Lebensmittel-Onlinehandel – wie erfolgreich war 2013?

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Antworten auf diese Frage dürften kommende Woche kommen. LeShop war bis und mit dem 3. Quartal 2013 jeweils etwa 7% über Vorjahr. Falls dieses Wachstum auch im letzten Quartal gehalten wird, liegt nach rund 3 Jahren Stagnation wohl endlich wieder ein Wachstumsschub drinnen – evtl. wird gar die 160 Mio. Umsatzmarke geknackt?

Etwas anders sieht es bei Coop@Home aus; dort konnte man in den vergangenen Jahren immer zulegen und wies für 2012 einen Umsatz von CHF 96 Mio (inkl. MwSt) aus, was einem Plus von 12% entsprach. Auch hier liegt wohl die Umsatzgrenze von CHF 100 Mio. erstmals im Bereich des möglichen, evtl. gar als Netto-Umsatz, also ohne MwSt?*

LeShop - mobiler Umsatzanteil per 30-Sep-2013
LeShop – mobiler Umsatzanteil per 30-Sep-2013

Interessant dürfte weiterhin sein, wie hoch der mobile Anteil ausfällt. Bei LeShop waren dies Ende 3. Quartal bereits hohe 31%, davon mehr als die Hälfte (55%) per iPad.

Auch die Plattform von Coop zeigte sich in jüngster Vergangenheit einmal mehr sehr innovativ in Sachen Mobile, u.a. mit den Plakatshopping-Wänden im HB Zürich oder auch der Ausstattung am Google Hauptsitz in Zürich.

Wir gehen auf jeden Fall davon aus, dass 2013 ein guter Jahrgang war für den Lebensmittel Onlinehandel in der Schweiz, und die Schweiz ihre Position als Vize-Weltmeisterin im online Lebensmittel kaufen hinter England verteidigen konnte.

Nichtsdestotrotz darf es nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Onlineanteil bei Lebensmitteln in der Schweiz noch keine 1% ausmacht.

Das Potential ist also noch riesig, nur schon wenn man auf die 3-5 % kommen möchte, die im Bereich des Möglichen liegen. Es braucht hierzu jedoch frische Ideen und neue Konzepte, v.a. auch bzgl. Logistik.  (vgl. auch Fallstudie in der NZZ vom Sep. 2013 unter Mitarbeit von Carpathia).

*) Hinweis: Migros publiziert jeweils offiziell ohne MwSt – Coop mit MwSt. was die a-priori Vergleichbarkeit der beiden Plattformen in den “traditionellen” Medien verzerrt.

 



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1 KOMMENTAR

  1. Gerade in städtischen Gebieten wird der Lebensmittel Onlinehandel zukünftig sicher noch stark steigen. Lieferservices von fertigen Mahlzeiten werden schon jetzt sehr gerne in Anspruch genommen, gerade für berufstätige Singles stellen sie eine gute Alternative dar. Spezifisches, vermehrtes Marketing ist notwendig um die Idee in der Gesellschaft zu etablieren. Aber auch Logistikkonzepte und Zeitplanung sind wichtige Faktoren für den Erfolg des Onlinehandel. Es sollen möglichst viele Menschen innerhalb eines kleinen Umkreises erreicht werden. Außerdem könnte man sich vor allem auf Berufstätige konzentrieren, denen abends oft die Zeit fehlt ihre Einkäufe zu erledigen. Hier käme dann die Zeitplanung zum Einsatz. Bekäme man die Lebensmittel auch nach acht Uhr abends geliefert, könnte man sich den Weg zum Supermarkt sparen und die gewonnene Zeit in Form von Freizeit genießen.

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