Galaxus will sich Marktanteile an Online-Fashion sichern

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In der Schweiz herrscht derzeit medial eine paradoxe Situation vor und die Nachrichten diese Tage könnten unterschiedlicher nicht sein. Einerseits schon fast ein Nachruf auf Siroop und die Suche nach Gründen und Sunk-Costs. Anderseits macht Digitec Galaxus schon fast täglich Schlagzeilen mit seinem Expansionsgelüsten (Wenn zwei scheitern, freut sich der Dritte: Digitec Galaxus lanciert EU-Hub).

Heute nun die Ankündigung, dass man die Sortimente auf Mode und vorerst Schuhe ausweiten will und damit Händler wie Vögele Shoes und andere in den Marktplatz integriert. Das traditionell Retouren anfällige Mode-Sortiment mit Retouren-Quoten zwischen 40-50% wird jedoch vorerst über die Marktplatzteilnehmer abgewickelt.

Die Meldung ist insofern brisant, da sich Digitec und Zalando aktuell die Krone des grössten Schweizer Onlineshops streitig machen.

Zalando mit einem geschätzten Umsatz 2017 von CHF 685 Mio. Digitec noch knapp voraus mit geschätzten CHF 690 Mio (wir haben den Split des offiziell bekannt gegebenen Umsatzes von CHF 834 Mio aufgeteilt auf Digitec 690 Mio und Galaxus 144 Mio.)

Online-Fashion ist nach wie vor fest in internationaler Hand und Zalando hat als grösster Schweizer Paketkunde mit den geschätzten CHF 685 Mio. das konsolidierte Umsatzvolumen von Bayard, Brunschwig, Herren-Globus, PKZ und Schild überholt.

Und erst letzte Woche wurde bekannt, dass Zalando innert nur 6 Jahren und ohne einen einzigen Mitarbeiter in der Schweiz die Nummer 1 im Modegeschäft geworden ist und H&M vom Thron gestossen hat.

Dass sich da Digitec Galaxus ein Stück vom Kuchen sichern wollen, ist nur nachvollziehbar. Und das Marktplatz Angebot von Galaxus bietet Schweizer Mode- und Schuhändlern die Möglichkeit nach mehr Reichweite und mit dem Deutschland-Start dann wohl auch die Möglichkeit zur internationalen Expansion.

 



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Thomas Lang, Betriebsökonom und Wirtschaftsinformatiker, unterstützt Unternehmen bei der Strategieentwicklung von digitalen Vertriebsmodellen, beim Aufbau von digitalen Geschäftsmodellen, bei Expertisen rund um Onlinehandel und der operativen Umsetzung im Bereich Organisation, Prozesse, Innovation, Change-Management und Unternehmenskultur. Er ist Gründer und Geschäftsführer der Carpathia AG, der unabhängigen und neutralen Unternehmensberatung für Digital-Business, E-Commerce und Digitale Transformation im Handel. Zudem ist er Autor von zahlreichen Fachartikeln und -studien, Dozent für Online-Vertriebsmodelle an verschiedenen Hochschulen sowie gefragter Keynote-Speaker zu E-Commerce und Digital Transformation im Handel. Er ist Initiator und Organisator der Connect - Digital Commerce Conference sowie des Digital Commerce Awards. Der von ihm gegründete Carpathia Digital-Business-Blog (https://blog.carpathia.ch) zählt im deutsch-sprachigen Raum zu den wichtigsten unabhängigen Publikationen im Digitalen Handel. Medien bezeichnen ihn als digitalen Vordenker, zitieren und interviewen ihn regelmässig .

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