento im Einsatz haben AUCH TYPO3 als CMS im Einsatz?

  2. Der beträchtlich hohe Anteil an Eigenentwicklungen erstaunt mich. Was wohl die Gründe dafür sind? Lizenzkosten, fehlende Funktionsvielfalt, mangelnder Support?

    • Das ist immer im Einzelfall zu betrachten. Investitionssicherheit, Flexibilität, Passgenauigkeit der Lösung, Performance etc. Die Gründe sind da meist sehr unterschiedlich. Natürlich darf man bei diesen Zahlen nicht ausser Acht lassen, dass ausschliesslich die Bewerber zum E-Commerce Award 2013 erhoben wurden.

  3. Danke für die Übersicht. Bevor ich diese Aussagen und “Trends” jetzt 1:1 verinnerliche: auf wie viele verschiedene Shops verteilen sich die 125 Bewerbungen? Wie gross ist damit die Stichprobe am Gesamtmarkt Schweiz?

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