Schweizer Post stoppt Zustellung von China-Päckli [Aprilscherz]

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Das Fass scheint überloffen zu sein; die Schweizer Post stoppt per sofort die Zustellung der China-Päckli von denen es in den letzten Monaten geradezu eine wahre Flut in die Schweiz gegeben hat.

Nach neusten Erhebungen sind Ende des vergangenen Jahres pro Tag bis zu 85’000 Kleinsendungen aus Asien eingetroffen (Rekordmenge an Paketen und der China-Päckli-Tsunami). Für das gesamte vergangene Jahr waren es insgesamt 33 Mio. Kleinsendungen. Und die Dynamik ist ungehalten, ein weiteres Wachstum wie bereits in den Vorjahren von über 30% wird auch für dieses Jahr prognostiziert.

Nun soll jedoch Schluss sein damit. Denn über 90% aller Kleinsendungen aus Asien sind falsch deklariert – für Gewöhnlich steht da Warenmuster oder Geschenk für 5 Dollar drauf. Drinnen oft Elektronik, Fashion bis hin zu Medikamenten. Dies aufgrund der Falschdeklaration in der Regel unverzollt und ohne Einhaltung von Zertifikaten und gesetzlichen Anforderungen.

Und die MwSt entgeht dem Schweizer Fiskus vollends, denn gerade die asiatischen Plattformen wie Aliexpress und Wish sehen sich nicht in der Verantwortung, diese abzulieferen, da sie nicht die Verkäufer sondern nur die Vermittler seien, wie kürzlich auch SRF Tagesschau berichtete.

Kommt hinzu, dass aufgrund der Vereinbarung mit dem Weltpostverein Pakete nach wie vor subventioniert in die Schweiz gelangen; ein Paket von Shenzhen nach Zürich ist günstiger als eines von Bümpliz nach Bern.

Notbremse und Spiess wird umgedreht

Nun zieht die Post die Notbremse und stoppt seit heute 1. April die Auslieferung dieser täglichen Flut an China-Päckli. Empfänger werden über die Post-App per Push-Nachricht informiert und müssen ihr China-Päckli ab sofort im Import-Paketzentrum in Schlieren bei Zürich persönlich abholen.

Abholschalter für China-Päckli im Paketimport-Zentrum in Schlieren bei Zürich.
Abholschalter für China-Päckli im Paketimport-Zentrum in Schlieren bei Zürich.

Gemeinsam mit einem Zollbeamten wird das Paket geöffnet, dessen Inhalt korrekt deklariert und der Wert geschätzt und der Zoll wie auch die MwSt gleich eingezogen. Bezahlt werden kann gleich vor Ort in Bar, Debit- und Kreditkarten, TWINT, alle gängigen Krypotwährungen wie auch neu mit Post- und Reka-Check.

Weiter ist eine Kooperation mit Eat.ch geplant. Bei Bestellungen von Essen beim Chinesen des Vertrauens können auch die China-Päckli gleich mitgeliefert werden. Auch hier wird Zoll und Mwst gleich mit dem gelieferten Chop Suey verrechnet, ein Abholen in Schlieren entfällt damit.

Abholungen direkt in China bleiben bis auf weiteres kostenlos.

Update 1. April 2019: Dies ist leider selbstverständlich ein Aprilscherz. Auch wenn das Thema brisant und die Lösung auf den ersten Blick sinnvoll ist. Danke für’s Mitmachen und -lachen.



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Thomas Lang, Betriebsökonom und Wirtschaftsinformatiker, unterstützt Unternehmen bei der Strategieentwicklung von digitalen Vertriebsmodellen, beim Aufbau von digitalen Geschäftsmodellen, bei Expertisen rund um Onlinehandel und der operativen Umsetzung im Bereich Organisation, Prozesse, Innovation, Change-Management und Unternehmenskultur. Er ist Gründer und Geschäftsführer der Carpathia AG, der unabhängigen und neutralen Unternehmensberatung für Digital-Business, E-Commerce und Digitale Transformation im Handel. Zudem ist er Autor von zahlreichen Fachartikeln und -studien, Dozent für Online-Vertriebsmodelle an verschiedenen Hochschulen sowie gefragter Keynote-Speaker zu E-Commerce und Digital Transformation im Handel. Er ist Initiator und Organisator der Connect - Digital Commerce Conference sowie des Digital Commerce Awards. Der von ihm gegründete Carpathia Digital-Business-Blog (https://blog.carpathia.ch) zählt im deutsch-sprachigen Raum zu den wichtigsten unabhängigen Publikationen im Digitalen Handel. Medien bezeichnen ihn als digitalen Vordenker, zitieren und interviewen ihn regelmässig .

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