Onlinehandel erwartet schöne Weihnachtsbescherung – Detailhandel bekommt wieder Socken

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Mit der kommenden Kälte und dem Befüllen des Adventskalenders kommt langsam aber sicher Weihnachtsstimmung auf  – jedoch nicht für alle gleich fest.

Während sich die Schweizer Internethändler auf fröhliche Weihnachten freuen, hat der Schweizer Detailhandel, wie von srf berichtet, lediglich „Keine Angst vor dem Weihnachtsgeschäft“ und schätzt, dieses Jahr den Umsatz von 2013 – mindestens – wieder zu erreichen.

Das Institut für Wirtschaftsinformatik der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW hat im Auftrag der Datatrans AG und im Rahmen des E-Commerce-Report Schweiz  34 marktprägende E‐Commerce‐Anbieter mit einer Blitzumfrage  – online – befragt.  23 von ihnen, welche zusammen ein E‐Commerce‐Umsatzvolumen von über CHF 3.7 Mrd. repräsentieren, haben geantwortet.

 

Antwort zur Frage: Im Weihnachtsgeschäft 2014 wird der Anteil des E‐Commerce in unserer Branche im Vergleich zu 2013 steigen.
Antwort zur Frage: Im Weihnachtsgeschäft 2014 wird der Anteil des E‐Commerce in unserer Branche im Vergleich zu 2013 steigen.

 

Dank weiterhin steigendem Serviceniveau und zunehmender Nutzung von Smartphones für Mobile-Commerce ist der Anteil des E-Commerce im bisherigen 2014 in den meisten Branchen gestiegen – was sich im gerade beginnenden Weihnachtsgeschäft noch verstärkt zeigen wird. Sind es doch gerade die Monate November und Dezember welche für viele Branchen bezüglich Umsatzbilanz matchentscheidend sind.

 

Entwicklung Umsätze im E‐Commerce 2014
Entwicklung Umsätze im E‐Commerce 2014

 

Obwohl der grundlegende Wachstumstrend des E‐Commerce klar bestätigt wird, schwächen sich im Vergleich zu früheren Jahren die Wachstumsraten etwas ab. Im Medienhandel könnte  der E-Commerce gemäss Umfrage – abgesehen von eBooks – sogar an eine Sättigungsgrenze stossen.

Spannend ist auch, dass gar zwei Drittel der Befragten der Aussage, dass der Marktanteil ausländischer Anbieter am Schweizer E‐Commerce stark wächst, zustimmen. Dies jedoch nicht, weil online zu niedrigen Preisen einzukaufen leicht an Bedeutung zugenommen hat, sondern weil die Onlineangebote ausländischer Anbieter ganz einfach sehr attraktiv sind. Onlineanbieter von Elektronikartikel und Lebensmittel bleiben davon weitgehend verschont.  Modebranche, Medienhandel und Anbieter von Reisedienstleistungen sollten hier aber aufhorchen.

Grundsätzlich herrscht eine anhaltend festliche Stimmung und so erwarten  drei Viertel der Antwortenden auch für das 2015 weiter ansteigende E-Commerce Anteile in ihrer Branche. Auf diesen Zug müssen nun endlich auch alle diejenigen stationären Händler aufspringen, die noch kein Online-Angebot haben. Denn die Mehrheit der Befragten glaubt, dass es dem stationären Handel durch seine Online-Angebote gelingen wird, keine weiteren Umsatzverluste an reine E‐Commerce‐Anbieter zu verlieren.

 

 



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