Outfittery.ch erfolgreich unterwegs – eine Lektion für Multichannel-Modehändler

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outfitteryboxBereits 5 Monate nach dem Start von Outfittery in der Schweiz zählt das Berliner Startup-Unternehmen 10’000 Schweizer Kunden laut Pressemitteilung (PDF). Damit trägt die Schweiz einen Zehntel zum Kundenstamm wie auch zum Umsatz bei.

Bei der Wahl der Outfits stehen Schweizer Männer auf „Business-Casual“ während es der deutsche Kunde eher sportlich kombiniert mag, so die Medienmitteilung weiter.

«Der Schweizer Mann ist deutlich anspruchsvoller – und kauft teurer ein», verrät Julia Bösch. Konkret heisst das: Der Schweizer legt besonderen Wert auf Einzelstücke, kleidet sich gern mit Markenware und bestellt oftmals ganze Outfits für den Ausgang.»

Die beiden Gründerinnen von Outfittery standen unserem Blog zum Schweizer Start im vergangenen September Red &  Antwort. Nun sind auch intl. Investoren auf das schnell wachsende Startup aufmerksam geworden. Diese Woche haben sich Highland Capital Partners mit EUR 13 Mio. beteiligt.

Der Markt für Herrenmode beträgt lt. Datamonitor EUR 100 Milliarden wovon erst 10% online sind. Hier wird in den kommenden Jahren ein starker Anstieg erwartet.

 In 5 Monaten mehr Onlineumsatz als SCHILD je erreicht hat?

Nach eigenen Angaben kombiniert Outfittery mit seinem Curated Shopping Konzept das Beste aus beiden Welten; die persönliche Modeberatung aus dem stationären Handel für Männer und die Convenience des Onlineshoppings.

Die 10’000 Outfittery-Kunden in den ersten 5 Monaten dürften demnach bereits soviel Franken Umsatz generieren, wie SCHILD kaum nach 5 Jahren online jährlich geschafft hat – beide sind in einem ähnlichen Markt unterwegs, dem mittleren bis gehobenerem Segment. Bei der Übernahme durch Globus im vergangenen Oktober wurde denn auch verlautet, dass

„E-Commerce und ein intensiver Verdrängungswettbewerb im Bekleidungsmarkt sind die grossen Herausforderungen der Zukunft. “

Dieser Vergleich legt exemplarisch dar, dass die Zukunft bereits Realität ist und es für Stationäre nicht reicht, „einfach auch einen Onlineshop“ zu haben. Vielmehr gilt es damit, die eigene Kultur, Kompetenz, Tradition etc. adäquat und unverwechselbar in den Onlinekanal zu transportieren und auch dort „Best in Class“ zu sein.

Multi-Channel alleine reicht nicht – der Onlinekanal eines stationären Händlers müsste auch als Pure-Player funktionieren, sonst kann man es auch sein lassen! Oder wie SCHILD (und übrigens viele andere auch) den Markt spannenderen Onlinemodellen wie Outfittery überlassen.

Outfittery an der E-Commerce Connect

Veranstaltungshinweis: Wir werden die Co-Gründerin von Outfittery Anna Alex ebenfalls auf der Bühne der Swiss E-Commerce Connect am 7. Mai 2014 begrüssen dürfen. Noch sind vereinzelte Händler Early-Bird Tickets verfügbar.



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