Mofakult.ch – Aus der Nische auf die Überholspur – Videomitschnitt der #dcomzh

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Inspirierend, unkonventionell und zum Schmunzeln –  das war die Keynote von Mofakult Gründer und Geschäftsführer Marc Zürcher. Mofakult.ch ist der führende Ersatzteil-Händler für Mofas in der Schweiz und will mit Mitarbeitenden, die Benzin im Blut haben, den Kult des Slow Ridings am Leben halten.

Bezeichnend hierfür fährt Marc Zürcher doch tatsächlich mit seinem Mofa auf die Bühne und bringt gleich zu Beginn seine gelebte Passion für das «Töffli» zum Ausdruck.

Marc Zürcher mit Mofa auf Bühne
Marc Zürcher fährt mit seinem Mofa auf die #dcomzh-Bühne.

In den nächsten gut 20 Minuten erzählt Marc Zürcher seinen Weg vom schlitzohrigen Töfflibueb zum erfolgreichen Jungunternehmer mit mittlerweile 25 Mitarbeitenden.

Wie die meisten Mofa-Fans fand Marc die Faszination zum Töffli in seiner Jugendzeit. Er bastelte, reparierte und frisierte nicht nur das eigene Mofa, sondern bald auch diejenigen seiner Freunde. Marc befand sich im 1. Lehrjahr zum Polymechaniker, war 15 Jahre alt und hatte damit bereits sein eigenes Nebengeschäft.

Da viele für seine Umbauten benötigten Teile in der Schweiz nicht verfügbar waren, importierte er schon bald erste Artikel aus dem Ausland und liess nicht erhältliche Ersatzteile gleich selbst produzieren – im Thurgau auf den Maschinen seines Lehrbetriebs.

Eigener Onlineshop, Vertriebsrechte und Eigenmarke

Das Nebengeschäft entwickelte sich, die Ersatzteil-Verkäufe über Auktionsplattformen zogen an und im Januar 2010 ging der eigene Onlineshop live – low-budget entwickelt vom befreundeten Informatiklehrling in nur 2 Monaten.

Nach seinem Lehrabschluss stieg Marc direkt in die Selbstständigkeit ein und widmet sich seither voll und ganz seinem Jungunternehmen. Neben allen operativen Tätigkeiten war es für den Einzelunternehmer stets eine grosse Herausforderung, wichtige Vertriebsrechte von namhaften Herstellern zu gewinnen.

Um das Interesse der Lieferanten zu wecken, bin ich jeweils mit Bestellgrössen aufmarschiert, die rein rechnerisch den Bedarf für die nächsten drei bis fünf Jahre gedeckt haben. Ich habe aber stets gewusst, dass etwas Grosses herauskommen wird und ich die fälligen Rechnungen mit zukünftigen Cashflows bezahlen werden kann. Einen Kredit musste ich in den letzten 10 Jahren nie aufnehmen, dies hätte auch mein Stolz nicht zugelassen.

Um nicht in zu grosse Abhängigkeit von den Herstellern zu gelangen, baute Marc seine Eigenproduktionen von anfangs einfacheren Teilen wie Dichtungen, Typenschildern und Federn bis hin zur Herstellung von Renn-Sets (Königsdisziplin!) sukzessive aus. Aus dem Mofakult Gesamtsortiment von heute 12’000 Artikeln sind mittlerweile über 2’500 Teile Eigenproduktionen, die unter der Marke swiing (swiss ingenious) verkauft werden.

Mofakult Tuningset swiing
Sachs Tuningset aus Eigenproduktion unter der Marke swiing, Quelle: Screenshot mofakult.ch (12.11.2020)

Mofakult-Family mit Herz, Verstand und Leidenschaft

Neben dem betrieblichen Erfolg sind Marc vor allem die Menschen und eine gewisse Narrenfreiheit wichtig. Marc meint damit Spitzbübigkeit und den Mut, Neues und Verrücktes auszuprobieren. So mussten bereits Bremshebel in Schlagring-Optik auf polizeiliches Geheiss zurückgerufen werden und ist das Projekt Maggie Miles, als starke Frau einmal um die Welt mit dem Töffli, entstanden.

Natürlich haben sie auch eine Idee für den diesjährigen Black Friday:

Entgegen dem Mainstream gehen wir offline für einen Tag, nehmen den Shop vom Netz, gehen etwas «töfflen» oder geben unseren Nächsten etwas «Liebe» – eben das, um was es wirklich geht im Leben.

Das ist mal eine Ansage, die wir am 27. November gespannt überprüfen werden 😉 Für mich ist Marc mit Mofakult ein schönes Beispiel, wie mit Herz, Verstand und ganz viel Leidenschaft ein erfolgreiches Digital Commerce Unternehmen aufgebaut werden kann. Wir wünschen weiterhin viel Erfolg!

Die ganze Keynote gibt es hier zum Nachschauen:



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