Schweizer Onlinehändler legen im 1. Halbjahr um 3.4% zu

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Wie der VSV zusammen mit der GfK gestern kommunizierte (PDF Medienmitteilung), konnten die Schweizer Onlinehändler ihre Umsätze im ersten Halbjahr dieses Jahres um 3.4% steigern. Insbesondere die Branchen Heimelektronik und Sport konnten überproportional zulegen.

Vor allem der Juni setzte deutliche Impulse und lag 10% über Vorjahr, während in den Vormonate das Wachstum noch eher verhalten war.

MarktMonitor Distanzhandel - Quelle: GfK
MarktMonitor Distanzhandel – Quelle: GfK

Damit wachsen die Schweizer Onlinehändler weitehrin stärker als der stationäre Detailhandel, der in den ersten 6 Monaten im Non-Food Bereich doch 0.4% Wachstum vorweisen kann gem. GfK Marktmonitor.

Weiter schreibt der VSV:

“Grössere Online-Wachstumsschübe dürfte es dann wieder geben, wenn Lieferzeiten noch kürzer werden, die Digital Natives zur Hauptgruppe der Konsumenten werden und vor allem der Online-Einkauf von Lebensmitteln noch mehr an Akzeptanz gewinnen kann.”

Im Gegensatz zu den auf Konsumenten-Umfrage basierenden Zahlen des Deutschen Versandhandelsverbandes BeVH – die zuletzt mehr für Irritation denn für Klarhheit sorgten – basieren die Schweizer Zahlen auf Angaben der Onlinehändler. Das Wachstum und der Konsum in der Schweiz dürfte damit noch spürbar grösser sein, wenn die steigenden Auslandeinkäufe miteinbezogen würden.

Gewagte These; Deutscher Onlinehandel wächst dank steigenden Verkäufen in der Schweiz

Wenn man folgende Aussagen der vergangenen Tage mal zusammenfasst:

  • Die deutschen Onlinehändler wachsen weiter im tiefen zwei-stelligen Bereich lt. diversen Unternehmensangaben
  • Die deutschen Konsumenten kauften im 2. Quartal 2014 weniger als im Vorjahreszeitraum lt. BeVH
  • Die Schweizer Händler wachsen lediglich 3.4% im ersten Halbjahr
  • Die Schweizer Konsumenten haben eine nach wie vor hohe Nachfrage gem. dem Konsumentenstimmungsindex des Seco

Dann könnte man bei einer – notabene keinesfalls bestätigten! – Kausalität dieser Angaben versucht sein zu schlussfolgern, dass die deutschen Onlinehändler einen nicht ganz unwesentlichen Teil ihres Wachstums in der Schweiz holen.

Ein Funken Wahrheit wird da wohl drin sein.



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Thomas Lang, Betriebsökonom und Wirtschaftsinformatiker, unterstützt Unternehmen bei der Strategieentwicklung von digitalen Vertriebsmodellen, beim Aufbau von digitalen Geschäftsmodellen, bei Expertisen rund um Onlinehandel und der operativen Umsetzung im Bereich Organisation, Prozesse, Innovation, Change-Management und Unternehmenskultur. Er ist Gründer und Geschäftsführer der Carpathia AG, der unabhängigen und neutralen Unternehmensberatung für Digital-Business, E-Commerce und Digitale Transformation im Handel. Zudem ist er Autor von zahlreichen Fachartikeln und -studien, Dozent für Online-Vertriebsmodelle an verschiedenen Hochschulen sowie gefragter Keynote-Speaker zu E-Commerce und Digital Transformation im Handel. Er ist Initiator und Organisator der Connect - Digital Commerce Conference sowie des Digital Commerce Awards. Der von ihm gegründete Carpathia Digital-Business-Blog (https://blog.carpathia.ch) zählt im deutsch-sprachigen Raum zu den wichtigsten unabhängigen Publikationen im Digitalen Handel. Medien bezeichnen ihn als digitalen Vordenker, zitieren und interviewen ihn regelmässig .

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