2021 wird es keinen gedruckten Ikea-Katalog mehr geben, als natürliche Folge des veränderten Kundenverhaltens oder einfacher gesagt, es braucht 2020 einfach keine gedruckten Kataloge mehr. Dies gilt für die Schweiz wie auch für sämtliche weiteren Märkte weltweit, wie es von Seiten Ikea heisst:
Das Ende unseres Katalogs ist in der Tat ein natürlicher Prozess und eine Antwort auf das sich verändernde Medien- und Konsumverhalten.
Und dieser Entscheid kommt gut 2 Jahre nachdem eine andere Katalog-Ikone mit selbem Jahrgang verschwunden ist (Otto-Katalog wird heute letztes Mal gedruckt).
Kunden informieren sich nicht erst seit heute anders und gehen Print zusehends aus dem Weg, es sei denn, es dient zur saisonalen Inspiration oder als Impulsgeber und weniger als jährlich erscheinendes Nachschlagewerk.
Dies hat man auch auf Seiten Ikea eingesehen und Konzernchef Brodin dazu:
Denn 80 Prozent unserer Kunden starten ihr Einkaufserlebnis ohnehin schon im Netz und kaufen dort dann entweder sofort ein oder kommen mit Inspirationen und Vorinformationen von dort in die Läden.
Laut Ikea Schweiz ist für 2021 die Lancierung einer neuen App mit Inspiration und verbessertem Einkaufserlebnis geplant. Der Ikea-Katalog erschien jeweils in einer Auflage von 200 Mio. weltweit und soll laut Statistiken eine höhere Auflage gehabt haben als die Bibel oder der Koran.
Die Produktion der grossen Kataloge hat Unsummen von Geldern verschlungen und im B2C wird der Jahreskatalog zur Seltenheit. Im B2B Bereich ist er erstaunlicherweise nach wie vor verbreitet obwohl sich auch da viele Unternehmen Gedanken nach innovativeren Informations- und Vertriebskonzepten machen.
Oft fehlt jedoch der Mut, hier das Steuer umzureissen und einen Schritt nach vorne zu wagen (wo die Kunden in der Regel bereits sind). Gut möglich, dass diese Abkehr von Ikea auch bei B2B die Veränderungen diesbezüglich beschleunigt, denn das Nutzerverhalten wird bei B2B sehr oft von B2C bestimmt – es sind ja auch die selben Menschen.