Voice Search und die Zukunft von Apples Siri, Amazons Alexas und Googles Home

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Sprachsteuerung ist längst fester Bestandteil von Smartphones und Smart Home Geräten geworden. Siri, Alexa und Co. steuern auf Zuruf Licht, Musik oder liefern Suchergebnisse aus dem Netz. Voice Search ist für die Betreiber von Webseiten ein besonders interessantes Thema, denn immer mehr Menschen nutzen die bequeme Suche per Sprache. Vertieft mit dem Thema befasst hat sich die Digital Marketing Agentur YEP, die in ihrem Blog verrät wie Sie sich in puncto Suchmaschinenoptimierung auf die Technologie vorbereiten können.

Sprachsuche verbreitet sich rasant

Voice Search ist kein neuer Trend: Laut Google seien die Suchanfragen per Sprache seit 2008 um den Faktor 35 gewachsen und betrugen bereits 2014 gut 20% der gesamten Suchanfragen auf Mobilgeräten. Nutzer suchen aber nicht nur von Mobilgeräten aus per Sprache. So werden gut 25% der Suchanfragen auf Windows 10 Desktop per Sprache ausgelöst. Sprachsuche wird von vielen Nutzern als bequem, effizient und praktisch empfunden. Studien gehen davon aus, dass bis zum Jahr 2020 50% aller Suchanfragen per Sprache stattfinden.

Sprachsuche ändert unsere Art zu suchen

Sprachsuche wird von den meisten Menschen anders genutzt als die herkömmliche Suche per Tastatureingabe. Bei der manuellen Suche tippen Nutzer ihre Anfragen eher aufs Wesentliche reduziert ein, während bei Voice Search längere Formulierungen und natürliche Sprache einfliessen. Bei der Sprachsuche wird aus Stichworten häufig eine grammatikalisch vollständige Frage. Beispielsweise wird aus “Apfel Kalorien” eine spezifische Frage wie “wie viel Kalorien hat ein Apfel”. Als folge davon ranken Webseiten besser, die diese Frage möglichst direkt beantworten.

Es gilt die Keywords auch für die Sprachsuche zu recherchieren. Wie das Beispiel mit dem Apfel zeigt kommen statt knapper Keywords (“Apfel Kalorien”) vermehrt Long Tail Keywords (“wie viel Kalorien hat ein Apfel”) auf. Bei der Recherche sollten deshalb beide Arten von Keywords mitberücksichtigt und mögliche Fragestellungen mit eingeschlossen werden. Dies um sowohl Text- als auch Sprachsuche abzudecken.

Welche Implikationen diese neue Art zu suchen auf Marken, Herstellen und Händler hat, haben wir uns im Blogbeitrag Voice Search und Voice Commerce – und wie Sie bei diesen Themen das Wort ergreifen angesehen.

Inhalte für Voice Search optimieren

Sprachsuche soll dem Nutzer möglichst schnell eine kurze und präzise Antwort liefern, Google Home gibt gemäss einer Studie Antworten die im Schnitt 29 Worte lang sind. Die Herausforderung liegt darin die Antworten kompakt zu halten, natürlich und verständlich  zu formulieren und dabei auch Füllwörter mit einfliessen zu lassen aber auch die Frageform aufzunehmen und diese zu beantworten. Besonders geeignet für den Frage-Antwort-Stil von Voice Search scheinen FAQs. Hier werden konkrete Fragestellungen kurz und knapp beantwortet – ein optimales Format für effiziente Antworten auf spezifische Fragen. Auch Featured Snippets spielen eine wichtige Rolle, da sie bei der Sprachsuche  in der Regel als einziges Ergebnis vorgelesen werden. Mit diesen Tricks können auch vorhandene Inhalte für Voice Search modernisiert werden.

Weshalb Füllwörter, werden sich einige Fragen, ganz einfach: Füllwörter sind ein normaler Bestandteil der natürlichen Sprache und kommen deshalb auch in Suchanfragen per Voice Search häufig vor. Je näher der Content an die Suchanfrage herankommt, desto relevanter wird er. Es kann also hilfreich sein, die Fragestellungen mit Worten wie “ich”, “mir” oder “ein” anzureichern. Auch wichtig: Inhalte erreichen mehr Menschen, wenn sie verständlich formuliert sind. Statt präzisen, aber komplizierten Fachbegriffen bieten sich einfachere Umschreibungen an. Ausserdem werden Seiten mit langem Content, kurzen Ladezeiten und hoher Vertrauenswürdigkeit häufiger weit oben in den Resultaten einer Sprachsuche platziert.

Weitere Tipps und eine detaillierte Anleitung zur Voice Search Optimierung hat YEP in ihrem Blog zusammengestellt.



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