Tengelmann trennt sich vom stationären Geschäft

0
2323

Tengelmann-Chef Karl-Erivan HaubKarl-Erivan Haub, CEO der Tengelmann Gruppe, hat heute bekannt gegeben, sich von seinen Supermärkten zu trennen und hat diese an Edeka verkauft.

Haub sieht „keine Perspektive mehr, unsere Supermärkte aus eigener Kraft zu einem profitablen Unternehmen zu machen“ wie u.a. das Handelsblatt schreibt.

Dieser Schritt lässt insofern aufhorchen, da Haub immer ein gutes Gespür hat für aktuelle Entwicklungen. So hat er bereits bei seiner Eröffnungsrede der ersten K5-Konferenz vor 4 Jahren vor dem Wertverlust bei Gewerbeimmobilien gewarnt.

Bekannt auch die Aussagen des “Grand Seigneur” des deutschen Einzelhandels bei der Eröffnung der Neocom letzten Jahres wie, dass heutige Kaufhaus- und Handelskonzepte kaum zukunftsfähig seien, das klassische Kaufhaus sich überlebt habe oder er das Ende vieler Händler prognostizierte.

Neben den Supermärkte gibt Tengelmann auch seine direkten Onlinetöchter an Edeka ab:

„Neben Kaiser’s sollen auch die Online-Töchter an Edeka gehen. Dazu zählen die beiden Internetportale Plus.de und GartenXXL.de. Sie soll laut Tengelmann in die Edeka-Tochter Netto integriert werden. Dort habe der Onlineshop „deutlich größere Marktchancen“ denn als alleiniger Spieler, so Haub.“

Was genau an Edeka vom Onlinegeschäft abgegeben wird und welche strategischen Optionen sich bieten, darüber hat sich Stephan Meixner bei neuhandeln.de bereits intensiv Gedanken gemacht.

Über die Tengelmann-Ventures hält die Familie Haub weiterhin namhafte Anteile an Zalando, Brands4Friends, Baby-Markt und zahlreichen anderen E-Commerce Unternehmen.



letzter ArtikelDACH E-Commerce: Die Schweiz als Schlusslicht
nächster ArtikelZalando in Zahlen: Die Auswirkungen des neuen Header-Designs
Thomas Lang, Betriebsökonom und Wirtschaftsinformatiker, unterstützte Unternehmen bei der Strategieentwicklung von digitalen Vertriebsmodellen, beim Aufbau von digitalen Geschäftsmodellen, bei Expertisen rund um Onlinehandel und der operativen Umsetzung im Bereich Organisation, Prozesse, Innovation, Change-Management und Unternehmenskultur. Er ist Gründer der Carpathia AG, der unabhängigen und neutralen Unternehmensberatung für Digital-Business, E-Commerce und Digitale Transformation im Handel. Zudem ist er Autor von zahlreichen Fachartikeln und -studien, Dozent für Online-Vertriebsmodelle an verschiedenen Hochschulen sowie gefragter Keynote-Speaker zu E-Commerce und Digital Transformation im Handel. Er ist Initiator und Organisator der Connect - Digital Commerce Conference sowie des Digital Commerce Awards. Der von ihm gegründete Carpathia Digital-Business-Blog (https://blog.carpathia.ch) zählt im deutsch-sprachigen Raum zu den wichtigsten unabhängigen Publikationen im Digitalen Handel. Medien bezeichnen ihn als digitalen Vordenker, zitieren und interviewen ihn regelmässig . Am Mittwoch 17. November hat Thomas Lang für immer die Augen geschlossen.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Bitte fügen Sie ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie ihren Namen hier ein