«Amazon plant Kaufhaus in New York» – oder doch eher logistische Drehscheibe?

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amazonWas wir vor etwas mehr als 3 Jahren als Aprilscherz publizierten, macht aktuell in der Wirtschaftspresse die Runde und scheint sich zu bewahrheiten.

Wie das Wall Street Journal berichtet, plant Amazon unweit des Empire State Building seinen ersten stationären Laden. Er soll jedoch mehr als Abhol- und Retouren-Stelle dienen, wie auch die NZZ weiss:

“Den Online-Riesen Amazon zieht es laut einem Zeitungsbericht unter die stationären Händler. Der Konzern wolle ein Geschäft in New York eröffnen, schrieb das «Wall Street Journal» am Donnerstag. In dem Laden in der Nähe vom Empire State Building sollen Kunden unter anderem online bestellte Waren abholen und nicht mehr erwünschte Artikel zurückgeben können, hiess es unter Berufung auf informierte Personen.”

Vorstellbar ist, dass auch die eigene Hardware wie Kindle, Fire-Phones und -TV im Angebot stehen. Die eigene Hardware versuchte man bislang stationär über die Einzelhandels-Riesen Walmart und Target zu vertreiben, wo man jedoch vor rund 2 Jahren ausgelistet wurde wg. der angespannten Konkurrenzsituation.

Strategisch viel interessanter ist die “Randnotiz”, dass auch ein Mini-Lager betrieben werden soll. Damit rückt Amazon noch näher zu seinen Kunden und kann noch schneller ausliefern.

Gut möglich, dass das angekündigte “Kaufhaus” die erste infrastrukturelle Ausprägung des patentierten Anticipatory Shipping (Amazon liefert aus bevor bestellt wird) mit welchem Bezos’ Unternehmen Waren bereits in die Nähe der Kunden bringen will, bevor diese es kaufen.

Um noch schneller liefern zu können – und um noch bequemer als der traditionelle stationäre Einzelhandel zu sein.



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Thomas Lang, Betriebsökonom und Wirtschaftsinformatiker, unterstützt Unternehmen bei der Strategieentwicklung von digitalen Vertriebsmodellen, beim Aufbau von digitalen Geschäftsmodellen, bei Expertisen rund um Onlinehandel und der operativen Umsetzung im Bereich Organisation, Prozesse, Innovation, Change-Management und Unternehmenskultur. Er ist Gründer und Geschäftsführer der Carpathia AG, der unabhängigen und neutralen Unternehmensberatung für Digital-Business, E-Commerce und Digitale Transformation im Handel. Zudem ist er Autor von zahlreichen Fachartikeln und -studien, Dozent für Online-Vertriebsmodelle an verschiedenen Hochschulen sowie gefragter Keynote-Speaker zu E-Commerce und Digital Transformation im Handel. Er ist Initiator und Organisator der Connect - Digital Commerce Conference sowie des Digital Commerce Awards. Der von ihm gegründete Carpathia Digital-Business-Blog (https://blog.carpathia.ch) zählt im deutsch-sprachigen Raum zu den wichtigsten unabhängigen Publikationen im Digitalen Handel. Medien bezeichnen ihn als digitalen Vordenker, zitieren und interviewen ihn regelmässig .

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