Versand- und Retourenkonditionen der Schweizer Onlineshops 2020

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Auch in diesem Jahr haben wir die Versand- und Retourenkonditionen der umsatzstärksten Schweizer Onlineshops unter die Lupe genommen. Betrachtet haben wir die 30 umsatzstärksten Onlineshops, auf Basis des Umsatzposters 2020.

Versand- und Retourenkonditionen

Im Vergleich zum Vorjahr, haben sich keine Änderungen bei den Versandgebühren ergeben. Gleich wie im 2019 verlangt ein Fünftel der Onlineshops bei jeder Bestellung entsprechende Versandgebühren. Einen Anteil von 63 Prozent der Onlineshops erheben Versandgebühren, wenn der Warenwert unter einem bestimmtem Schwellenwert liegt und 17 Prozent versenden jeweils gratis (Grafik 1).

Grafik 1: Veränderung der Versandkonditionen – Grafik: Carpathia AG

Auch der Schwellenwert, welcher letztes Jahr einen leichten Anstieg verzeichnete, ist dieses Jahr mit CHF 91.64 stabil geblieben. Weiter gestiegen ist hingegen die Retourenfrist, so haben Konsumentinnen und Konsumenten im Durchschnitt neu 34 Tage Zeit um Ware, die nicht gefällt, zu retournieren. Dies ergibt 3 Tage mehr, als noch im letzten Jahr (Grafik 2).

Grafik 2: Schwellenwert und Retourenfrist – Grafik: Carpathia AG

Die Lieferung am Folgetag gehört bei 27 Prozent der Onlineshops zum Standard, wobei 7 Prozent eine Einschränkung bezüglich der Produktauswahl aufweisen. Dabei gilt die Lieferung am Folgetag nur für gekennzeichnete Produkte oder solche die im Händler-eigenen Lager vorrätig sind. Knapp verdoppelt hat sich der Anteil der Shops, welche eine Zustellung innert 24 Stunden oder schneller gegen eine Gebühr ermöglichen. Damit ist der Anteil Onlineshops, bei welchen ein Produkt nicht innert 24 Stunden verfügbar ist, von 63 auf 60 Prozent gesunken (Grafik 3).

Grafik 3: Lieferung am Folgetag – Grafik: Carpathia AG

Click & Collect im Trend

Der Anteil Onlineshops, welche Click & Collect offerieren und dem Kunden dadurch die Abholung der online bestellten Ware in einer Filiale ermöglichen, steigt erneut leicht an und liegt aktuell bei 60 Prozent (Grafik 4).

Grafik 4: Click & Collect – Grafik: Carpathia AG

Die Möglichkeit, direkt in der Filiale bezahlen zu können hat sich fast halbiert, boten diese Option im letzten Jahr noch 41 Prozent an, ist dieser Anteil auf knapp über 20 Prozent geschrumpft. Stabil geblieben ist der Anteil Onlineshops, welche die Zahlung in der Filiale teilweise ermöglichen (Grafik 5). Häufig ist dies der Fall, wenn der Onlineshop an ein Pick-Up-Netz angeschlossen ist. Dabei ist die Bezahlung bei Abholung in der eigenen Filiale möglich, nicht aber wenn sich der Kunde für einen Pick-Up-Standort entscheidet. Über die Gründe, weshalb eine Bezahlung in der Filiale von einigen Händlern nicht mehr erlaubt wird, lässt sich nur spekulieren. Vorstellbar ist, dass noch nicht bezahlte Bestellungen oftmals nicht abgeholt wurden und dem durch die vorgelagerte Bezahlung Einhalt geboten werden soll.

Grafik 5: Bezahlung in Filiale – Grafik: Carpathia AG

Eine leichte Verschiebung lässt sich bei der Anzahl der Abholstandorte beobachten. Onlineshops, welche zwischen 10 und 50 Abholstandorte anbieten, haben um 4 Prozentpunkte zugenommen (Grafik 6).

Grafik 6: Anzahl Abholstandorte – Grafik: Carpathia AG


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