Mehr SHEIN als Sein?

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Unter diesem Titel durfte ich am MORE Mobile Meetup in Zürich in der App-Critique SHEIN auseinandernehmen.

SHEIN ist ein relativ bekannter chinesischer Online-Modeshop, der ursprünglich 2008 als Sheinside gegründet wurde. Vergangenes Jahr schaffte es SHEIN in Deutschland erstmals unter die Top 100 Onlineshops und gehört als Native App zu den 15 beliebtesten Shopping-Apps.

Die App kann dann auch mit einigen cleveren Details auftrumpfen. So wird die Passform eines Kleidungsstücks anhand des Kundenratings angegeben, womit schnell und durchaus verlässlich erkennbar wird, ob die Kleidung eher grösser oder kleiner ausfällt.

Passform anhand des Kundenratings

Doch im Grossen und Ganzen überfordert mich die App mit zu vielen Informationen und Möglichkeiten. Allein auf dem Home-Screen werden mir sechs unterschiedliche Rabatt-Optionen angezeigt. Sprachlich kann die App ebenfalls nicht überzeugen, ein Wirrwarr aus Deutsch und Englisch, mit daraus resultierenden merkwürdigen Übersetzungen ist das Ergebnis. Oder kann sich jemand etwas unter dem Navigationspunkt «Mädchen» vorstellen?

Der mich überfordernde Home-Screen von SHEIN

Die ganze App-Critique gibt es hier als PDF-Download oder direkt auf Slideshare:



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3 KOMMENTARE

  1. Grüezi, Thomas, Ich hätte die Kritik vermutlich genau so formuliert wie Du. Aber manchmal glaube ich auch, dass ich solche Kritiken eher von einer 15-jährigen vornehmen lassen sollte. Denn auch wir sehen in Deutschland in unseren Studien einen großen Zuwachs bei Schein. Irgendetwas machen sie richtig. Reine Lehre des E-Commerce und der Usability hin oder her. Es gilt vielleicht immer noch: 40 % Preis, 40 % Angebot (Produkt), 20 % Marketing…

    Liebe Grüße, Martin

    • Lieber Martin
      Danke dir für deine Gedanken. Es ist wohl so, dass ein nicht sehr benutzerfreundlicher Shop noch immer in kauf genommen wird, wenn Produkte und Preise stimmen resp. die Preise tief genug sind.
      Doch es drängen immer mehr günstige Anbieter in den Markt, so dass die Bequemlichkeit und damit die Usability auch in diesem Preissegment an Wichtigkeit gewinnen wird.

    • Lieber Martin
      Die Kritik stammt auch von Heidi, nicht mehr ganz 15-jährig, jedoch deutlich jünger als wir zwei ;-). Und im Rahmen des Digital-Commerce-Awards verleiten wir auch dieses Jahr wieder den Generation Z Award, juriert von einer Schulklasse von – genau – 15-Jährigen 😀

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