Warum man otto.de gut finden kann

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Am 31. Oktober wurde otto.de neu gelaunched. Mit einem Jahresumsatz von über CHF 2 Milliarden (EUR 1.7 Mrd.) ist der Versandhandelsriese Deutschlands grösster Onlineshop nach Amazon gem. der aktuellen Statistik von iBusiness / EHI (PDF-Poster-Download).

Otto.de - Relaunch 2013 auf eigenentwickelter Plattform Lhotse
Otto.de – Relaunch 2013 auf eigenentwickelter Plattform Lhotse

Der Relaunch wurde mit Spannung erwartet, denn Otto setzt neu auf eine Eigenentwicklung. In knapp zwei Jahren hat man die gesamte Onlinevertriebs-Plattform mit dem Namen “Lhotse” neu gebaut. Das Projekt hat einen zwei-stelligen Millionen Euro-Betrag verschlungen. Ein ähnlich hoher Betrag ist für die Weiterentwicklung geplant. Otto hat richtig erkannt, dass es in der heutigen Zeiten nicht mehr genügt, Handelskompetenz zu haben.

Technologie-Kompetenz ist ein nicht minder wichtiger strategischer Erfolgsfaktor und diese Kompetenz gehört inhouse. Otto hat sich damit auch von der Abhängigkeit mit Standardsoftware losgesagt und kann schneller und individueller auf Kundenwünsche reagieren. Vorbei das Warten, bis der Hersteller das neue Feature unterstützt – und es auch den Mitbewerbern zur Verfügung steht.

So wird Marc Opelt, OTTO-Bereichsvorstand Vertrieb, in der Pressemitteilung zur Bedeutung des Projekts Lhotse für Otto wie folgt zitiert:

“Mit der Inbetriebnahme der neuen Shoppingplattform für alle Kunden macht OTTO sich unabhängig von bestehenden Standardlösungen am Markt. Dadurch können künftig neue Features und Funktionen für die Kunden permanent, agil in die neue Software aufgenommen werden. „Kundenwünsche sind anspruchsvoll und ändern sich schnell, das macht Agilität und Gestaltungsfreiheit für den eigenen Onlineshop so wichtig. Dafür brauchen Händler eine besondere Wandlungskompetenz, die heute für uns mit Technologiekompetenz zwingend einhergeht. “

Auch in der Schweiz ist der Anteil an Eigenentwicklungen beträchtlich und führende Onlineshops wie Digitec, LeShop, Brack oder ExLibris setzen darauf, während bei den Standardlösungen vor allem Hybris wie auch Magento und Oxid verbreitet sind, wie unsere Auswertung nach dem Swiss E-Commerce Award zeigte.

Bei Otto.de kommt primär OpenSource Technologie wie Java-Frameworks, MongoDB und Varnish-Caching zum Einsatz. Das Frontend zeigt sich aufgeräumt und luftiger, die bei Otto bewährte zwei-zeilige Navigation dezenter und die Produkte inszenierter.

Zudem sind wichtige Informationen wie verfügbare Varianten schneller erkennbar, auch bereits in den Produktlisten und -übersichten. Nebst dem Eigensortiment verkauft auch eine stattliche Anzahl an weiteren Händlern über die Otto.de Plattform. Die Kollegen von eTailment haben hierzu vor einigen Tagen bereits einen Review publiziert.

Ein Team von über 100 Leuten hat in verschiedenen Bereichen gleichzeitig am neuen Onlineshop gearbeitet. Folgendes Rekrutierungs-Video wie auch dieses PDF-Themendossier gibt einen Einblick in die agile Arbeitsweise der interdisziplinären Teams:

http://www.youtube.com/watch?v=9N0WlsPR7vY


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Thomas Lang, Betriebsökonom und Wirtschaftsinformatiker, unterstützt Unternehmen bei der Strategieentwicklung von digitalen Vertriebsmodellen, beim Aufbau von digitalen Geschäftsmodellen, bei Expertisen rund um Onlinehandel und der operativen Umsetzung im Bereich Organisation, Prozesse, Innovation, Change-Management und Unternehmenskultur. Er ist Gründer und Geschäftsführer der Carpathia AG, der unabhängigen und neutralen Unternehmensberatung für Digital-Business, E-Commerce und Digitale Transformation im Handel. Zudem ist er Autor von zahlreichen Fachartikeln und -studien, Dozent für Online-Vertriebsmodelle an verschiedenen Hochschulen sowie gefragter Keynote-Speaker zu E-Commerce und Digital Transformation im Handel. Er ist Initiator und Organisator der Connect - Digital Commerce Conference sowie des Digital Commerce Awards. Der von ihm gegründete Carpathia Digital-Business-Blog (https://blog.carpathia.ch) zählt im deutsch-sprachigen Raum zu den wichtigsten unabhängigen Publikationen im Digitalen Handel. Medien bezeichnen ihn als digitalen Vordenker, zitieren und interviewen ihn regelmässig .

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